VHBW-Workshop 2010

Am 29. September 2010 fand unter dem Motto "E-Lear­ning Schnittstellen" an der Universität Tübingen der VHBW-Workshop 2010 statt. Das vollständige Veranstaltungsprogramm sowie die Videos und Folienpräsentationen der einzelnen Beiträge finden Sie unterhalb des Tagungsberichts ganz unten auf dieser Seite.
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Wer sagt, dass man E-Learning nicht in historischem Ambiente diskutieren kann? Der Tatsache, dass der Bereich E-Learning in Tübingen in der Bibliothek angesiedelt ist, war es zu verdanken, dass der Workshop im inspirierenden Ambiente des Historischen Lesesaals der Universität stattfinden konnte. Entsprechend startete der Workshop mit einem Grußwort der Bibliotheksdirektorin Dr. Marianne Dörr, gefolgt von Prof. Dr. Herbert Müther (Prorektor für Forschung). MinRat Walter Kaag (MWK Baden-Württemberg) – der sich den ganzen Tag Zeit genommen hatte – betonte in seiner Begrüßungsrede, dass nichts die Zusammenarbeit besser fördere als gemeinsame Projekte. Das wurde auch in den Vorträgen der Vertreter verschiedener Ein­richtungen der Universität Tübingen deutlich, die alle mit dem aktuellen Projekt ELP – dem E-Learning-Portal der Uni Tübingen – verknüpft sind. In vier Initialvorträgen konnten die ca. 50 Besucher/-innen einen Einblick in die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder rund um E-Learning an der Gastgeberhochschule gewinnen.

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Bildergalerie: VHBW-Workshop

Festes Standbein im Bereich E-Learning an der Universität Tübin­gen ist be­reits seit zehn Jahren timms, ein Dienst rund um Vorlesungsaufzeichnungen. timms wird vom Rechenzen­trum be­treut und stellt inzwischen über 3300 Aufzeichnungen zur Verfügung. Pro Jahr kommt die Uni Tübingen auf 1,3 Millionen Abspielungen, berichtete Dr. Heinrich Abele (Leiter des Arbeitsbereiches Netze und Netzdienste). Die enge Anbindung an die Bibliothek hat laut Peter Rempis (Leiter Elektronische Dienstleistungen) u.a. dazu geführt, dass ein neuer und vielversprechender Weg im Umgang mit digitalen Lernmaterialen erprobt wird. An der Universität Tübingen besteht die Möglichkeit, diese in den Bibliotheks- und Verbundkatalog aufzunehmen. So kann zum einen die dauerhafte Zugänglichkeit und leichte Auffindbarkeit gewährleistet werden. Zum anderen erfolgt bei der Aufnahme in den Katalog auch eine überprüfung in Bezug auf urheberrechtliche Fragen. Im Rahmen des aktuellen ELP-Projekts wurden zudem zwei Mitarbeiterinnen für den Bereich Didaktik eingestellt. Dank dieser Strukturen kann nun das Thema konsequenter verfolgt werden, so Dr. Andrea Fausel. Enge Zusammenarbeit besteht mit dem Didaktischen Zentrum der Hochschule, da wichtige Themen nur gemeinsam sinnvoll angegangen werden können. Holger Schmid (Zentrum für Datenverarbeitung) stellte zum Abschluss die Technik rund um den Bereich E-Learning vor. Er erläuterte, wie das Identitätsmanagement an der Hochschule realisiert wird und wies auf Schwierigkeiten hin, die durch ungeklärte Rollen, z.B. bei Doktoranden, entstehen. Außerdem ist die Universität beteiligt an dem von der Universität Stuttgart betreuten Projekt CampusConnect, in dem es um die Verknüpfung von Lern­platt­formen zur hochschulübergreifenden Abwicklung von Studiengängen geht.

Zweiter Schwerpunkt am Vormittag waren Neuerungen rund um das Portal virtuelle-hoch­schule.de. Simone Haug wies auf die neue Inhaltskategorie Aus der Praxis hin, in der man nun als neue Inhaltsformate Erfahrungsberichte und Statements zu E-Lear­ning findet. Der Techniker des Portals, Markus Schmidt, erläuterte die Entwicklungen im Rahmen eines Projekts zum Thema XML-Austauschformate. Ziel ist der automatische Austausch von Inhalten zwischen den Portalen e-tea­ching.org bzw. virtuelle-hoch­schu­le.de und Hochschulportalen. Vor dem Hintergrund erster Erfahrungen in einem Entwick­lungs- und For­schungsprojekt mit einigen Hochschulen in Nordrhein-Westfa­len wer­den zurzeit Möglichkeiten entwickelt, um den automatischen Austausch von Da­ten noch zu vereinfachen. Insbesondere wird ein Ajax-Feedreader entwickelt, um E-Lear­ning-Projekte, Veranstaltungen oder Ansprechpartner mithilfe eines Codeschnipsels in die Webseiten der Hochschulen einzubinden. Der Vorteil für die Hoch­schulen: Ohne weiteren Implementierungsaufwand wird die Anzeige ausgetauschter Inhalte möglich.

