Lernen durch Projekte: Hochschullehre aktivierend gestalten
Projektorientierte Lehre gilt als ein zentrales Element einer studierendenzentrierten Hochschuldidaktik und unterstützt den „Shift from Teaching to Learning“ hin zu selbstgesteuerten, handlungsorientierten Lernprozessen. Im Online-Event geben Franziska Preiß und Prof. Dr. Thomas Glogowski (beide Hochschule Ravensburg-Weingarten) einen Überblick über die bildungswissenschaftliche Verortung projektorientierter Lehre sowie zentrale Strukturierungsansätze. Am Praxisbeispiel „Vom digitalen Hörsaal in studentische Küchen“ zeigen sie, wie projektorientierte Lehrformate auch in theoretischen Grundlagenfächern wie der Werkstoffkunde umgesetzt werden können.
01.06.2026, 14:00 - 15:00 Uhr
In den letzten Jahren hat projektorientierte Lehre im Hochschulkontext zunehmend an Bedeutung gewonnen – insbesondere im Zusammenhang mit dem „Shift from Teaching to Learning“, der stärkeren Ausrichtung auf kompetenzorientierte Studienformate sowie der Forderung nach selbstgesteuertem und handlungsorientiertem Lernen. Gleichzeitig bestehen unterschiedliche Verständnisse hinsichtlich der didaktischen Verortung, der methodischen Umsetzung und der strukturellen Einbindung projektorientierter Lehr-Lernsettings in Studiengänge (mehr dazu finden Sie in unserem Grundlagentext Projektlernen auf e-teaching.org).
Im ersten Teil der Online-Veranstaltung geben Franziska Preiß und Prof. Dr. Thomas Glogowski (beide Hochschule Ravensburg-Weingarten) einen einführenden Überblick über die bildungswissenschaftliche Einordnung projektorientierter Lehre als studierendenzentriertes und handlungsorientiertes Lehrformat. Dabei werden zentrale Entwicklungslinien – von den historischen Wurzeln projektorientierten Lernens in den italienischen Kunstakademien über reformpädagogische Ansätze bis hin zu strukturierenden Phasenmodellen nach Frey – vorgestellt und deren Bedeutung für Selbststeuerung, Partizipation und soziale Lernprozesse im Studium diskutiert. Projektorientierte Lehrformate eröffnen hierbei Lernarrangements mit hohem Grad an Eigenaktivität und Selbstorganisation der Studierenden und tragen dazu bei, Lernprozesse stärker als konstruktive Problemlösungsprozesse zu gestalten.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wird anhand eines Praxisbeispiels aus der Werkstoffkunde aufgezeigt, wie projektorientiertes Lernen auch in theoretisch geprägten Grundlagenfächern umgesetzt werden kann. Unter dem Titel „Vom digitalen Hörsaal in studentische Küchen“ wird exemplarisch dargestellt, wie projektorientierte Lehr-Lernszenarien und digitale Medien eingesetzt werden können, um aktivierende und erfahrungsbasierte Lernprozesse zu ermöglichen und klassische Vorlesungsformate weiterzuentwickeln.
Beitragende
Thomas Glogowski ist Professor für Werkstoffkunde in der Fakultät Maschinenbau der Hochschule Ravensburg-Weingarten (RWU). Nach seinem Studium des Maschinenbaus an der Ruhr-Universität Bochum promovierte er im SFB 459 der DFG zum Dr.-Ing. im Bereich medizintechnischer Mehr anzeigen
Preiß, Franziska, M.A. (Educational Science), B.A. (Pflegepädagogik) ist Referentin des Rektors sowie Referentin für Lehr- und Lernforschung der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Sie promoviert zum Thema Bildung im höheren Alter und koordiniert das Projekt Mehr anzeigen
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