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CommSy
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Langtitel
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Community System - eine webbasierte Kooperationsplattform für das Studium als Wissensprojekt
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Lehrfunktion
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- Informationsvermittlung
- Wissenserarbeitung
- Wissenstransfer
- Diskussion u. Austausch
- Motivation
- Feedback u. Lernerfolgskontrolle
- Sonstige
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Medieneinsatz
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- Hypertext
- Chat
- Newsgroup
- E-Mail
- Sonstige
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Lehrszenarien
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- Vorlesung
- Übung
- Tutorium
- Praktikum
- Projekt
- Seminar
- Betreuung
- Übergreifend / Sonstige
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Fachbereich
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Beschreibung
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"CommSy" ist eine webbasierte Kooperationsplattform zur Unterstützung von
Lerngemeinschaften und wird dazu verwendet, Informationen über
Arbeitsbereiche, Forschungsschwerpunkte oder das Lehrangebot
bereitzustellen. Über die jeweilige Startseite (Portal) gelangt man zu den
Gemeinschafts- und Projekträumen.
Gemeinschaftsräume dienen der Veröffentlichung und langfristigen Sicherung
von Arbeitsergebnissen und Lehr-/Lernmaterialien und damit der
Wissenstradierung in der Gemeinschaft, wobei die mediale Aufbereitung von
studienrelevanten Inhalten durch Lehrende und Lernende gleichermaßen
geschehen kann und soll.
Projekträume unterstützen die Kommunikation und Koordination in kleineren
Gruppen (typischerweise 10-30 Personen). Sie fördern Lernsituationen, in
denen Gruppenarbeit zum Tragen kommt.
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Internet-Adresse
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Verantwortliche Institution
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Universität Hamburg,
Department Informatik,
Zentrum Architektur und Gestaltung von IT-Systemen (AGIS)
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Ansprechpartner
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Prof. Dr. Horst Oberquelle
Universität HamburgFakultät Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften
(MIN-Fakultät)
Department Informatik / Zentrum Architektur und Gestaltung von IT-Systemen
(AGIS)
Vogt-Kölln-Str. 30
22527 Hamburg
E-Mail:
oberquelle@informatik.uni-hamburg.de
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Zielgruppe
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Lehrveranstaltungen und Projekte mit Studierenden, bei denen "CommSy "
eingesetzt wird, sind in allen Phasen des Studiums möglich.
Lehrende sind angesprochen, um Lerngemeinschaften durch Moderation von
Gruppenprozessen und Anleitung beim Aufbau
situierten
Wissens
durch Erschließung verfügbarer Informationsquellen zu betreuen
und in ihren Spezialgebieten Lehr- und Lernmaterialien zur Verfügung zu
stellen. Sie sind auch die Hauptadressaten des bestehenden Beratungs- und
Betreuungsangebots (http://service.commsy.de/).
Externe (z.B. aus der beruflichen Praxis, Verbänden etc.) können in
"CommSy"-Projekte eingebunden werden. So wurde beispielsweise im
Informatikstudium an der RWTH Aachen in der Veranstaltung "Entrepreneurship
and New Media" die Plattform "CommSy" verwendet, um Arbeitsgruppen bei
Praxisaufgaben in Start-Up-Unternehmen und eine begleitende Vorlesungsreihe
unter Einbeziehung von externen Dozenten zu unterstützen.
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Ziele und Inhalte
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Das offene didaktische Konzept und die einfache Benutzbarkeit ermöglichen
den Einsatz in jedem Fach. Die Mehrheit der derzeitigen Nutzer/innen stammt
nicht aus informatiknahen Fächern, sondern aus den Sprach- und
Literaturwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Psychologie, Bildende
Kunst und Philosophie. Außerdem wird "CommSy" im Schulunterricht, in der
Lehrerfortbildung und von mehreren extracurricularen Lern- und
Studiengemeinschaften genutzt.
"CommSy" ist nicht lediglich als Archiv vorgefertigter und multimedial
aufbereiteter Inhalte gedacht, sondern eröffnet Studierenden und Lehrenden
neue Möglichkeiten der gemeinschaftlichen Erarbeitung und Tradierung von
Inhalten und Diskursen, die für sie relevant sind. Studierende und auch
Lehrende bekommen einen Überblick über frühere, derzeitige und
möglicherweise auch zukünftige Veranstaltungen und extracurriculare
Aktivitäten.
Das Beratungs- und Betreuungsangebot zur "CommSy"-Nutzung zielt auf die
mediendidaktische Qualifikation von Lernenden und Lehrenden im Umgang mit
webbasierten Kooperationsplattformen.
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Didaktisches Konzept
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Die "Philosophie" von "CommSy2 beruht auf dem Konzept des
Wissensprojektes, worunter (im Sinne konstruktivistischer und humanistischer
Theorien des Lernens) der gemeinschaftliche Erwerb von Wissen verstanden
wird, bei dem die beteiligten Akteure über institutionelle und disziplinäre
Grenzen hinweg interagieren und ihre unterschiedlichen Erfahrungshorizonte
einbringen können. Menschen können voneinander lernen, indem sie ihr Wissen
austauschen, verknüpfen und damit gemeinsam aufbauen.
