Nützliche Fundstücke aus dem Netz
16.02.2026 | KurzmeldungIn dieser Ausgabe von „Nützliche Fundstücke aus dem Netz“ stellen wir Projekte und Initiativen vor, die die digitale Hochschullehre mit frischen Ideen, praxisnahen Materialien und erprobten Lösungsansätzen bereichern. Ob es um KI‑Unterstützung, didaktische Inspirationen oder bewährte Beispiele aus anderen Hochschulen geht – die ausgewählten Fundstücke bieten Orientierung und laden dazu ein, eigene Lehr‑ und Unterstützungsangebote weiterzuentwickeln.
Neue Servicestelle der HRK – Projekt „KI‑Lotse“
Mit dem Projekt „KI‑Lotse“ baut die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) eine bundesweite Servicestelle auf, die Hochschulen beim strategischen Einsatz von KI unterstützt. Die Leitstelle berät zu rechtlichen, technischen und organisatorischen Fragen rund um KI in Studium, Lehre und Verwaltung und richtet sich insbesondere an Entscheidungsträger/innen.
Neben Beratungs‑ und Strategieworkshops entstehen Good‑Practice‑Sammlungen, Handreichungen und Leitfäden, die online frei zugänglich sein werden. Ziel ist es, Hochschulen bei der verantwortungsvollen Integration von KI zu begleiten und den Austausch zwischen Institutionen zu stärken.
Das Projekt läuft von Januar 2026 bis März 2029 und wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Verbundprojekt mit dem KI-Campus: „KI-Kompetenzen an Hochschulen stärken”
2026 startet mit „KI-Kompetenzen an Hochschulen stärken“ ein bundesweites Verbundprojekt, das Hochschulen beim systematischen Aufbau von KI-Kompetenzen unterstützt. Auslöser ist der EU AI Act, der neue Anforderungen an einen verantwortungsvollen Einsatz von KI in Studium, Lehre und Verwaltung definiert. Das Projekt knüpft direkt daran an und entwickelt Qualifizierungsangebote, die Hochschulen bei der Umsetzung dieser Anforderungen konkret entlasten.
Auf Basis der gemeinnützigen Lernplattform KI‑Campus entstehen offene Bildungsressourcen (OER) und offene Bildungstechnologien (Open Source), die für alle Statusgruppen nutzbar sind. Ein länderübergreifender Verbund aus acht Hochschulen und Forschungspartnern arbeitet dafür an skalierbaren Formaten zur gezielten Qualifizierung von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden.
Für die digitale Hochschullehre ist das Projekt besonders relevant, weil es praxisnahe Materialien, Weiterbildungsangebote und technische Lösungen bereitstellt, die sich direkt in bestehende Lehr‑ und Unterstützungsstrukturen integrieren lassen.
Plattform „Patternpool“ bleibt bestehen
Der Patternpool stellt seit 2015 erprobte didaktische Lösungen in Form von frei zugänglichen Patterns bereit und umfasst inzwischen rund 70 Einträge zu vielfältigen Themen der Hochschullehre. Lehrende können eigene Konzepte einreichen und erhalten dabei Unterstützung durch Workshops und Mentoring.
Obwohl das geförderte Projekt im März 2026 endet, wird die Plattform communitybasiert weitergeführt. Ein zentrales Element des Übergangs ist das Patternpool‑Community‑Treffen, das Austausch, Mitmachen und gemeinsames Weiterdenken in den Mittelpunkt stellt. Damit bleibt der Patternpool auch künftig eine wichtige Ressource für die Weiterentwicklung digital gestützter Lehre.
Bild im Blog und auf Social Media: Stoica Adrian's Images / Canva.
