"Matterhorn 1.0"

06.09.2010: Neues Opensource-Vorlesungsaufzeichnungssystem

Nach einem Jahr intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit stellt das internationale, unter der Schirmherrschaft der University of California Berkeley stehende Projekt »Opencast«, an dem auch das Zentrum für Informationsmanagement und Virtuelle Lehre der Universität Osnabrück (virtUOS) maßgeblich beteiligt ist, das Vorlesungsaufzeichnungssystem »Matterhorn 1.0« vor. Die kostenfrei verfügbare Opensource-Software bietet laut virtUOS-Geschäftsführer Dr. Andreas Knaden eine vollautomatische Lösung zur Vorlesungsaufzeichnung vom Hörsaal bis zur Veröffentlichung der Aufzeichnungen auf dem Webserver der Hochschule. Zeitgesteuert können im Hörsaal Bilder von mehreren Kameras und der Bildschirm des Vortragsrechners aufgezeichnet werden. Das System sortiert das Material nach der Weiterverarbeitung wunschgemäß in Videoportale, Lernplattformen oder Datenspeicher für die redaktionelle Nachbearbeitung. Mit dem vorrangig vom Osnabrücker Team entwickelten systemeigenen Videoplayer stehen dem Benutzer zahlreiche Funktionen zur Navigation, Bearbeitung und zur automatisierten Suche im Aufzeichnungsmaterial zur Verfügung. Zudem entstand damit gleichzeitig der wohl erste barrierefreie Abspieler für Vorlesungsaufzeichnungen.
»Opencast« ist eine Kooperation von insgesamt 13 nordamerikanischen und europäischen Institutionen, wobei das Schwergewicht der Entwicklungsarbeit bei den Partnern University of California Berkeley, ETH Zürich, Universität Osnabrück und University of Saskatchewan lag. Auch die Fachhochschule Osnabrück steuerte wichtige Arbeitspakete für »Matterhorn« bei. Die Planung und Entwicklung wurde durch die Projektpartner sowie die finanzielle Unterstützung der Andrew W. Mellon Foundation, der William and Flora Hewlett Foundation, des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur sowie des ELAN e.V. realisiert.
Weitere Informationen zum System finden Sie aufhttp://www.opencastproject.org/matterhorn. (Quelle: IDW, 20.08.2010http://idw-online.de/pages/de/news383236)

Die e-teaching.org-Redaktion nahm die neue Software einmal unter die Lupe:Das Projekt klingt zwar viel versprechend, ist aber noch nicht ausgereift. Problematisch gestaltet sich vor allem die Installation, da die benötigten Softwarekomponenten mithilfe von Skripten installiert werden. E-teaching.org hat die vorangegangene Version 0.5 und die neue Version 1.0 in einer Virtual Machine (VMWare) auf Linuxbasis getestet, es mussten aber noch einige manuelle Veränderungen vorgenommen werden, um ein lauffähiges Basissystem zu bekommen.

Gepostet von: mschmidt
Kategorie: Kurzmeldung

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