- Zum einen können einzelne Lehrveranstaltungen als Wissensprojekte
organisiert werden: Studierende arbeiten selbstorganisiert in Kleingruppen
für ein Semester an einem selbstgewählten Thema. Hier kommen Konzepte des
Projektunterrichts zum Tragen. In einem Projekt steht die kooperative
Verwirklichung von konkreten, praktischen Aufgaben im Vordergrund, die sich
die Lernenden selbst gestellt haben. Dazu müssen die Lernenden den Prozess
selbst planen und selbst verantworten. Sie stellen sich ihre Arbeiten
gegenseitig zur Verfügung. Die Lehrenden übernehmen eine unterstützende und
beratende Rolle als begleitende Experten und "facilitators". Es treten als
sowohl Lehrende als auch als Autorinnen und Autoren von Lerninhalten
auf.
- Zum anderen können über die gesamte Laufzeit eines Studiums hinweg
thematische Zusammenhänge und Querbezüge im Studium und der kontextbetonte
Charakter des Wissenserwerbs betont werden – gewissermaßen der "rote
Faden“"dessen, was studiert wird. Dazu gehört eine Sicherung und
Veröffentlichung der Arbeitsergebnisse aus abgeschlossenen
Lehrveranstaltungen.
Für die "CommSy"-
Software
gelten folgende Gestaltungsprinzipien:
1. Einfache Benutzbarkeit: Die angebotenen Funktionalitäten sind direkt
aus der Projektarbeit motiviert, auf mehr wurde bewusst verzichtet. Ein
einfaches Layout, der weitgehende Verzicht auf grafische Elemente und ein
durchgängig gleichbleibender Aufbau erleichtern die Orientierung im
System.
2. Unterstützung von Eigeninitiative und Verantwortlichkeit in der Gruppe:
Eigeninitiative wird durch freie und uneingeschränkte Benutzung gefördert.
"CommSy" erlaubt einen freien Aufbau von Teamstrukturen und legt bewusst
keine bestimmte Rollenverteilung fest, schließt niemand aus. Auf eine
komplexe Rechteverwaltung wurde verzichtet. Anonyme Beiträge sind nicht
möglich.
3. "CommSy" ist nicht als alleiniges Kommunikationsmedium gedacht. Die
gruppenorientierte Diskussion in einem CommSy-Projektraum soll persönliche
Gespräche und
E-Mails
nicht ersetzen.
Die Vorteile derartiger Projekte sind: größerer Praxisbezug, höheres
Engagement der Studierenden, Nachhaltigkeit ihrer Arbeitsergebnisse,
Verbesserung der Sozial- und
Medienkompetenz, transparentere Studienorganisation, mehr Querbezüge
zwischen den Inhalten des Studiums.
Abb.: Einstiegsseite in den Projektraum von CommSy
Hinweise zur Gestaltung computergestützter
Informationsvermittlung sowie Kommunikation finden Sie im "Didaktischen
Design" unter "
Mediengestaltung
".
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Curriculare Verankerung
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"CommSy" wird im Rahmen von Lehrveranstaltungen unterschiedlicher
Fachrichtungen im Regelbetrieb eingesetzt.
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Ergebnisse
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In einer Reihe von Projekten, die mit "CommSy" arbeiten, wurden das
System und das Konzept gründlich evaluiert und weiter entwickelt (siehe
beispielsweise im Rahmen des Projektes "Wisspro"
http://www.wisspro.de/vorgehen/commsy-evaluation.html).
Im Rahmen des Projekts
AGORA
(e-Plattform für die
Hamburger Geisteswissenschaften) wurde das Hamburger Community-System
"CommSy" weiterentwickelt, um geisteswissenschaftlichen Blended-Learning-
und E-Science-Szenarien gerecht zu werden.
Publikationen über "CommSy", Evaluierungsergebnisse und Berichte über die
Nutzung sind zu finden bei
http://developer.commsy.de/publikationen.php.
Um die Softwareplattform nachhaltig in der universitären Alltagspraxis zu
verankern, erfolgt eine abgestimmte Technikentwicklung und
Organisationsentwicklung. In kurzen Entwicklungszyklen entstehen
prototypische Systemversionen, die umgehend in ihre vorgesehenen
Verwendungszusammenhänge eingebracht und dort evaluiert werden, um zeitnah
Erfahrungen zu sammeln und umsetzen zu können. Didaktische, technische und
organisatorische Entwicklungen werden dabei miteinander verknüpft.
