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Digitale Folien
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Folien werden zur Unterstützung von (Lehr-)Präsentationen verwendet, um Inhalte zu visualisieren und optisch aufzubereiten. Das Verwenden von Folien (früher noch für den Overheadprojektor) hat in der Hochschullehre Tradition.
Rahmenbedingungen
Um eine digitale Präsentation erstellen zu können, müssen Sie über ein spezielles Software-Programm verfügen. Für das Zeigen vor einem Publikum sind ebenfalls verschiedene technische Voraussetzungen nötig. Sie brauchen einen Computer, über den die Präsentation abläuft. Dieser kann direkt vor Ort fest installiert oder ein mobiler Laptop sein. Mit dem Präsentationsrechner muss ein Beamer verbunden sein, der die Inhalte auf eine Wand o.ä. projiziert. Ein tragbares, mobiles Gerät wird beispielsweise beim Hochschulrechenzentrum verliehen. Das Abspielen von Folien ist auch über ein Whiteboard (Elektronische Tafel) möglich.
Lösung
Neue Medien ermöglichen die multimediale Präsentation von Inhalten ebenso wie ihre
interaktive Gestaltung (Reinmann-Rothmeier
& Mandl, 1998). Wurden früher Folien und Overheadprojektoren
verwendet, kommen heute digitale Präsentationen zum Einsatz. Dabei werden die
Inhalte mit Hilfe von einer Kombination aus Text, Bildern oder auch Audio- und
Videodateien in bestimmter Reihenfolge auf Folien dargestellt.
Details
Für das Erstellen einer Folienpräsentation wird meistens das Software-Programm PowerPoint von Microsoft (Steckbrief) genutzt. Daneben bieten andere Hersteller teils auch preisgünstigere oder kostenlose Alternativen an. Eine webbasierte Alternative ist Prezi, das in einer vorgestellt wurde. Zum Abspielen benötigen Sie einen Präsentationsrechner und einen Beamer. Das Abspielen der Präsentation sollte im Voraus immer vor Ort getestet werden.
Informieren Sie sich im Vorhinein über die technischen
Gegebenheiten am Ort der Präsentation. Wird ein Rechner bereitgestellt? Wenn
ja, welches Betriebssystem ist installiert? Ist die richtige
Präsentationssoftware installiert (beachten Sie, dass unterschiedliche
Versionen der Software u.U. nicht kompatibel sein können)? Können CD oder ein USB-Stick zum Überspielen der
Präsentation verwendet werden? Ist ein Internetanschluss vorhanden? Probieren Sie in jedem Fall vor Ort die Präsentation einmal
aus, ein Probedurchgang verkürzt meist auch die Ladezeit der Folien bei der
Vorführung.
Verwenden Sie Ihren eigenen Laptop, ist es wichtig zu
wissen, ob er einen externen Monitorausgang besitzt. Der (15-polige) Anschluss
wird durch das Symbol gekennzeichnet und ist nach
neuem Standard blau gefärbt. Er befindet sich meist auf der Rückseite des
Geräts (siehe Abbildung).
Rückseite eines Laptops mit externem Monitorausgang
Der Beamer wird mittels eines VGA-Kabels am externen
Monitoranschluss des Laptops eingesteckt. Nicht alle Laptop-Typen sind für die
Beamerbenutzung gleichermaßen geeignet, da die Qualität der Monitorausgänge
variiert.
Um projizieren zu können, müssen Sie am Laptop den externen
Monitorausgang aktivieren. Häufig besitzt Ihr Laptop eine Taste mit
Bildschirmsymbol oder der Beschriftung LCD/CRT, mit der Sie die Aktivierung
durchführen. Auch die Tastenkombinationen Alt+F5 oder Fn+F5 sind üblich.
Schauen Sie im Zweifelsfall in das Handbuch Ihres Laptops. Bei Problemfällen ist es u.U. nötig, bei der
Aktivierung des externen Monitors die Einstellung zu wählen, die nicht nur den
externen Monitor einschaltet, sondern zugleich das Display des Laptops
ausschaltet. Meist kann man zwischen den Optionen "Monitor",
"Notebook/TFT" und "Monitor+Notebook/TFT" wählen. Ihr
Gerätehandbuch gibt Ihnen hierüber Auskunft.
Wenn kein oder nur ein undeutliches Bild erscheint, kann es
daran liegen, dass die Bildschirmauflösung des Laptops nicht mit der Auflösung
des Beamers übereinstimmt (Angaben dazu finden Sie im Gerätehandbuch des
Beamers). Dann müssen Sie die Bildschirmauflösung in den Systemeinstellungen
des Laptops anpassen (Windows:
Systemsteuerung>Anzeige>Einstellungen>Bildschirmauflösung; Mac OS X:
Apfelmenü>Systemeinstellungen>Hardware: Monitore auswählen und dort die
gewünschte Einstellung auswählen). Es empfiehlt sich grundsätzlich, die Geräte
erst zu verbinden und dann den Rechner hochzufahren. Dabei wird in vielen
Fällen die Auflösung des Laptops automatisch an die des Beamers angepasst.
