Die Konferenz wurde von der „ Open Universiteit Nederland “ organisiert.
An der Vorbereitung waren zudem die EU-Initiativen SIGOSSEE und JOIN!
beteiligt. Die Open Universiteit entpuppte sich als hervorragender
Gastgeber. Ort und Rahmen der Veranstaltung waren stimmig und die Pausen
ließen genügend Zeit zum Plaudern und Fachsimpeln. Etwas unüblich war
dagegen die Bitte der Organisatoren, nicht zwischen den Sessions zu wechseln
und dort auch keinesfalls zu spät zu erscheinen. Wer dieser Anordnung Folge
leistete, konnte leicht interessante Vorträge verpassen. Denn auch
inhaltlich hatte die Tagung einiges zu bieten: Die Keynotes waren
interessant und gut aufeinander abgestimmt. Insbesondere der von Stephen
Downes geprägte Begriff „E-Learning 2.0.“ wurde in vielen Diskussionen
wieder aufgenommen.
Vom Schwerpunkt her hielt die Konferenz insbesondere das ein, was der
erste Teil des Titels versprach: Die Entwicklung, Dokumentation und
Distribution von Open Source stand im Mittelpunkt. Der Aspekt „Education“
kam dagegen oft zu kurz, insbesondere was die didaktische und
organisationale Einbettung anbelangte. Etwas undifferenziert mutete auch die
oft einseitig vorgetragene Verherrlichung des Open Source Gedankens an.
In der überraschend lebhaften Abschlussdiskussion wurde die Bedeutung
nutzerorientierter und partizipativer Entwicklungsmodelle für den Open
Source Bereich betont. Allerdings gab es auch hierzu kritische Stimmen von
Entwicklern, die sich nicht vorschreiben lassen wollten, was sie
programmieren. Nachträglich lässt sich Tagung auch virtuell besuchen: Die
Proceedings sind auf der Konferenzhomepage zum Download verfügbar.
www.openconference.net