Was macht Lernen mit digitalen Medien erfolgreich?

Das Themenspecial geht der Frage nach, welche Wirkfaktoren zu erfolgreichem Lernen mit digitalen Medien führen. Ziel ist es, einen Einblick in aktuelle Forschungs- und Praxisprojekte zu geben und damit Unterstützung bei der Planung und Ausrichtung digitaler Hochschullehre zu bieten.
19.10.2017 - 31.03.2018

Den Studierenden ist ein Licht aufgegangen – aber weshalb eigentlich? Um Lernprozesse positiv zu beeinflussen, ist das Verständnis sozialer, motivationaler und kognitiver Prozesse eine wichtige Voraussetzung. Allerdings ist es nicht gerade einfach, einen Überblick über Erfolgsfaktoren digitaler Hochschulbildung zu erhalten. Welche Gelingensbedingungen konnten in der psychologischen Forschung bereits identifiziert werden? Welche konkreten Umsetzungsmöglichkeiten bieten sich, um diese Wirkfaktoren in der Lehre mit Hilfe digitaler Medien einzusetzen? Und wie sollte Lernerfolg überhaupt definiert werden?

Wir haben Expertinnen und Experten diese Fragen gestellt und dabei Erfahrungsberichte gesammelt, Interviews geführt und eine Online-Event-Reihe zusammengestellt. Als Ergebnis zeigen wir viele Beispiele, wie verschiedene Wirkfaktoren im Hochschulkontext eingesetzt werden können. Im Themenspecial möchten wir mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen, welche Faktoren wichtig sind, damit die komplexen Inhalte des Studiums besser und tiefer verstanden werden. 

Kooperationspartner dieses Themenspecials ist das BMBF-geförderte Forschungsprojekt Digital Learning Map 2020 (LearnMap). Das Projekt setzt sich mit Gelingensbedingungen von Hochschullehre mit digitalen Medien auseinander.

Aus der Praxis

Fallsimulationen und automatisches adaptives Feedback mittels Künstlicher Intelligenz in digitalen Lernumgebungen

Der Artikel von Mitgliedern des FAMULUS-Projekts gibt einen Überblick über den derzeitigen Wissens- und Forschungsstand zum Einsatz von Fallsimulationen sowie zu Methoden der automatischen Generierung von adaptivem Feedback in der Hochschullehre. Des Weiteren werden Fragestellungen diskutiert, die sich durch die Kombination dieser zwei Unterstützungsmöglichkeiten in Lernumgebungen ergeben. Zum Beitrag...

Psychologische Wirkfaktoren der digitalen Lehre in der Medizin am Beispiel der Sectio Chirurgica

Die Sectio Chirurgica ist eine etablierte digitale Lernplattform aus dem Bereich der medizinischen Lehre. Das Herzstück der Plattform ist die wöchentlich stattfindende Live-Veranstaltung. Die Idee dieser Veranstaltung ist es, realitätsnahe chirurgische Eingriffe, moderiert von einem Anatomen, am Präparat darzustellen und live online zu übertragen. Im Interview diskutieren Bernhard Hirt vom Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik an der Universität Tübingen und Johannes Großer vom Leibniz-Institut für Wissensmedien am Beispiel der Sectio Chirurgica, was wichtige Wirkfaktoren sind, die die digitale Lehre erfolgreich machen. Zum Beitrag...

Studienerfolg mittels Learning Analytics

Zur Prognose von Studienerfolg und zur Unterstützung von Lehr-Lernprozessen durch adaptive und personalisierte Systeme findet der Ansatz „Learning Analytics“ international vermehrt Anwendung. Learning Analytics verwenden dynamisch generierte Daten von Lernenden und Lernumgebungen, um diese in Echtzeit zu analysieren und zu visualisieren. Zum Beitrag...

Was macht Lernen mit digitalen Medien erfolgreich? Digitale Spiele in der Hochschule

Der durchschnittliche Jugendliche erreicht bis zum Alter von 21 Jahren 10.000 Stunden Spielzeit – das Äquivalent der gesamten Sekundarstufen I und II. Dabei stellen sich Spielende freiwillig herausfordernden Aufgaben, lernen Taktiken und Regeln auswendig und investieren viel Zeit in ihr Hobby. Vermehrt beschäftigen sich Forschende mit diesem Phänomen und darauf aufbauenden Fragen – warum motivieren digitale Spiele und wie lässt sich diese Motivation beispielsweise für Lehre und Lernen nutzen? Im Interview sprach e-teaching.org mit Carolin Wendt und Maike Groen über Erfolgsfaktoren von digitalen Spielen in der Hochschule. Zum Beitrag...

Intelligente Unterstützung von Kleingruppenarbeit in der online-gestützten Hochschullehre

Eine Möglichkeit, um geringerer Interaktion in Online-Kursen entgegenzutreten, ist die Einführung online-gestützter Gruppenarbeit, bei der die Lernenden den Lernstoff miteinander diskutieren und Lernaufgaben oder Projekte in Kooperation durchführen. Im Erfahrungsbericht wird auf grundlegende Voraussetzungen für die technologiebasierte, intelligente Unterstützung von Kleingruppenarbeit in der Online-Lehre eingegangen, wie sie im BMBF-geförderten Forschungsprojekt „IKARion“ entwickelt wird. Zum Beitrag...

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Online-Events

23.10.2017

Wirkung und Wirksamkeit digitaler Hochschullehre - Vorstellung aktueller Forschungsprojekte

Podium mit Gabriele Irle (Leibniz-Institut für Wissensmedien), Prof. Dr. Michael Kerres (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Johannes Moskaliuk (Leibniz-Institut für Wissensmedien)

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07.11.2017

Motivation als Erfolgsfaktor des Lernens mit digitalen Medien

Ringvorlesung mit Prof. Dr. Taiga Brahm (Eberhard Karls Universität Tübingen), Jun.-Prof. Dr. Sandra Hofhues (Universität zu Köln)

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28.11.2017

Soziale Interaktion als Erfolgsfaktor des Lernens mit digitalen Medien

Ringvorlesung mit Prof. Dr. Nicole Krämer (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Nikol Rummel (Ruhr-Uni­ver­si­tät Bo­chum)

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11.12.2017

Unterstützung kognitiver Prozesse als Erfolgsfaktor des Lernens mit digitalen Medien

Ringvorlesung mit Prof. Dr. Per Bergamin (Fernfachhochschule Schweiz), Prof. Dr. Oliver Burgert (Hochschule Reutlingen), Irene Merdian (Hochschule Reutlingen)

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16.01.2018

Wie können politische Rahmenbedingungen erfolgreiches Lernen begünstigen?

Ringvorlesung mit Oliver Janoschka (Hochschulforum Digitalisierung, Foto: David Ausserhofer), Dr. Anja C. Wagner (FrolleinFlow / FLOWCAMPUS)

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05.02.2018

Lernerfolg definieren im Spannungsfeld von Individuum, Hochschule und Gesellschaft

Podium mit Prof. Dr. Ulrike Cress (Leibniz-Institut für Wissensmedien), Prof. Dr. Jürgen Handke (Philipps-Universität Marburg ), Prof. Dr. Bernhard Hirt (Universitätsklinikum Tübingen)

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