Computerbegleitetes Lernen – digital unterstütztes Selbststudium an der HFT Stuttgart

Die Vorkenntnisse von Studierenden an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) sind oft sehr unterschiedlich, vor allem in der Studieneingangsphase. Um auf die verschiedenen Bedürfnisse der Studierenden eingehen zu können, wurde an der Hochschule für Technik (HFT) Stuttgart ein spezielles Konzept entwickelt: Mithilfe des Computerbegleitenden Lernens (CBL) kann das Selbststudium digital unterstützt und strukturiert in Präsenzveranstaltungen eingebettet werden. In ihrem Erfahrungsbericht stellen Prof. Dr. Anselm Knebusch, Brigitte Heintz-Cuscianna und Michael Wandler die Methode genauer vor.

An der HFT Stuttgart schreiben sich im Wintersemester meist um die 100 Studierende neu für die Bachelor-Studiengänge Bauingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen – Bau und Immobilien ein. Für sie alle wird vor dem Semesterstart ein Orientierungstest durchgeführt, der die mathematischen „Sollkenntnisse“ im (Wi)MINT-Bereich abfragt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine große Heterogenität in Bezug auf das mathematische Vorwissen unter den Studienanfängerinnen und -anfängern herrscht. Viele Studierende verfügen dabei über zu geringes Vorwissen.

Um diese Heterogenität abzufedern und die Studierenden in ihrem Selbststudium zu unterstützen, wurde im Rahmen des Qualitätspakts Lehre im Projekt „Ingenieurmathematik“ vom Wintersemester 2016/17 bis zum Wintersemester 2020/21 das Konzept des Computerbegleiteten Lernens (CBL) entwickelt und umgesetzt. In ihrem Erfahrungsbericht geben Prof. Dr. Anselm Knebusch, Brigitte Heintz-Cuscianna und Michael Wandler einen Überblick über das Projekt und das Konzept CBL. Die Vorüberlegungen und Erkenntnisse bei der Entwicklung werden dabei ebenso thematisiert wie die Erfahrungen, die Studierende und Lehrende beim digital unterstützten Selbstlernen gemacht haben.

Einen zusammenfassenden Überblick über die Umsetzung des Computerbegleitenden Lernens finden Sie auch in der Digital Learning Map sowie in einem weiteren Erfahrungsbericht von Prof. Dr. Anselm Knebusch, Prof. Dr. Ulrike Pado und Brigitte Heintz-Cuscianna, in dem vor dem Hintergrund der coronabedingten Online-Lehre im Sommersemester 2020 geschildert wird, wie CBL in die reine Online-Lehre übertragen werden kann.

Brigitte Heintz-Cuscianna
Brigitte Heintz-Cuscianna, M.A., arbeitet seit 2019 im Didaktikzentrum der Hochschule für Technik Stuttgart mit den Schwerpunkten allgemeine Hochschuldidaktik und E-Learning. Dort berät und begleitet Sie Lehrende bei der Planung, Durchführung und Evaluation von (innovativen) Lehr-Lernkonzepten. Davor beforschte Sie als Mitarbeiterin im Projekt „Lehrerbildung PLUS“ Praxisphasen in der universitären Lehrerbildung an der Universität Stuttgart sowie der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und arbei [...]
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Prof. Dr. Anselm Knebusch
Prof. Dr. Anselm Knebusch ist seit 2016 Professor für Ingenieurmathematik und Didaktik an der Hochschule für Technik Stuttgart. Er leitet das Teilprojekt „Ingenieurmathematik“ innerhalb des QPL-Projekts „Effektiver Studieren II“. Im Rahmen dessen entwickelte er das digitale Lehr-Lernkonzept „Computer begleitetes Lernen“, das auf heterogene Studierendengruppen in der Studieneingangsphase abgestimmt ist und forscht über die Möglichkeiten digitaler Lehre. Anselm Knebusch war 2019 für den Ars Legend [...]
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Michael Wandler
Michael Wandler war in den Jahren von 2016 bis 2020 an der Hochschule für Technik Stuttgart tätig. Er arbeitete als akademischer Mitarbeiter beim Teilprojekt „Ingenieurmathematik“ innerhalb des QPL-Projektes „Effektiver Studieren II“. Sein Aufgabengebiet umfasste die wissenschaftliche Begleitforschung zur Entwicklung des neuen Lehrkonzeptes „Computerbegleitetes Lernen“, die Erstellung von Lernmaterialien, die Betreuung des E-Assessments sowie die Organisation der Tutorien. Außerdem war er in der [...]
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