Social Video Learning in der Doktorandenausbildung

24.02.2014: Bis zum Sommer 2014 erproben drei Hochschulen Projekte zur Förderung von „Verständlichkeit“ und „Nachvollziehbarkeit“

Die Zeppelin Universität in Friedrichshafen, die Georg-August-Universität Göttingen und die Fachhochschule Köln starten fast zeitgleich mit zwei spannenden Projekten, die sich beide um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses drehen: Am 26. Februar fällt der Startschuss für das Kooperationsprojekt „Verständlich und professionell vortragen – Videographie-Feedback für Promovierende (ViFePro)“ der FH Köln und Univ. Göttingen (Projektleitung Angelika Thielsch und Timo van Treeck). In Friedrichshafen liegt die Verantwortung bei Gabi Reinmann, die mit einem derzeit bereits laufenden Blended Workshop für Vermittlungsszenarien in Lehre, Forschung und gesellschaftlicher Praxis einen eigenen Akzent setzt, der u.a. Potentiale und Hindernisse in der Kommunikation zwischen Experten, Laien und Novizen aufgreift.

Beide Projekte richten sich an die Promovierenden der beteiligten Hochschulen, und in beiden Projekten möchten die HochschuldidaktikerInnen die Promovierenden dabei unterstützen, die eigenen Kompetenzen in den Bereichen „Verständlichkeit“ und „Nachvollziehbarkeit“ weiter zu entwickeln. Denn im Zentrum der Ausbildung der ca. 25.000 DoktorandInnen, die jährlich die deutschen Hochschulen verlassen, steht in erster Linie die Entwicklung ihrer Forschungskompetenzen. Doch ForscherInnen müssen ihr Wissen auch verständlich kommunizieren können: Gegenüber der eigenen Fach-Community, im Rahmen von Lehrveranstaltungen gegenüber ihren Studierenden, gegenüber VertreterInnen anderer Disziplinen in transdisziplinären Projekten und schließlich auch gegenüber einer interessierten Öffentlichkeit, z.B. im Rahmen von Bürgerdialogen.

In beiden Vorhaben kommt der neue edubreak®CAMPUS, der "Ghostthinker“ zum Einsatz: Mit dieser Lern- und Videoplattform mit Schwerpunkt „Social Video Learning“ bzw. situationsgenaue Videokommentierung lassen sich individuelle und kollaborative Reflexionsprozesse anstiften und unterstützen. Entwickelt wurde sie von dem edu-start-up edubreak, mit dem inzwischen bereits verschiedene Hochschulen zusammenarbeiten, z.B. die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Universität Augsburg oder die Pädagogische Hochschule Salzburg. Bis zum Sommer 2014 werden nun die Erfahrungen aus dem Doktoranden-Coaching mit Videokommentierung gesammelt, um auf dieser Grundlage ein spezielles Angebot für die wissenschaftliche Weiterbildung, aber auch für die Weiterbildung in Unternehmen etc. zu entwickeln..

Kontakt & AnsprechpartnerInnen

  • Timo van Treeck: Wiss. Mitarbeiter am Zentrum für Kompetenzentwicklung für Diversity Management in Studium und Lehre an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, Kompetenzteam Hochschuldidaktik Fachhochschule Köln. E-mail: timo.treeck@fh-koeln.de
  • Angelika Thielsch: Mitarbeiterin der Hochschuldidaktik, Georg-August-Universität Göttingen. E-mail: angelika.thielsch@zvw.uni-goettingen.de
  • Gabi Reinmann: Professorin, Lehrstuhl für Hochschuldidaktik (Center of Higher Education Design Research), Zeppelin Universität, Friedrichshafen. E-Mail: gabi.reinmann@zu.de
  • Frank Vohle: Geschäftsführer, Ghostthinker GmbH, Wolfratshausen (Anbieter des edubreak®CAMPUS und seiner Didaktik). E-Mail: frank.vohle@ghostthinker.de


Quellen: fh-koeln.de, uni-goettingen.de, zu.de

Gepostet von: mschmidt
Kategorie:

Kommentare (0)