Call zum e-teaching.org-Themenspecial: Qualität in der Hochschullehre mit digitalen Medien

25.01.2022: Digitale Medien in der Hochschullehre einzusetzen ist gefragt wie nie – die Lehre damit qualitativ hochwertig zu gestalten, mitunter eine Herausforderung. Um die Lehrqualität in der Hochschule geht es deshalb auch im nächsten Themenspecial auf e-teaching.org. Dazu bitten wir um wissenschaftliche und praxisorientierte Beiträge zur Definition, Messung und Weiterentwicklung von Qualität in der Hochschullehre mit digitalen Medien. Das Themenspecial startet Ende April 2022.

Die Entwicklung von Hochschullehre wird häufig mit dem Begriff der Qualität in Verbindung gebracht. So wurden unter anderem das Bund-Länder-Programm „Qualitätspakt Lehre” (2011-2020) und die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” (seit 2015) ins Leben gerufen, um die Hochschullehre qualitativ weiterzuentwickeln.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, was genau mit Qualität in der Hochschullehre gemeint ist. Es zeigt sich, dass der Begriff im jeweiligen Kontext immer wieder neu verhandelt werden muss. Neben verschiedenen Definitionen und Bedeutungen können auch unterschiedliche Perspektiven (Lehrende, Lernende, Hochschulorganisation, …) eine Rolle spielen. Außerdem kann zwischen mehreren Qualitätsebenen unterschieden werden, der Input-Ebene (z. B. strukturelle Voraussetzungen), der Durchführungsebene (z. B. didaktische Konzepte oder Studienabläufe) und der Ergebnis-Ebene (z. B. Wissens-/Kompetenzzuwachs, Prüfungsergebnisse usw.) (vgl. Arnold, Kilian, Thillosen, & Zimmer, 2018).

Was ist Qualität in der Hochschullehre und wie kann sie verbessert werden?

Zunächst gilt es, den Qualitätsbegriff als solchen zu betrachten: Welche Aspekte sollen gute Lehre im jeweiligen Kontext auszeichnen? Auf welcher Ebene soll Qualität untersucht werden? Wie ist es um Definitionen und Begriffe wie „Qualitätssicherung“, „Qualitätsentwicklung“ oder „Qualitätsmanagement“ bestellt? Müssen Normen herangezogen werden oder kann jede Hochschule oder jede lehrende Person eigene Kriterien definieren?

Daneben stellt sich für Forschung und Praxis unter anderem die Frage, wie im Bereich der Hochschullehre mit digitalen Medien Qualität erfasst werden kann. Welche quantitativen und qualitativen Evaluationsmethoden werden eingesetzt? Welche Vor- und Nachteile bringen diese bei der Erhebung und Auswertung mit sich? Entscheidend ist dabei auch, welche Variablen (z. B. motivational oder kognitiv) überhaupt erfasst werden und welche Fragestellungen und theoretischen Modelle der Evaluation zugrunde liegen.

Daran schließt sich die Herausforderung an, die gewonnenen Daten sinnvoll zu nutzen, um die eigene Lehre im Speziellen oder die Hochschullehre im Allgemeinen zu verbessern. Auch stellt sich die Frage, wie Lehrende ihre eigene Lehre beforschen und wie ein Austausch über die gewonnenen Erkenntnisse in der Praxis aussehen kann. Einen möglichen Ansatz, der auch im Themenspecial aufgegriffen werden soll, stellt das Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) dar.

Das Themenspecial greift diese und damit verbundene Fragestellungen auf und stellt Diskussionsbeiträge und Lösungsansätze zu Definition, Messung und Weiterentwicklung von Qualität in der Hochschullehre mit digitalen Medien zur Verfügung.

Zielgruppe

Der Call richtet sich insbesondere an Hochschulmitarbeitende aus der Lehre, Forschung und den Supportbereichen, die sich mit dem Thema aus Perspektive der Bildungsforschung (z. B. SoTL), der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements sowie der Hochschuldidaktik und -Entwicklung beschäftigen.

Rahmenbedingungen

Zu den oben aufgeführten Fragestellungen und Themen bitten wir um Ihre Beiträge! Dabei kann es sich um wissenschaftliche (theoretische oder empirische) oder praxisbezogene Beiträge handeln. Neben Textbeiträgen sind auch Video- oder Audiobeiträge willkommen.

Bevor Sie einen Beitrag verfassen, lassen Sie uns bitte einen Abstract im Umfang von ca. 2500 Zeichen (inklusive Leerzeichen) zukommen. Der Abstract sollte folgende Informationen beinhalten:

  • Erläuterung der Fragestellung / des Themas
  • Aufzeigen der Relevanz der Fragestellung bzw. Einbettung in den theoretischen Diskurs
  • Darstellung der Methodik (z. B. Aufzeigen eines Praxisbeispiels, Erarbeitung eines Themas anhand eines Literaturüberblicks oder eines näher dargestellten Forschungsdesigns usw.)
  • (Erwartete) Ergebnisse bzw. Erkenntnisse der Arbeit
  • Geplantes Format des Beitrags (Text, Audio, Video, …)

Nach Erhalt Ihres Abstracts werden wir uns zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen und die weiteren Schritte und Details des Veröffentlichungsprozesses besprechen.

Das Themenspecial findet im Sommersemester 2022 statt und startet voraussichtlich Ende April.

Ansprechpartnerin: Jessica Kathmann, j.kathmann[at]iwm-tuebingen.de, +49 7071 979-241

Das Themenspecial wird in Kooperation mit dem BMBF-Metavorhaben „Digitalisierung im Bildungsbereich“ (Digi-EBF) ausgerichtet, dessen Teilvorhaben zur Lehrerbildung am IWM angesiedelt ist. Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JD1800D gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Autorin.

Logos BMBF & Digi-EBF

Gepostet von: njohn
Kategorie: Call for Papers/Participation Themenspecial

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