Lehren und Lernen mit digitalen Medien: Veranstaltungshinweise für September 2026

26.08.2026 | Veranstaltungshinweis

Der September ist traditionell ein dichter Veranstaltungsmonat. Bevor an Hochschulen das Wintersemester beginnt, gibt es also wieder zahlreiche Konferenzen und Tagungen, die zum fachlichen Austausch einladen - darunter die Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW), die TURN Conference und die Open Access Tage. Zudem bieten Workshops und Schulungen Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Themen reichen dabei von Learning Analytics und Mediendidaktik über digitale Infrastrukturen bis hin zum wissenschaftlichen Publizieren. Häufig werden neben Präsenzveranstaltungen auch Hybrid- oder Online-Veranstaltungen angeboten, falls eine Anreise nicht möglich ist. Eine Auswahl haben wir hier wieder zusammengestellt.

Konferenzen und Tagungen

Zu Beginn des Monats, am 3. und 4. September, richtet der Arbeitskreis Mediendidaktik in der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft seine dritte Tagung aus. Mediendidaktik 2026 findet an der Universität Graz im Meerscheinschlössl statt.

Vom 7. bis 10. September kommen die 27. DINI-Jahrestagung und ZKI-Herbsttagung unter dem Titel „Von Campus bis Cloud – souverän vernetzt“ an der RWTH Aachen zusammen; Gastgeber sind das dortige IT Center und die Universitätsbibliothek. Im Fokus steht hierbei die digitale Infrastruktur und Souveränität von Hochschulen.

An der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg steht ein Jubiläum an, denn hier findet am 9. und 10. September zum 25. Mal die ILIAS-Konferenz 2026 statt. Unter dem Leitthema „25 Jahre ILIAS-Konferenzen – Souverän durch die Zeit“ laden die Veranstaltenden zu einem Rückblick ein, Erfahrungen zu teilen, aber auch in die Zukunft zu schauen und neue Perspektiven zu entwickeln. Zuvor findet die 46. ILIAS-Entwicklerkonferenz statt.

Am 14. und 15. September lädt die FH Dortmund zum ORCAthon 2026 ein. An diesen beiden Tagen arbeiten und diskutieren Lehrende im Stile eines Hackathons an Lehrmaterialien zum Thema Nachhaltigkeit. Zielgruppe sind zudem Projekte und Netzwerke aller NRW-Hochschulen. Vor Ort gibt es Unterstützung zu Rechtsfragen, digitaler Barrierefreiheit sowie zu Moodle und ILIAS.

Bei der jährlichen Konferenzreihe „Gemeinschaften in Neuen Medien“ (GeNeMe) 2026 vom 16. bis 18. September an der Technischen Universität Dresden lautet der thematische Schwerpunkt „Digitale Partizipation“. Es steht die Frage im Fokus, wie Beteiligung methodisch ermöglicht werden kann und welche Kompetenzen digitale Souveränität voraussetzt und was KI-gestützte Systeme für demokratische Entscheidungsprozesse bedeuten. Eine Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich.

Das Learning Lab der Universität Duisburg-Essen veranstaltet das 7. EdTech Research Forum am 17. und 18. September. Die Jahrestagung des „Metavorhabens Digitalisierung im Bildungsbereich“ bietet Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte der Förderlinie des BMBFSFJ „Kompetenzen für eine digital geprägte Welt“ und schafft zugleich Räume für Vernetzung und Austausch zwischen Akteuren.

Die Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e. V. (GMW) läuft vom 21. bis 23. September am Hochschule Campus Wien. Vor allem werden hier die Transformationsprozesse in der Hochschulbildung und akademischen Praxis diskutiert. Zentral sind dabei Aspekte der Veränderungen in der Lehre sowie Herausforderungen im Bereich Forschung und der organisatorischen Gestaltung.

Gemeinsam laden die Universität Regensburg und die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Regensburg am 22. September in Regensburg zum zehnten Mal zum Tag der digitalen Lehre ein. Diesmal steht die Veranstaltung unter der Überschrift: „Digitale Lehre: Zwischen Anspruch und Realität“ und will so eine Zwischenbilanz ziehen. Unter anderem geht es um die Frage: Was hat sich in der Anwendung von KI bewährt, was nicht und was hat sie überhaupt verändert? Diesen und weiteren Fragen soll mit Praxisbeispielen und Erfahrungsbeispielen nachgegangen werden.

Unter dem Motto „Experiential TURN – Erfahrungsräume für zukunftsfähiges Lernen“ findet am 24. und 25. September die diesjährige TURN Conference 2026 an der Bauhaus-Universität Weimar statt. Im Zentrum steht diesmal das Experiential Learning, ein Lernprozess, bei dem Wissen aus konkreten Erfahrungen wächst, die reflektiert und durch wiederholtes Ausprobieren weiterentwickelt werden.

Ende des Monats öffnen vom 28. bis 30. September die Open-Access-Tage-2026 an der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz ihre Türen. Hier wird auch in diesem Jahr ein Fachprogramm rund um Open Access, Open Science und das wissenschaftliche Publizieren angeboten. Das Motto der Veranstaltung lautet: „Wandel mit Verantwortung gestalten“.

Workshops und Schulungen

In der twillo-Workshopreihe findet am 2. September die Online-Veranstaltung „OER in der Lehrgestaltung. Grundlagen und praktische Anwendungsfälle“ statt. Britta Beutnagel und Sabine Stummeyer zeigen hier, wie Open Educational Resources (OER) an Lehr- und Lernkontexte angepasst werden können und die Gestaltung von Bildungsangeboten unterstützen können. Am 22. September findet ein weiterer twillo-Workshop statt. Hier erklären Johannes Koch von der Universität Osnabrück und Yulia Loose vom ELAN e. V. unter dem Titel „KI und OER im Einsatz“, wie man Open Educational Resources (OER) mithilfe von Künstlicher Intelligenz vielseitig und rechtskonform einsetzt.

Das Zentrum für eLearning der Hochschule Zittau/Görlitz und das IT-Servicezentrum der HTWK Leipzig bieten am 8. September den 24. Workshop on e-Learning (WeL) an. Vorträge und praxisorientierte Workshops bieten Einblicke in aktuelle Entwicklungen des digitalen Lehrens und Lernens. Ergänzt werden die Workshops durch Berichte aus laufenden und abgeschlossenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Ebenfalls am 8. September referiert Frank Wolf bei der Online-Veranstaltung „Große Sprachmodelle, Agenten und autonome Systeme: KI in 30 Minuten“ und gibt einen Überblick und eine Einordnung derzeitiger KI-Systeme. Zudem zeigt er, wie große Sprachmodelle, KI-Agenten und autonome Systeme Menschen bei komplexen Tätigkeiten unterstützen können.

Bild im Blog und auf Social Media: Meriç Tuna / Pexels.

Gepostet von: Mmueller
Kategorie: Veranstaltungshinweis