Bayerische Staatsbibliothek ist “Bibliothek des Jahres 2008“

19.06.2008: Entscheidend waren unter anderem die digitalen Dienstleistungen

Der Preis “Bibliothek des Jahres” wird vom Deutschen Bibliotheksverband und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius verliehen und ist mit 30.000 Euro dotiert.
 
In der Pressemitteilung zur Verleihung heisst es:
"Die Bayerische Staatsbibliothek in München wird als “Bibliothek des Jahres 2008” ausgezeichnet, weil sie in der Vielfalt ihrer Funktionen als internationale Forschungsbibliothek mit Landes- und Archivfunktion und als Teil der „Virtuellen Nationalbibliothek“ auf allen Gebieten innovative Leistungen erbringt und dabei den Bibliotheksnutzer in den Mittelpunkt stellt. Durch die Entwicklung von digitalen internetbasierten Diensten für Forschung, Lehre, Studium und Bildung sowie die Integration von klassischen Bibliotheksleistungen in neue webbasierte Arbeitsumgebungen stellt sie sich 450 Jahre nach ihrer Gründung überzeugend den Herausforderungen der modernen Wissensgesellschaft."
 
Für die Entscheidung, die Bayerische Staatsbibliothek in München als die „Bibliothek des Jahres 2008“ auszuzeichnen, sprach vor allem:

  • ihre kreative Suche nach neuen Wegen und die schnelle Umsetzung innovativer Ideen mit alternativen Finanzierungsmöglichkeiten wie die Public Private Partnership mit Google zur Digitalisierung ihres urheberrechtsfreien Gesamtbestandes des 17.-19. Jahrhunderts (mehr als 1 Mio. Bücher)
  • die Federführung bei nationalen und internationalen Erschließungsunternehmen und die bedeutende Rolle bei Dokumentlieferung und Fernleihe, von denen auch viele Nutzer in anderen Bibliotheken nachhaltig profitieren
  • der konsequente Ausbau des Münchner Digitalisierungszentrums zu einem Service- und Technologieprovider für deutsche Bibliotheken
  • der Aufbau und Betrieb integrierter digitaler Arbeitsumgebungen für die Wissenschaft in Form „Virtueller Fachbibliotheken“ in vielen Sammlungsschwerpunkten
  • die Entwicklung nachhaltiger Langzeitarchivierungsmodelle in Zusammenarbeit mit dem Münchener Leibniz-Rechenzentrum
  • der Einsatz modernster Scanrobotik zur Digitalisierung des Bestandes deutscher historischer Drucke des 16. Jahrhunderts
  • die Gründung eines „Zentrums für elektronisches Publizieren in den Geisteswissenschaften“ mit verschiedenen Partnern
  • benutzerfreundliche Öffnungszeiten an allen sieben Tagen der Woche von morgens 08.00 Uhr bis Mitternacht
  • kontinuierliche Optimierung des Online-Kataloges durch modernste Suchmaschinentechnologie und Einsatz der Funktionalitäten von interaktiver Software
  • Bürgerorientierte Vermittlung des einzigartigen schriftlichen Kulturerbes durch vielbeachtete Ausstellungs- und Veranstaltungsarbeit
  • Neuorientierung und Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit unter Nutzung moderner Marketingmethoden sowie Ausbau der Pressearbeit und der politischen Kontaktpflege mit dem Ergebnis der signifikanten Erhöhung alternativer Finanzierungsquellen
  • Mitarbeiterfokussiertes Personalmanagement wie flexible Arbeitszeit, Telearbeit und eigene Kinderkrippe
Verschaffen Sie sich selbst einen Eindruck derBayerische Staatsbibliothek.

Gepostet von: mschmidt
Kategorie: Kurzmeldung

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