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Video: Zusammenfassung der Veranstaltung

Nach der Mittagspause wurden auf ganz praktische Weise Schnittstellen gebildet: Im Rahmen eines Weltcafés tauschte man sich zu Schnittstellen in Fachbereichen, Technik, Didaktik, Bibliothek, E-Assessment und ganz konkret der VHBW aus. Alle Teilnehmenden besuchten drei der sechs Thementische – es wurde so lebhaft diskutiert, dass die jeweils zwanzig Minuten bis zum Wechsel zum nächsten Thema kaum ausreichten, um alle wichtigen Punkte auf den Tisch bzw. das Plakat zu bringen. Als Resümee kann gesagt werden, dass viele Erfahrungen an den Hochschulen übereinstimmen. Der Austausch führte aber auch dazu, dass der eine oder andere kreative Ansatz einer Hochschule zum Vorschein kam und von den Teilnehmern gerne als Inspiration mit auf den Weg genommen wurde. Die Bedeutung von Transparenz und landesweiter Vernetzung hob auch Dr. Anne Thillosen in ihrem Schlusswort hervor – nur so können sich die Hochschulakteure gegenseitig unterstützen. Um diesen Austausch weiter zu fördern, wurde nach dem Workshop eine neue Mailingliste ins Leben gerufen: Alle E-Learning-Akteure in Baden-Württemberg sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen!

Workshop-Programm

10:00-10:30 Anmeldung & Registrierung

10:30-11:00 Begrüßung
Dr. Marianne Dörr (Bibliotheksdirektorin)
MinRat Walter Kaag (MWK Baden-Württemberg)
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Prof. Dr. Herbert Müther (Prorektor für Forschung, Uni Tübingen)
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Dr. Anne Thillosen (e-teaching.org / IWM)
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Präsentation (pdf)
11:00-12:30 E-Learning Schnittstellen an der Uni Tübingen

E-Learning: Produktionsunterstützung, Veröffentlichung und Nachweis
Dr. Heinrich Abele (Stellv. Leiter des Zentrums für Datenverarbeitung der Universität Tübingen)
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Präsentation (pdf)
und Peter Rempis (Leiter Elektronische Dienstleistungen, Universitätsbibliothek Tübingen)
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Präsentation (pdf)

E-Learning und Hochschuldidaktik: eine Partnerschaft auf neuen Wegen
Dr. Andrea Fausel (E-Learning-Portal der Universität Tübingen, Beratung und Didaktik)
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Präsentation (pdf)

E-Learning und Hochschule: Identitäten und Plattformintegration
Holger Schmid (Zentrum für Datenverarbeitung der Universität Tübingen)
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Präsentation (pdf)
12:30-13:00 Neues auf Virtuelle-Hochschule.de

Inhalte & Schnittstellen
Präsentation (pdf)
Simone Haug
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Markus Schmidt (e-teaching.org / IWM)
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13:00-14:00 Mittagspause
14:00-15:30 Weltcafé: E-Learning-Schnittstellen managen

Thementische:
1: E-Learning und Didaktik
Arbeitsblätter
2: Techniken zum automatisierten Inhaltsaustausch
Arbeitsblatt
3: E-Learning in den Fachbereichen
Arbeitsblatt
4: E-Learning und Bibliotheken
Arbeitsblatt
5: Schnittstelle VHBW
Arbeitsblatt
6: E-Assessment
Arbeitsblatt
15:30-16:00 Auswertung der Arbeit an den Thementischen
Moderation: Dr. Andrea Fausel (E-Learning-Portal der Universität Tübingen, Beratung und Didaktik)

Schlusswort
Dr. Anne Thillosen (e-teaching.org / IWM)
Ende gegen 16:00
Letzte Änderung: 30.04.2015
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Weitere Inhalte zum Thema

Aufzeichnungen

Hier finden Sie die Aufzeichnungen der Veranstaltung. Es existieren sowohl Aufzeichnungen der einzelnen Redebeiträge, wie auch ein Zusammenschnitt der gesamten Veranstaltung.

Arbeitsblätter

Hier finden Sie die Arbeitsblätter der Thementische. Alle Teilnehmenden besuchten drei der sechs Thementische – es wurde so lebhaft diskutiert, dass die jeweils zwanzig Minuten bis zum Wechsel zum nächsten Thema kaum ausreichten, um alle wichtigen Punkte auf den Tisch bzw. das Plakat zu bringen. Als Resümee kann gesagt werden, dass viele Erfahrungen an den Hochschulen übereinstimmen. Der Austausch führte aber auch dazu, dass der ein oder andre kreative Ansatz einer Hochschule zum Vorschein kam und von den Teilnehmern gerne als Inspiration mit auf den Weg genommen wurde.