Ausschreibung: OER-Programm OpenEdu-RLP ruft zur Einreichung von Projektskizzen auf

13.09.2022: Der Virtuelle Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) führt ein vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz (MWG) finanziertes Programm zur Transformation und Öffnung digitaler Bildungsressourcen als Open Educational Ressources (OER) in der rheinland-pfälzischen Hochschulbildung durch. Hochschulakteur/innen sind aufgerufen, Projektskizzen einzusenden. Der Förderungsumfang beträgt eine Millionen Euro. Die Förderdauer kann im Januar 2023 beginnen und reicht bis Jahresende.

Das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz (MWG) hat im Rahmen des Programms zur Stärkung der Digitalisierung an Hochschulen dem Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) als gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung aller staatlichen Hochschulen Mittel in Höhe von einer Million Euro zur Konzeption, Organisation, Koordination und Durchführung eines Programms zur Förderung von Offenen Bildungsmaterialien (OER) in Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt. 

Gefördert wird die Öffnung von Bildungsmaterialien und die Umsetzung der damit in Verbindung stehenden Transformationskonzepte. Das OER-Programm soll modellhaft wirken und rheinland-pfälzische Hochschulen auf ihrem Digitalisierungsweg stärken. Zusätzlich soll es Impulse für den nachhaltigen und hochschulstrategisch integrierten Einsatz von OER setzen und dabei helfen, OER in der Lehrpraxis zu verankern. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Programms besteht in der Förderung der Vernetzung und des Austauschs von digitalen Lern- und Lehrmaterialien auf mehreren Ebenen. Dabei soll die Transformation von bisher geschlossenen Bildungsressourcen hin zu offenen Bildungsressourcen im Vordergrund stehen und nicht die Neuerstellung.

Antragskategorien

Projektanträge können in den drei folgenden Kategorien eingereicht werden:

  • Kleine OER-Lernelemente und Objekte (Gruppe A)

Selbst große OER setzen sich aus vielen kleinen offenen Bildungsressourcen zusammen. Diesen Ressourcen ist die Kategorie A gewidmet. Hier soll die Öffnung von kleinen Lerneinheiten gefördert werden, z. B. Kurse mit geringerem Umfang, auch einzelne Objekte, wie Grafiken, Fotos, Texte, Videos, Audiodateien und interaktive Elemente, die curricular in einen Lehrkontext integriert werden können, fallen in diese Kategorie. Gefördert werden sowohl die Anpassung, als auch die Substitution von lizenzrechtlich eingeschränkten Elementen gegen Elemente unter offener Lizenz oder der Erwerb von Rechten, um einzelne Medienelemente einer bestehenden Lehr- und Lernressource zu öffnen. Projektanträge der Kategorie A können bis zu 5.000 Euro gefördert werden.

  • Größere OER-Projekte im Einzelantrag (Gruppe B)

Kategorie B zielt auf die Förderung von OER-Projekten in größerem Umfang und ihre organisatorische Verankerung in Studiengängen, Fachbereichen oder auch über Fachbereiche hinweg ab. Sie können sich auf die Öffnung z.B. ganzer Kurse, Module, Modulgruppen oder Teil-Curricula beziehen. Dabei sind auch Konzepte denkbar, die sich auf den unterstützenden Personaleinsatz zur Sichtung, Transformation und Öffnung von größeren Inhaltsbereichen auf der Ebene von Studiengängen, Fachbereichen oder auch über Fachbereiche hinweg beziehen. Einzelanträge der Kategorie B können bis zu 50.000 Euro gefördert werden.

  • Größere OER-Projekte im Verbundantrag

Kooperation und gemeinsame Nutzung von Bildungsressourcen ist einer der Grundgedanken von OER. Sie bieten sich bspw. im Grundlagenbereich oder im transversalen Bereich an, können aber auch bspw. zwischen Studiengängen oder Fachbereichen sinnvoll sein, in denen sich die Kooperationsbeteiligten curricular komplementieren. Die Öffnung von Materialien als OER erleichtert ihren Austausch und die gemeinsame Nutzung insbesondere durch die offene Lizenzierung ebenso wie die Möglichkeit der Bearbeitung und den Zuschnitt auf die jeweiligen Kontexte. Die Kooperation zwischen rheinland-pfälzischen Hochschulen wird in dieser Ausschreibung ausdrücklich begrüßt. Sie können sich auf Ansatzpunkte wie unter B beschrieben beziehen und dabei von der Transformation einzelner Lernobjekte, Lektionen, Kursen, Modulen bis hin zu Modulgruppen oder Teilen von Curricula reichen. Denkbar sind auch Konzepte zur gemeinsamen Unterstützung in der Transformation und Öffnung von Bildungsressourcen. Verbundanträge können bis zu 150.000 Euro gefördert werden.

Antragsverfahren

Die Förderantrage sind in Form von Projektskizzen zu stellen. Die Projektskizzen der Kategorie A sollen maximal fünf DIN A4 Seiten, die der Kategorie B acht Seiten und die der Kategorie C zehn Seiten umfassen. Sie müssen folgende Elemente enthalten: Kurzbeschreibung; Zielsetzung; Reichweite bzw. erwartete Nutzung; Didaktisches Konzept; Inhaltliche Bereiche, curriculare Einbettung, Workload; Arbeitsplanung und -ergebnisse; Beteiligte; Vorhandene Vorarbeit; Aufwands- und Finanzplanung; Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit.

Antragsberechtigt sind die rheinland-pfälzischen Hochschulen, ihre Fachbereiche, Studiengangsverantwortliche oder auch ihre hauptamtlich Lehrenden. Die Anträge sind über und in Abstimmung mit den Hochschulleitungen einzureichen. Möglich und erwünscht sind auch Verbundanträge mit Beteiligung mehrerer rheinland-pfälzischer Hochschulen. Jede Hochschule kann mehrere Anträge einreichen.

Die Förderanträge sind spätestens bis zum 30. November per E-Mail an die Adresse oer-programm@vcrp.de zu richten. 

Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Call for Papers (PDF) auf der Webseite des Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz.

Bildquelle im Blog und auf Facebook: Pixabay, Lizenz

Termin

Zu diesem Blogbeitrag finden Sie einen Termin mit weiteren Details im Terminkalender.

Gepostet von: hkeller
Kategorie: Call for Papers/Participation

Kommentare (0)

Barrierefreiheit Direkt zum Inhalt Übersicht Erweiterte Suche Direkt zur Navigation Kontakt