| Schulungen sind ein beliebter Weg, um IT-Fertigkeiten, methodische
Kompetenzen oder auch didaktisches Know-how in kompakter Form zu
vermitteln. Insbesondere Zentraleinrichtungen an Hochschulen bieten
Schulungen an, um Mitarbeiter wie Studierende zu qualifizieren. In
verschiedenen Lehrveranstaltungen spielen Schulungen eine Rolle. Zum
Erwerb der nötigen Werkzeug-Kompetenz sind Schulungen ein effektiver
Weg, um Einsatzszenarien, Arbeitsschritte sowie Tipps und Tricks zu
vermitteln. Schulungen sind geeignet, um die Funktionen neuer
Softwareprodukte oder –versionen zeitnah vorzustellen. |
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Problem
Die Anzahl der freien Plätze für begehrte Präsenzschulungen ist
begrenzt. Präsenzschulungen sind mit hohen Kosten verbunden, z.B. für
An- und Abreise, Arbeitsausfall und Raumbelegung. Zudem ist die
Abstimmung passender Termine zwischen dem Dozenten und der
verschiedenen Teilnehmer nicht immer möglich. Wenn potenzielle
Teilnehmer sich an verschiedenen Standorten befinden, wird eine
gemeinsame Terminfindung zusätzlich erhöht.
Rahmenbedingungen
Schulungsangebote sollten zeitnah bei Bedarf zur Verfügung stehen, z.B.
wenn eine neue Aufgabe bewältigt werden muss oder ein neuer Kollege
eingearbeitet werden soll.
Oft möchten sich Teilnehmer unverbindlich und nur kurz über die
Möglichkeiten einer Software informieren, ohne gleich Zeit in eine
größere Trainingseinheit investieren zu müssen.
Zeitlicher und monetärer Aufwand stellen oft eine Hürde dar,
insbesondere für Schulungen, die wichtig aber nicht zwingend sind (oder
so eingeschätzt werden).
Für sehr spezifische Schulungsthemen (etwa ein spezielles
Anwendungsgebiet für Standardsoftware) finden sich häufig nur wenig
Interessierte vor Ort, während auf nationaler oder internationaler Ebene
ein größerer Teilnehmerkreis erreicht werden kann.
Bildschirmaufzeichnungen bieten keine Möglichkeit, Fragen zu stellen und Verständnisprobleme zu signalisieren.
Lösung
Online-Schulungen erlauben die ortsunabhängige Teilnahme an
Software-Schulungen. Wenn die Online-Schulung aufgezeichnet wird, ist
ein zeitunabhängiger Zugriff (allerdings ohne Fragemöglichkeiten)
möglich.
Details
Konferenzsysteme ermöglichen die Übertragung der Bildschirminhalte und
Aktionen per Webcast an viele Teilnehmer. Der Trainer verwendet ein
Headset und kommentiert seine Aktionen am Bildschirm. Teilnehmer haben
in einem Chat-Fenster die Möglichkeit, Feedback zu geben und Fragen zu
stellen.
Zur Entlastung des Trainers und zur Kommunikation mit den
Schulungsteilnehmern hat sich ein
UNSICHTBARER KO-MODERATOR
bewährt.
Die Schulung wird nicht vom Trainer alleine geleitet, sondern von einem
Assistenten unterstützt, der sich um Anfragen und Diskussionen im Chat
kümmert.
Zur Kontrolle, wie die demonstrierten Arbeitsschritte bei
Schulungsteilnehmern als Übertragung ankommen, wird ein zweiter Monitor
als
KONTROLL-MONITOR
eingesetzt. Dieser zeigt dem Trainer die Sicht der
Teilnehmer.
Planen Sie häufigere
FRAGEPAUSEN
("Soweit alles verstanden?", "Gibt es
dazu Fragen?") ein als bei Präsenz-Schulungen und greifen Sie auf
VORBEREITETE BEISPIELE
zurück.
Schulungen sollten so konzipiert sein, dass sie ca. 45 Minuten dauern
und maximal auf 60 Minuten ausgeweitet werden. Kürzere Einheiten, z.B.
15 oder 30 Minuten sind ebenfalls empfehlenswert. Während eines
Online-Events sollte eine persönliche und freundliche Atmosphäre
herrschen. Achten Sie darauf, regelmäßig zu lächeln!
Stolpersteine
Zwischen dem geplanten Verlauf einer Schulung und dem tatsächlichen
Verlauf liegen oft Welten. Erst bei der Durchführung treten
Schwierigkeiten bei der Bedienung oder Ungereimtheiten in der
didaktischen Gliederung auf. Daher empfiehlt sich stets ein
PROBE-DURCHLAUF.
Nach Murphy's Law geht schief, was schief gehen kann. Und wenn beim
Live-Event etwas nicht klappt kommt es zu unangenehmen Verzögerungen
und die Teilnehmer verschwinden, bevor das Event angefangen hat. Zudem
wirken technische Fehler – selbst wenn sie weder vom Veranstalter noch
vom Gast zu verantworten sind – unprofessionell. Daher immer einen
Technick-Check durchführen!
Vorteile
- Keine An- und Abreise der Teilnehmer führt zu geringerem zeitlichem Aufwand.
- Online-Schulungen können zwischen Termine oder in den normalen Arbeitsalltag eingebunden werden.
- Wenn einem Teilnehmer die Schulung nicht gefällt – oder die Inhalte
nicht zu seinen Lernzielen passen – kann die Schulung jederzeit
problemlos verlassen werden.
- Chat-Fenter ermöglichen im Gegensatz zu Schulungsvideos das Nachfragen während der Demonstration.
- Aufzeichnungen erlauben auch die nachträgliche Teilnahme und das
wiederholte Anschauen einzelner Passagen, um das Verständnis zu
verbessern.
- Keine physikalische Raumbelegung.
Nachteile
- Hohe kognitive Belastung für den Trainer, da es kaum Verschnaufpausen gibt
- Keine Praxisphasen während der Schulung.
- Trainer bekommt kein non-verbales Feedback, ob alles verstanden wird.
- Erhöhter organisatorischer Aufwand für den zentralen Einrichtungen der Hochschule als Trainingsanbieter.
- Schnelle Internetverbindung nötig. Gelegentliche Aussetzer bei Ton oder Bild sind in Kauf zu nehmen.
- Verzögerung von Bildschirmübertragung kann zu Asynchronität zwischen Bild und Ton führen.
Beispiele
Werkzeuge