Twittern und Bloggen auf dem 3. EduCamp

24.04.2009: Bericht vom 3. EduCamp, das vom 17. bis 19. April 2009 an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen stattfand.
Am vergangenen Wochenende fand das dritte deutsche EduCamp vom 17. bis 19. April 2009 an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen statt.
Es entstand in enger Kooperation mit der Initiative medienbewusst.de der Technischen Universität Ilmenau und weiteren Netzinitiativen wie klicksafe oder Jugend online. Veranstalter des Events war das Fachgebiet Kommunikationswissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum eLearningDienste (KeLD) der TU.


Thematisch stand die sogenannte „Mitmach“-Konferenz auch in diesem Jahr unter dem Leitmotiv „Lehren und Lernen 2.0“. Mitmachen kann man beim EduCamp insofern, dass die TeilnehmerInnen den eigentlichen Programmplan erst vor Ort zusammen stellen. Insgesamt trafen sich über 140 Studierende, Wissenschaftler und Unternehmensvertreter, um über die Zukunft des Bildungssystems zu diskutieren.

„Pimp up your education! – From standard learner to Edupunk”
war das Thema der Podiumsdiskussion, die den Auftakt des Wochenendes bildete. Bei dieser kam eine internationale Expertenrunde aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen, um sich über Themen wie „ Online reputation and privacy – wie viel Persönliches sollte man im Internet von sich preisgeben?“ oder den Einsatz von Web 2.0 im Klassenzimmer auszutauschen. Web 2.0 kam hier insofern zum Einsatz, dass die Professorin Andrea Back live aus St. Gallen mit Bild und Ton per Skype zugeschaltet wurde und gleichzeitig alle Interessierte die Konferenz per Live Streaming nachverfolgen und per Twitter kommentieren konnten. Die Kommentare wurden direkt auf einer Leinwand über dem Podium eingeblendet. So war es im Prinzip für jeden, der nicht persönlich am EduCamp teilnehmen konnte, möglich, sich auch von Zuhause aus einzubringen.

Mittelpunkt des EduCamp – die Sessions
Die Sessions waren wie immer bei einem BarCamp spontan organisiert. Zustande kamen Präsentationen und Diskussionen zu einem vielfältigen Themen und Methodenspektrum. Dabei ging es zum Beispiel um die Arbeit mit Wikipedia, den MikroBlogging Dienst Twitter, bewusste und unbewusste Lernprozesse, Problemlösungen bei der Entwicklung von E-Learning-Applikationen oder um die virtuelle Welt Second Life. Mit einigen Projekten werden durchaus hochtragende Ziele verfolgt: Alexander Rausch, einer der Initiatoren des Projekts Afrika „Open Beninois Network“, dessen Grundstein bereits auf dem EduCamp 2008 in Ilmenau gelegt wurde, beschreibt das Ziel des Projektes wie folgt: „Wir haben Sessions veranstaltet und sind schnell dazu gekommen, dass man das Internet und Web 2.0 Tools sehr gut dafür benutzen kann, um so genannte Weltverbesserungsprojekte zu machen. Mit Weltverbesserung meinen wir einfach, dass wir eine Welt sind und das wir eigentlich alle das selbe Recht haben, nämlich glücklich und zufrieden zu leben.“ Bei dem Projekt handelt es sich um einen Versuch, das Internet nach Afrika zu bringen, um dort unter anderem ein Bildungsnetzwerk aufzubauen.

Die Zukunft des EduCamp
Inzwischen laufen bereits die Vorbereitungen für das nächste EduCamp, das vom 06. bis 07. November diesen Jahres in Österreich an der Technischen Universität Graz stattfinden soll.

Materialien zum EduCamp 2009 und zum EduCamp Format allgemein findet man auf der Webseite:http://educamp.mixxt.de/

Gepostet von: mschmidt
Kategorie: Kurzmeldung Veranstaltungshinweis

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