Den „Spirit der Masse“ zur Wissenskonstruktion nutzen

Im Interview erläutert Prof. Dr. Ulrike Cress, stellvertretende Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM), wie durch kollaboratives Lernen Wissen weiterentwickelt wird und neue Einsichten entstehen – für den Einzelnen und die Gruppe.
Prof. Dr. Ulrike Cress

Die Psychologin Ulrike Cress ist Professorin für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen; am IWM leitet sie die AG „Wissenskonstruktion“, zu der auch das Portal e-teaching.org gehört.

Das zentrale Thema der AG ist die Frage, wie Menschen gemeinsam Wissen konstruieren können. Was passiert bei der Zusammenarbeit in Wikipedia oder anderen Wikis? Wie verändern sich Lernprozesse und das Verständnis von "Wissen" durch „Massenkollaboration“, kann eine Masse wirklich zusammenarbeiten – und mit welchen Methoden können solche Prozesse erforscht werden? Im Interview geht Ulrike Cress auf diese Fragen ein und gibt damit einen Überblick über die Arbeit in den unterschiedlichen Projekten der AG Wissenskonstruktion.

Dabei greift sie auf das in der AG entwickelte Co-Evolutionsmodell zur Wissenskonstruktion zurück, das die Dynamik zwischen dem individuellen Lernprozesses und dem Prozess der Wissenskonstruktion innerhalb eines sozialen Systems beschreibt:

Wer sich tiefergehend informieren will, kann die im Interview genannten Grundideen in einer online zur Verfügung stehenden Publikation nachlesen: Kimmerle, J., Moskaliuk, J., Oeberst, A., & Cress, U. (2015). Learning and collective knowledge construction with social media: A process-oriented perspective. Educational Psychologist, 50, 120-137.

Auf der Homepage des Leibniz-Instituts für Wissensmedien finden Sie auch eine Liste ihrer weiteren Publikationen sowie eine Übersicht über alle Projekte der AG Wissenskonstruktion mit weiterführenden Links.