Call for Papers zur 14. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung

Für die 14. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung (Gfhf) werden Beiträge zum Thema „Transformation der Gesellschaft – Transformation der Wissenschaft – Wissensproduktion und Wissenschaftskommunikation in einer sich verändernden Arbeits- und Lebenswelt“ erbeten. Fünf thematische Tracks stehen zur Auswahl. Einreichungen sind bis zum 19. Oktober 2018 möglich.

Die 14. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung 2019 (Gfhf) findet vom 20.-22. März 2019 an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg statt. Titel der Tagung: Transformation der Gesellschaft – Transformation der Wissenschaft – Wissensproduktion und Wissenschaftskommunikation in einer sich verändernden Arbeits- und Lebenswelt.

Die Jahrestagung beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Transformationsprozessen und den Entwicklungslinien des Wissenschaftssystems: So ist die Digitalisierung ebenso Ergebnis von, wie Motor für technologische und soziale Innovationen. Die GfHf-Tagung in Magdeburg will den Stand der Diskussion zum Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft beleuchten. Diese beschäftigt sich mit der Frage, wie das Wissenschaftssystem mit veränderlichen gesellschaftlichen Bedingungen für die Wissensproduktion und mit neuen Anforderungen an die eigenen Praktiken umgehen kann.

Beitragseinreichungen sind in fünf thematischen Tracks möglich:

Track  1: Transformationen  in  der  Forschung

Wie entwickelt  sich das Verhältnis zwischen der Gesellschaft und dem Wissenschaftssystem? Was kann/muss das Wissenschaftssystem tun, um die gesellschaftliche Akzeptanz wissenschaftlicher Verfahrensweisen zur Herstellung gültigen Wissens zu sichern? Welche Voraussetzungen erfordert die Übersetzung wissenschaftlicher Ergebnisse in strategisches Handeln? Welche Kommunikationsformen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sind hierfür förderlich?

Track 2: Transformationen in Studium und Lehre

Wie wirken sich gesellschaftliche Transformationen auf die Organisation der akademischen Lehre aus, wie entwickeln sich Qualifikationserwartungen  und  Qualifizierungswege  unter  dem  Eindruck  der  digitalen  Revolution? Welche Herausforderungen bringen diese für die Gestaltung von Studium und Lehre mit sich, etwa hinsichtlich konstitutiver Merkmale akademischer Bildung, wie Diskurs, Streit,  Überprüfbarkeit von Wissen? Welchen Stellenwert haben Fachwissen, Schlüsselqualifikationen und fachübergreifendes Wissen und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander im Studium?

Track 3: Transformationen  in  third  mission  und  Wissenstransfer

Wie  kann  das  Wissenschaftssystem auf den Anspruch der Öffentlichkeit reagieren, unmittelbarer an der Produktion von und der kritischen Diskussion über Wissen beteiligt zu werden? Wie können sinkende Komplexitätstoleranz und die missbräuchliche Nutzung von Wissen („fake news“) wirkungsvoll  adressiert  werden? Wie kann das Wissenschaftssystem seine Rolle als Produzent von
steuerungsrelevantem Wissen in komplexen gesellschaftlichen Prozessen erhalten?

Track 4: Transformationen im  Wissenschaftsmanagement (Selbstverwaltung und  Governance)

Wie kann das Wissenschaftssystem mit steigendem Erwartungsdruck der Öffentlichkeit hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit und Leistungstransparenz umgehen? Inwieweit verändert sich diese Diskussion durch gesellschaftlicheTransformationsprozesse und wie kann das Wissenschaftssystem die entsprechenden Entwicklungen für sich nutzen (bspw. im Sinne erleichterter Kooperation und Kommunikation)?

Track 5: Open Track

Mit diesem Teil der Tagung möchte das Organisationsteam Beiträgen die Möglichkeit zur Präsentation geben, die nicht im unmittelbaren Kontext des Tagungsthemas anzusiedeln sind, aber für die derzeitigen Diskussionen in der Gesellschaft relevant sind. Wünschenswert ist gleichwohl, dass ein Bezug zum Tagungsthema im weiteren Sinne hergestellt wird.

Track 6: Englischsprachiger Track

In diesem Track sind Beiträge willkommen, die in englischer Sprache präsentiert werden. Thematisch können diese die Schwerpunkte der Tracks 1-4 aufgreifen.

Beiträge können als Vortrag oder als Poster präsentiert werden. Einreichungen  sind bis zum 19.  Oktober  2018  möglich. Rückmeldungen über die Annahme einer Einreichung werden  voraussichtlich  bis  zum 14. Dezember 2018 erteilt.