Nationaler Bildungsbericht 2026 erschienen

17.06.2026 | Kurzmeldung

Diese Woche ist der nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“ erschienen. Der Bericht bietet eine aktuelle Bestandsaufnahme zentraler Entwicklungen und Herausforderungen im deutschen Bildungssystem – darunter auch im Bereich Hochschule. Am 22. Juni findet eine Online-Veranstaltung statt, in der die Ergebnisse gemeinsam mit den Autorinnen und Autoren des Berichts diskutiert werden können. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der nationale Bildungsbericht wird alle zwei Jahre von einer unabhängigen Autor/innengruppe im Auftrag von Bund und Ländern erstellt und vom Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) koordiniert. Die aktuelle Ausgabe „Bildung in Deutschland 2026“ ist nun erschienen und zeigt auf, vor welchen zentralen Entwicklungen und Herausforderungen das deutsche Bildungssystem – darunter auch das Hochschulsystem – steht.

Hochschulen im Umbruch

Das deutsche Hochschulsystem befindet sich weiterhin in einem tiefgreifenden Wandel. Das zeigt das Hochschulkapitel des aktuellen Bildungsberichts, das vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) verfasst wurde. Nicht nur die Nachfrage nach einem Studium in Deutschland ist in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen, auch das deutsche Hochschulsystem ist deutlich vielfältiger geworden, wobei alternative Studienformate wie Fern-, Teilzeit- und duale Studienangebote zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Ein Schwerpunkt des diesjährigen Bildungsberichts liegt auf sozialer Ungleichheit im Bildungssystem. Trotz der starken Expansion der Hochschulbildung bleibt der Zugang zum Studium in Deutschland weiterhin eng mit der sozialen Herkunft verbunden. Besonders niedrig ist die Studierwahrscheinlichkeit bei Kindern von Eltern ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Der Bericht zeigt zugleich, dass diese Unterschiede heute weniger auf Leistungsunterschieden beruhen als auf unterschiedlichen Bildungsentscheidungen und Informationsständen. Wissenschaftliche Interventionsstudien aus Berlin und Nordrhein-Westfalen belegen, dass bereits niedrigschwellige Informations- und Beratungsangebote die Studierwahrscheinlichkeit deutlich erhöhen können.

Weitere Informationen zum Hochschulkapitel des nationalen Bildungsberichts gibt es in der Pressemitteilung des DZHW.

Online-Veranstaltung am 22. Juni 2026

Am 22. Juni 2026 von 11:00 bis 12:30 Uhr können die Ergebnisse gemeinsam mit den Autorinnen und Autoren des Berichts diskutiert werden. Die Online-Veranstaltung wird durch einen Vortrag von Prof. Dr. Kai Maaz zu den aktuellen Trends, Problemlagen und Herausforderungen im Bildungswesen eröffnet und bietet anschließend Gelegenheit für Rückfragen und Austausch mit den Mitgliedern der Autor/innengruppe.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Über den nationalen Bildungsbericht

Der nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland“ wird von einer unabhängigen Autor/innengruppe im Auftrag von Bund und Ländern erstellt und vom DIPF koordiniert. Er erscheint seit 2006 alle zwei Jahre und untersucht die Entwicklung des deutschen Bildungssystems über alle Bildungsbereiche hinweg.

Beteiligt sind das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE), das Deutsche Jugendinstitut (DJI), das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) sowie die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Der komplette Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“ (PDF) sowie die Kompaktfassung mit den zentralen Befunden (PDF) stehen auf der Webseite Website des Bildungsberichts zur Verfügung.

Gepostet von: njohn
Kategorie: Kurzmeldung