Baden-Württemberg: Peer-to-Peer-Beratung zu Strategien für Hochschulbildung im digitalen Zeitalter ausgeschrieben

26.09.2018: Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg schreibt in Kooperation mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft eine landesspezifische Peer-to-Peer-Beratung für insgesamt vier Hochschulen in Baden-Württemberg aus. Bis 15. November 2018 können Interessensbekundungen eingereicht werden.

Der digitale Wandel eröffnet Hochschulen neue Potenziale zur Weiterentwicklung ihrer Profile, Strukturen und Angebote und dabei ganz besonders auch des hochschulischen Lehrens und Lernens. Hochschulen brauchen daher übergeordnete Strategien für das digitale Zeitalter, um zeitgemäße Lehr- und Lernangebote sowie bedarfsgerechte Studienstrukturen, Curricula und Unterstützungsangebote an den Zielen der Hochschulentwicklung, den Zielgruppen der Hochschule und ihren Kooperationsstrategien auszurichten. Einen einheitlichen Weg, dem digitalen Wandel zu begegnen, kann es aufgrund der Heterogenität der deutschen Hochschulen und der Vielfalt digital gestützter Lehr- und Lernszenarien dabei kaum geben.

Peer-to-Peer-Beratung

Diese Herausforderung wird mit dem neuen Programm „StraDi-BW - Strategien für Hochschulbildung im digitalen Zeitalter“ in Baden-Württemberg aufgegriffen. Dabei wird das Konzept der seit 2017 durchgeführten deutschlandweiten Peer-to-Peer-Beratung des Hochschulforums Digitalisierung unter Berücksichtigung landesspezifischer Rahmenbedingungen auf das Hochschulsystem in Baden-Württemberg transferiert. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) unterstützt dabei in Kooperation mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vier Hochschulen in Baden-Württemberg mit einer Strategieberatung.

Ausschreibung

Alle staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Baden-Württemberg können eine Interessenbekundung zur Teilnahme an der Peer-to-Peer-Beratung einreichen. Auch Hochschulen, die bereits in einer Ausschreibungsrunde des bundesweiten Peer-to-Peer-Verfahrens eine Interessenbekundung eingereicht haben und nicht ausgewählt wurden, können sich erneut bewerben.

Wesentliche Kriterien bei der Auswahl sind:
Die Hochschule

  • benennt konkrete Herausforderungen im Kontext der Digitalisierung von Hochschulbildung, die im Rahmen des Peer-to-Peer-Verfahrens aufgegriffen werden sollen,
  • stellt überzeugend dar, dass und wie die Ergebnisse des Prozesses nachhaltig in die hochschulinterne Weiterentwicklung institutioneller Strategien einfließen,
  • formuliert klare Ziele für die (ggf. bereichsspezifische) Weiterentwicklung der Lehre mit digitalen Medien entsprechend der strategischen Ausrichtung und Profilbildung der Hochschule,
  • kann Vorüberlegungen oder Vorarbeiten zu digital gestütztem Lehren und Lernen vorweisen und ggf. bestehende Aktivitäten sowohl bereichsspezifisch als auch hochschulweit darstellen,
  • stellt die Rolle der Hochschulleitung sowie auch anderer relevanter Akteure in der Durchführung des Beratungsprozesses sowie der anschließenden (Wei-ter-)Entwicklung der Hochschulstrategien klar und überzeugend dar.


Interessensbekundungen können bis 15. November 2018 über das Online-Bewerbungs-Tool eingereicht werden. Ausführliche Informationen zum Peer-to-Peer-Beratungsangebot sowie zum Ausschreibungsverfahren finden sich auf der Homepage des Hochschulforum Digitalisierung sowie in den Ausschreibungen des MWK.

Für die 3. Runde der deutschlandweiten Ausschreibung der Peer-to-Peer-Beratung des Hochschulforum Digitalisierung sind ab Januar 2019 Bewerbungen möglich.

Gepostet von: mkehrer
Kategorie: Ausschreibung News aus den Hochschulen

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