Was bei der Planung und Durchführung einer Präsentation mit
einem Beamer noch alles
zu beachten ist, und wie Pannen vermieden werden können, wird in der Handreichung Beamerpräsentation (PDF-Dokument) beschrieben.
Die Präsentationsprogramme verfügen über verschiedene Anwendungsfunktionen, die eine individuelle Gestaltung der Folien sowie der Art und Weise ermöglichen, wie Inhalte auf der Folie erscheinen sollen.
Etwas aufwändiger ist es, die Folien mit Audiofiles oder auch
Videoaufzeichnungen zur Erläuterung zu ergänzen, denn
Folienpräsentationen sind häufig nicht selbsterklärend. Mit
weiterführenden Erläuterungen können Sie die Folien qualitativ
anreichern.
Die Nutzung von Folien ist sinnvoll für die Unterstützung einer Präsenzveranstaltung, kommt aber auch für das Selbststudium, die Nachbereitung der Veranstaltung beziehungsweise die Prüfungsvorbereitung in Frage. Um Folien zur Nachbereitung zur Verfügung zu stellen, können diese webbasiert, z.B. über die Plattform SlideShare, oder über die hochschuleigene Lernplattform zur Verfügung gestellt werden. Bedenken Sie, wenn Sie diese in dem Format zur Verfügung stellen, in dem sie erstellt wurden, dass sie von jedem heruntergeladen und weiter bearbeitet werden können.
Für PowerPoint von Microsoft kann ein kostenloser Viewer
heruntergeladen werden, mit dem sich die Folien anzeigen lassen. Nähere
Informationen finden Sie im Produkt-Steckbrief.
Eine gute Lösung für die Veröffentlichung von Folien im
Internet kann die Überführung in ein PDF-Dokument darstellen. Wir
haben für Sie nähere Informationen
zur Erstellung von PDF-Dokumenten zusammengestellt.
Stolpersteine
Bei der Erstellung multimedialer Folien mit Hilfe einer
Präsentationssoftware sollten Sie nie die Absicht und das Ziel Ihrer
Präsentation aus den Augen verlieren. Dazu bemerkt Doc Searls kritisch: "It's not your presentation. It's
your version of a PowerPoint presentation, which is not about what you want to
say, but about how you say it".
Vorteile
- Aufwertung der Präsentation von Inhalten durch Einsatz
multimedialer Elemente
- Schnelles Ändern der Inhalte möglich
- Kombination aus Text und Bildern fördert
Erinnerungsvermögen
- Ein Vorteil von PowerPoint ist seine weite Verbreitung und die Möglichkeit, Präsentationen für die Mitnahme zu so verpacken,
dass sie selbst auf einem fremden Rechner abgespielt werden können, auf dem PowerPoint nicht installiert ist. Die meisten alternativen
Präsentationsprogramme bieten die Möglichkeit, eine Präsentation in einem zu PowerPoint kompatiblen Format abzuspeichern.
Nachteile
- Wenig Flexibilität im Umstellen des Aufbaus
während der Präsentation
- Hoher Aufwand zur Erstellung der digitalen
Präsentation
- Keine interaktive Darstellung von Prozessen
möglich
- Reibungsloses Zusammenspiel von Rechner und Beamer ist nie garantiert, sondern muss jedesmal neu getestet werden.
Werkzeuge
Weitere Informationen
- Die Rubrik
Didaktisches Design beinhaltet gestalterische Hinweise zu
statischen und dynamischen Visualisierungen.
Technische Informationen
zur Erstellung digitaler
Präsentationen finden Sie in der Rubrik Medientechnik.
- In einer von e-teaching.org wurde das Programm Prezi ausführlich vorgestellt.
- Mehr hilfreiche und kritische Anmerkungen sowie umgreifende
Informationen zum Thema PowerPoint finden Sie auf den Internetseiten des
Zentrums für Medien und Interaktivität der Uni Giessen:
http://www.zmi.uni-giessen.de/publikationen/publikationen-powerpoint.html
- Praktische Handreichungen zum Thema Beamerpräsentation finden Sie im
Artikel Beamerpräsentation im PDF-Format zum Herunterladen und
Ausdrucken. Sie können den Artikel entweder über einen rechten Mausklick auf
den Link speichern oder Sie öffnen das Dokument im Acrobat Reader und
speichern dann den Text auf Ihrer Festplatte ab.
- Hinweise zum Einstellen Ihrer Dokumente
in das
Internet finden Sie in der Rubrik Medientechnik im Bereich Distribution.
- Tipps zu Gestaltung und Einsatz von
Audio
und
Video
enthält die Rubrik Didaktisches Design.
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Letzte Änderung:
04.07.2012
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