„Innovationspotenziale Digitaler Hochschulbildung“ – BMBF schreibt zweite Förderlinie im Forschungsfeld „Digitale Hochschulbildung“ aus

28.08.2017: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat aktuell eine neue Förderlinie zur Erforschung der digitalen Hochschulbildung ausgeschrieben. Bis zum 20.10. können sich Forschungsprojekte bewerben, Gelingensbedingungen für organisatorische, didaktische und technische Gestaltungskonzepte digitaler Hochschulbildung zu erforschen und auszugestalten.

Das BMBF unterstützt die Digitalisierung der Hochschulbildung mit einem eigenen Forschungsfeld „Digitale Hochschulbildung“, das wiederum Teil des übergeordneten Förderschwerpunktes „Wissenschafts- und Hochschulforschung“ ist. Im Rahmen dieses Forschungsfeldes werden sukzessive vier Förderlinien ausgeschrieben, um die mit der Digitalisierung einhergehenden Potenziale im Bereich der Hochschulbildung zu identifizieren und nutzbar zu machen. Die erste, im Februar 2016 ausgeschriebene Förderlinie verfolgt das Ziel, neue Erkenntnisse über die Wirksamkeit digitaler Bildungsformate zu gewinnen und bestehendes Wissen zu systematisieren. Mit Bekanntmachung im Bundesanzeiger vom 15.08. ist jetzt die zweite Förderlinie ausgeschrieben worden. Im Unterschied zur ersten sollen nun wenige Schwerpunktprojekte ausgewählt werden, die ihre Forschungsaktivitäten auf innovative Gestaltungskonzepte digitaler Hochschulbildung im Wechselspiel zwischen Didaktik und Technik richten. Gefragt wird genauer nach der Beschaffenheit von Gestaltungskonzepten, die eine qualitative Verbesserung der Hochschullehre in Hinblick auf unterschiedliche Aspekte wie etwa Zielgruppenadaptivität, Effizienz- und Mobilitätssteigerung oder Inklusion gewährleisten. Als mögliche Forschungsfelder werden genannt:

  • Learning Analytics zur Unterstützung der Hochschulbildung
  • Innovative Formen der Mensch-Technik-Interaktion in der Hochschulbildung (z. B. auch Ansätze der erweiterten oder virtuellen Realität, Interaktionssysteme für Gruppen)
  • Digitale Formen der projekt-, problem- und fallbezogenen Lehre (und gegebenenfalls anderer hochschuldidaktisch begründeter Gestaltungsmodelle) in der Hochschulbildung
  • Nutzung digitaler Technologie aus bzw. in realen Anwendungskontexten für die Hochschulbildung (z. B. aus den Übergängen zu Industrie 4.0)
  • Gestaltung des physischen und digitalen Raums zur Unterstützung des Lernens und der sozialen Interaktion in der Hochschulbildung
  • Einsatz von Big Data in der Hochschulbildung
  • Einsatz künstlicher Intelligenz in der Hochschulbildung

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen (insbesondere kleine und mittlere Unternehmen – KMU).

Förderdauer

Projekte können mit einer Laufzeit von bis zu 3,5 Jahren (42 Monate) gefördert werden. Nach positiver Zwischenbegutachtung ist eine Anschlussförderung von bis zu weiteren 2,5 Jahren (30 Monaten) möglich.

Antragsverfahren

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.  In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger bis spätestens 20. Oktober 2017 Projektskizzen in schriftlicher und elektronischer Form vorzulegen. Details zur Ausschreibung und zum Antragsverfahren können der Bekanntmachung vom 15.08.2017 im Bundesanzeiger entnommen werden.

Bildquelle auf Facebook: Ansgar Koreng, Berlin Bundesministerium für Bildung und Forschung, CC BY 3.0 DE

Weitere Informationen

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Gepostet von: MHellermann
Kategorie: Ausschreibung

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