Was macht Lernen mit digitalen Medien erfolgreich? Kriteriumsorientierte adaptive Hochschulklausuren

Individualisierte, messgenaue und faire Klausuren sind das Ziel des Forschungsprojekts "Kriteriumsorientiertes adaptives Testen in der Hochschule" (KAT-HS) der Universität Jena. Im Audiobeitrag erklärt Hanna Köhler, wie die Digitalisierung bessere Klausuren ermöglichen könnte.

Lernen an der Hochschule ist dann motivierend, wenn die erworbenen Kompetenzen zielgerichtet für spätere berufliche oder wissenschaftliche Tätigkeiten eingesetzt werden können. Dafür ist es notwendig, die anzueignenden Kompetenzen zu Beginn einer Lehrveranstaltung transparent als Ziele zu definieren und diese später auch in adäquater Weise zu prüfen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die resultierenden Noten auch Aufschluss darüber geben, was Personen wissen und können.

Im Rahmen des BMBF-Projekts KAT-HS an der Friedrich-Schiller Universität Jena soll ein theoriebasiertes Konzept für die Gestaltung innovativer, adaptiver Klausuren im Hochschulbereich entwickelt und untersucht werden. Denn die zunehmende Digitalisierung im Bildungsbereich eröffnet nicht nur für die Gestaltung der Lehre, sondern auch für das schriftliche Prüfen mittels Klausuren neue Chancen. Digitale Technologien ermöglichen dabei eine ökonomische Klausurgestaltung und den Einsatz interaktiver Elemente, aber auch die Nutzung aktueller Ansätze aus Psychometrie und Diagnostik. Insbesondere kriteriumsorientiertes adaptives Testen hat das Potential Hochschulklausuren individualisierter, messgenauer und fairer zu gestalten.

Im Audiobeitrag wird Hanna Köhler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für empirische Methoden der erziehungswissenschaftlichen Forschung, interviewt. Außerdem berichten Studierende und eine Dozentin über ihre Erfahrungen mit Klausuren – sowohl mit herkömmlichen, als auch mit solchen, die auf die Studierenden und deren relevante Kompetenzen zugeschnitten sind.

Über die Autoren

Sebastian Born
ist seit 2011 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Empirische Methoden der erziehungswissenschaftlichen Forschung an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena tätig und arbeitet aktuell im Projekt KAT-HS. Seine Forschungsschwerpunkte sind Testentwicklung, Computerisiertes adaptives Testen und Kompetenzdiagnostik.

Dr. Christian Spoden
arbeitet seit 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Empirische Methoden der erziehungswissenschaftlichen Forschung an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Außerdem ist er einer der beiden Leiter des BMBF-geförderten Projektes „Kriteriumsorientiertes adaptives Testen in der Hochschule“ (KAT-HS). Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Item-Response-Theorie, Kompetenzdiagnostik und Vergleichsarbeiten bzw. Lernstandserhebungen.