Das Thema Sicherheit ist im Zusammenhang mit Online-Prüfungen ein kontrovers diskutiertes und emotional besetztes Thema.
Zum einen befürchten die Dozierenden, dass durch die Computerunterstützung
neue Formen der Manipulation ermöglicht werden. Zum anderen sind die
Studierenden unsicher, ob sich die Virtualisierung nachteilig auf ihre
Beurteilungen auswirkt. In diesem Zusammenhang ist auf eine größtmögliche
Transparenz der Abläufe zu achten, um den Studierenden diese Unsicherheiten
zu nehmen.
Hinweise
dazu, wie Sie sich gegen innovative Manipulationen schützen
können, haben wir in einer Vertiefung für Sie zusammengestellt.
Zugriffe von Außen
Um die Prüfungsdaten vor Zugriffen von Außen zu schützen, ist eine
Absicherung des Programms z.B. durch eine
Firewall
notwendig. Die Daten sollten zudem verschlüsselt an den
Host
übermittelt und eine Überprüfung der Datenintegrität vorgenommen
werden: Sind die Daten unverändert angekommen? Sind die Datenwege
nachvollziehbar? Können Sicherheitslücken erkannt und geschlossen werden?
Ein vollständiger Schutz gegen
Hacking und Cracking
ist
zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht möglich.
Authentifizierung
Bei einer mündlichen Prüfung per
Videokonferenz
können Sie leicht feststellen, ob Sie tatsächlich den
bertreffenden Studierenden prüfen. Bei einer Online-Klausur vom heimischen
PC aus hingegen, kann dies derzeit noch nicht geleistet werden. Der
digitaler Daumendruck, die elektronische Signatur oder andere
Authentifizierungsverfahren
sind noch nicht praxistauglich.
Führt man virtuelle Prüfungen jedoch in Computerräumen an den Hochschulen
unter Aufsicht durch, kann wie bei der
Videoprüfung
auf herkömmliche Arten der Identitätsprüfung z.B. mittels
Studentenausweis zurückgegriffen werden.