JIM-Studie 2007 zur Mediennutzung von Jugendlichen

20.12.2007:

Seit 1998 wird mit der JIM-Studie im jährlichen Turnus eine Basisstudie zum Umgang von 12- bis 19-Jährigen mit Medien und Information durchgeführt. 1.204 Jugendliche wurden in der Zeit vom 5. Juni bis 4. Juli 2007 telefonisch befragt. Den größten Anteil machen Schüler des Gymnasiums aus (43%) und somit potentielle Studienanfänger.

Die Studie liefert Informationen zur Geräteausstattung, zu Freizeit- und Medienbeschäftigungen sowie zu Fragen der Medienbindung und Medienkonvergenz. Auch die unter dem Schlagwort „Web 2.0“ diskutierten Aspekte der Internetnutzung wie das Einstellen von Fotos und Videos, Austausch in Newsgroups oder die Bereitstellung eigener Inhalte („user generated content“) werden in der vorliegenden JIM-Studie differenziert dargestellt.

Ein Haushalt mit Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren zeichnet sich durch einebeachtliche Medienausstattung aus. Viele Geräte sind in den Haushalten mehrmals vorhanden. So stehen durchschnittlich 3,8 Mobiltelefone zur Verfügung, des Weiteren sind im Schnitt 2,6 Fernseher, 2,2 Computer, zwei MP3-Player und 1,5 Digitalkameras, 1,5 Internetanschlüsse sowie 1,1 Spielkonsolen vorhanden. Über zwei Dritteln der Jugendlichen (je 67 %) besitzen einen eigenen Computer oder ein Fernsehgerät. Als wichtigstes Medium wird von jedem vierten Jugendlichen der Computer und von jedem fünften das Internet genannt. Über drei Viertel der Jugendlichen (77 %) wählen sich regelmäßig ins Internet ein.

Hinsichtlich der Offline-Tätigkeiten wird die spielorientierte Computernutzung der Jugendlichen mittlerweile durch eine eher lernzentrierte Zuwendung abgelöst. 53 Prozentder 12- bis 19-Jährigen arbeiten täglich bzw. mehrmals pro Woche am Computer für die Schule, Computerspiele kommen auf den zweiten Platz. Fast 70 Prozent sind der festen Überzeugung (stimme voll und ganz zu), dass sich der Umgang mit dem Computer positiv auf die Schule auswirkt und zahlreiche Anregungen für interessante Tätigkeiten bietet. Bei der Frage nach der Lieblingsseite im Internet geben 21 Prozent die Angebote von Suchmaschinen oder Provider an, allen voran „Google“ (12 %). Aber auch so genannte Social-Web-Angebote oder Seiten, auf denen man selbst Inhalte einstellen kann, z.B. „YouTube“, „schülerVZ“ oder „Wikipedia“. Ein Bedarf zur Entwicklung von Medienkompetenz bei Jugendlichen zeigt deren Ansicht über das Internet: Jeder vierte Jugendliche denkt, dass die Inhalte im Internet von jemandem geprüft würden.

Die JIM-Studien stehen alle im pdf-Format zum Download zur Verfügung: http://www.mpfs.de/index.php?id=11

Gepostet von: mschmidt
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