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Zeitraum
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Die "CommSy"-Entwicklung ist 1999 aus einer Initiative von Studierenden
und Mitarbeiter/innen des Fachbereichs Informatik der Universität Hamburg
entstanden. Im April 2003 wurde die "CommSy"-Entwicklung in ein
Open-Source
-Projekt auf der Entwicklungsplattform SourceForge.net
überführt. Dadurch ist die Weiterentwicklung aus unterschiedlichen
Nutzungskontexten heraus möglich. Im November 2003 wurde "CommSy" in die
Softwarebörse Campus-Source aufgenommen. Im Oktober 2005 ist die Version
"CommSy 4" mit verschiedenen Neuerungen veröffentlicht worden.
Zurzeit wird an der Migration des Systems von
PHP
zu
Java
gearbeitet, um "CommSy" softwaretechnisch noch sicherer und
stabiler zu gestalten.
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Förderung
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2001-2004 wurde "CommSy" im Rahmen des Projekt "
WissPro
" im Rahmenprogramm "
Neue Medien in der Bildung
" des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert (Fördersumme
insgesamt ca. € 1,5 Mio). Ca. 1/3 der WissPro-Ressourcen wurden in "CommSy"
investiert.
Die "CommSy"-Bereitstellung wurde im Rahmen des Hamburger
E-Learning
-Förderprogramms
ELCH
im Projekt „CommSy goes
Hamburg“ 2004 mit ca. € 65.000,- und wird im Projekt "Nachhaltige
Etablierung von CommSy" in 2005-2007 mit ca. € 95.000,- gefördert.
Die Weiterentwicklung von CommSy ist auch ein Teil des Projekts "
VIRKON
", das vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung im Programm "Innovative Arbeitsgestaltung –
Zukunft der Arbeit" gefördert wird (Fördersumme € 450.000,- für den Zeitraum
2004 bis Juni 2006). Ca. 1/10 der Projektressourcen werden in "VIRKON" in
"CommSy" investiert.
Näheres siehe
http://developer.commsy.de/forschung.php.
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Kosten
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"CommSy" ist als OpenSource-Software unter der GPL (GNU General Public
License) kostenlos verfügbar.
Zusammen mit der Software wird (kostenpflichtig) die Installation und
Administration als Dienstleistung angeboten, so dass Lehrende und
Studierende diesen Aufwand nicht erbringen müssen (http://service.commsy.de). Kostenpflichtig angeboten
werden auch Beratung und Schulung zur Einbettung in die Projektarbeit,
Moderation, Benutzungsbetreuung sowie spezielle Weiterentwicklungen der
Software entsprechend den örtlichen Anforderungen.
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Rahmenbedingungen
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Allen Teilnehmenden muss ein Internetzugang zur Verfügung stehen. Hierbei
existieren keine Einschränkungen hinsichtlich der Bandbreite, des
Betriebssystems
oder des
Browsers.
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Beteiligungen und Kooperationen
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Lehrende verschiedener Hochschulen und Fachbereiche sind als aktive
"CommSy"-Nutzer und Nutzerinnen ständig beteiligt.
Ursprüngliche Projektpartner (bis 2003) waren Einrichtungen der
Universitäten Hamburg, Lübeck, Tübingen, Musikhochschule Lübeck,
Internationales Institut für Sozio-Informatik e.V. Bonn. Die
Weiterentwicklung wird jetzt durch das
Hamburger Informatik Technologie-Center e.V.
(HITeC)
unterstützt und koordiniert.
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Technik
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Zugang
Eine "Guided Tour", die den Aufbau zeigt, wird unter
http://service.commsy.de/guided_tour.php
angeboten. Der
"CommSy"-
Server
bei HITeC e.V. (http://service.commsy.de/portals.php)
bietet verschiedene "CommSy"-Portale an. Auf diesen Portalen können viele
Gemeinschaftsräume von Gästen betreten werden, wobei nur ausgewählte Inhalte
zugänglich sind und keine eigenen Beiträge hinterlassen werden können. Um
einen Projektraum zu betreten, ist eine vorherige Registrierung beim
jeweiligen Veranstalter erforderlich. Ein registriertes Mitglied eines
Portals kann frei Räume einrichten.
Nutzung
Es können für das Studium geeignete Materialien in den verschiedensten
Formaten eingestellt und weiterverwendet werden.
Benötigte Software
Für die Benutzung von "CommSy" werden lediglich ein Internetzugang und
ein aktueller
Browser
benötigt. Um das System "CommSy" als Betreiber zu installieren
(wenn dies nicht als externe Dienstleistung in Anspruch genommen wird),
werden geeignete
Hardware
mit Linux, Solaris oder Mac OS X, ein
Webserver
(Apache, IIS NES/iPlanet, Microsoft IIS),
PHP
und eine MySQL-
Datenbank
benötigt.
Entwicklung
"CommSy" basiert auf frei verfügbarer Basistechnologie: MySQL Datenbank,
Apache Webserver, PHP 4 als
Skript
-Sprache. Als
Editor
wurden Phase5 und aktuell Eclipse verwendet.
Weitere technische Informationen zu "CommSy" finden Sie im
Produktsteckbrief.
Weitere Kooperationsplattformen finden Sie in der Rubrik "Medientechnik"
unter
Produkte
-
Produktkategorie "Kooperation".
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