Vorlesungsaufzeichnung und -distribution mit Lecture2Go

E-Lectures nehmen an deutschen Hochschulen einen immer größeren Stellenwert ein. Die Universität Hamburg entwickelte ihr eigenes System, um den Studierenden die Vorlesungen online abrufbar zu machen - Lecture2Go nennt sich das Soft- und Hardware-Paket. Der Erfahrungsbericht von Jan Torge Claussen nimmt den Lecture2Go-Koffer der Uni Hamburg genauer unter die Lupe.

Die universitäre Lehrveranstaltungsform Vorlesung war schon immer mehr als nur präsent im Sinne eines unmittelbar und live stattfindenden Ereignisses. Vielseitige Bezüge zu unterschiedlichen Quellen, Partizipation der Hörerinnen und Hörer, ihre Mitschriften und zusätzliche Materialien zum Verständnis sind bis heute Teil des jeweiligen Vortrags. Darüber hinaus hat sich die Vorlesungssituation mit dem Einzug digitaler Bild- und Tonverarbeitung in die Hörsäle gewandelt. Die Präsentation in Form von digitalen Folien ist nahezu obligatorisch. Um die Vorlesung anschließend so vollständig wie möglich auch nach Ende der Präsenzveranstaltung zu erhalten, arbeiten zahlreiche Universitäten daran, sie als audiovisuelle Mitschnitte aufzuzeichnen. Dabei gilt es, die jeweilige Präsentation und den/die Redner/-in in Ton und Bild synchron festzuhalten.

Die Universität Hamburg hat sich dafür entschieden, ein eigenes System zu entwickeln und gleichzeitig eine Website zur Verbreitung der damit aufgenommenen Veranstaltungen aufzubauen. Inzwischen verfügt das daraufhin gegründete Projekt „Lecture2Go“ über eine Vielzahl von Aufnahmesystemen und betreibt die zentrale Medienplattform der Universität Hamburg.