Lehren und Lernen mit digitalen Medien: Veranstaltungshinweise für November 2026

02.11.2026 | Veranstaltungshinweis

Im November werden die Tage wieder spürbar kürzer, doch die zahlreichen Weiterbildungsangebote und Veranstaltungen rund um das Thema der digitalen Hochschullehre bleiben deshalb noch lange nicht aus. Neben jährlich wiederkehrenden Konferenzen wie der KNOER-Tagung, der Digital Learning Konferenz und der ViTeach bieten Hochschulen auch Workshops und Vorträge zu den Themen Open Educational Resources und Künstliche Intelligenz an. Wir haben eine Auswahl zusammengestellt. Zudem laden wir ganz herzlich zu den Online-Events unseres neuen Themenspecials auf e-teaching.org ein, die sich ab November mit dem Thema „Lernen unterstützen durch Adaptivität und Adaptierbarkeit” befassen.

Themenspecial auf e-teaching.org

Auf e-teaching.org startet ab November das neue Themenspecial „Lernen unterstützen durch Adaptivität und Adaptierbarkeit”. Das Themenspecial widmet sich in fünf Online-Events unter anderem den Fragen: Welche Möglichkeiten gibt es, Lernprozesse individuell zu unterstützen, was unterscheidet adaptive von adaptierbaren Lernumgebungen – und was verändert sich in diesem Themenfeld durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz? 

Am heutigen Montag, dem 2. November findet von 14 bis 15 Uhr das Online-Event „Adaptivität und Adaptierbarkeit im Hochschulkontext – Einführung in den Themenbereich” statt. Zum Auftakt des Themenspecials geben Dr. Olga Chernikova (LMU München) und Prof. Dr. Garvin Brod (IWM) Einblicke in den aktuellen Stand der Bildungsforschung zu Adaptivität, Adaptierbarkeit, personalisierter Lernunterstützung, Lernpfaden und Selbstregulation.

Am Montag, dem 16. November geht es weiter mit dem Online-Event „Individuell und adaptiv fördern mit intelligenten Tutorsystemen – vom Englischunterricht bis zum Programmier-Tutorium“. Von 14 bis 15 Uhr stellen Dr. Kordula De Kuthy, Prof. Dr. Detmar Meurers, Dr. Tjark Müller (alle IWM) und Dr. Frank Papenmeier (Universität Tübingen) drei erprobte Intelligente Tutorielle Systeme (ITS) aus ihrer Forschung und Praxis vor.

Im Werkstattgespräch „Adaptive und adaptierbare KI-Lehre in der Hochschulpraxis“ am Montag, dem 30. November von 14 bis 15 Uhr, geht es um die Frage, wie sich Lernangebote zu KI so gestalten lassen, dass sie mit deren schneller Entwicklungsdynamik Schritt halten und zugleich unterschiedlichsten Lernzielen und Zielgruppen gerecht werden können. Prof. Dr. Malte Persike (RWTH Aachen University) und Florian Rampelt (Stifterverband / KI-Campus) diskutieren am Beispiel des BMFTR-geförderten Projekts „KI-Kompetenzen an Hochschulen stärken“, welche Lösungsmöglichkeiten Adaptierbarkeit und Adaptivität bieten können.

Die Online-Events sind kostenlos und können ohne Anmeldung besucht werden. Weitere Informationen zum Themenspecial finden Sie bei uns im Portal.

Konferenzen und Tagungen

Das vom BMBFSFJ geförderte Projekt MOERFI veranstaltet am 4. und 5. November seinen 3. MOERFI Demo-Tag zum Thema „Offene Bildung im Lern- und Lehralltag“. Nach der Bestandsaufnahme der OER-Infrastrukturen (1. Demo-Tag) und der Vorstellung von Tools und KI-Lösungen (2. Demo-Tag) rückt der 3. MOERFI Demo-Tag die Lernenden selbst in den Fokus: Wie funktioniert offenes Lernen im echten Alltag? Mit Keynote, Fishbowl, praxisnahen Workshops und einem interaktiven „Markt der Möglichkeiten“ bietet die Veranstaltung Raum für Erfahrungsberichte, Lösungsansätze und Vernetzung rund um Open Educational Resources (OER).

Die 19. Internationale Konferenz für Bildung, Forschung und Innovation (ICERI) findet vom 9. bis 11. November in Sevilla, Spanien statt. Die Konferenz ist zu einem jährlichen Treffpunkt für Dozierende, Forschende, Bildungstechnologen und Bildungstechnologinnen, sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geworden. Thematisch erstreckt sich die ICERI2026 über Themen wie inklusivem Lernen bis hin zu neuen Technologien in der Lehre.

Die ViTeach 26 fragt am 10. November unter dem Motto „Facts. Fake. Future?!“, wie videobasierte Hochschullehre in Zeiten von Künstlicher Intelligenz glaubwürdig, didaktisch durchdacht und technisch zukunftsfähig gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stehen drei Bereiche, die Lehren und Lernen derzeit prägen: KI und Verantwortung, Didaktik und Produktion sowie Technik in der videobasierten Hochschullehre.

Das Kompetenzzentrum Moodle.NRW richtet am 12. November das 10. Moodle-Community-Treffen aus. Dem Motto „von der Community für die Community“ folgend entsteht das Programm aus eingereichten Session-Vorschlägen. Geplant sind unter anderem Beiträge zu E-Prüfungen und deren Archivierung sowie zu Künstlicher Intelligenz.

Die diesjährige KNOER-Tagung am 17. November nimmt unter dem Titel „Digital Public Good unter Druck. Offene Bildungsinfrastrukturen als Fundament demokratischer Bildung“ aktuelle Entwicklungen rund um OER, digitale Infrastrukturen und Fragen der digitalen Souveränität in den Blick. Neben Keynotes, Workshops und Diskussionsformaten bietet die Tagung Raum für Austausch, Vernetzung und die Entwicklung gemeinsamer Perspektiven. 

Zum dritten Mal richtet die Hochschule München in Kooperation mit der SIG ePortfolio die Online-Tagung „E-Portfolios an Hochschulen: Potenziale, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven“ aus. Die Veranstaltung am 17. November befasst sich mit dem Einsatz und der Weiterentwicklung von E-Portfolios an Hochschulen. Dabei sollen erprobte Lehrkonzepte, konkrete Anwendungsszenarien, technische und organisatorische Erfahrungen sowie aktuelle Herausforderungen diskutieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der E-Portfolio Software Mahara.

Der 3. OERinfo-Fachtag unter dem Thema „OER neu erzählen – pädagogische Perspektiven stärken“ findet am 18. November statt. Ziel ist es, den Blick auf offene Bildungsmaterialien zu weiten und damit verbundene offene Bildungspraktiken, sogenannte Open Educational Practices (OEP), zu betrachten. Am OERinfo-Fachtag demonstrieren Praktikerinnen und Praktiker entlang der Bildungskette, angelehnt an die OEP Community-Konsultation 2025, ihren Einsatz von OER in offenen, inklusiven Lernsettings in Elementar, Schul- und Berufsbildung sowie Hochschulbildung. Sie bieten Impulse zur Diskussion über den Einsatz offener Bildungspraktiken und deren Wirkung auf Lernende und deren Lern(um)welten. 

Am 18. November findet die Digital Learning Konferenz 2026 der Hochschule Bielefeld (HSBI) statt. Die Veranstaltung bietet ein Forum, um innovative Lehrformate zu diskutieren und sich zu vernetzen. Erwartet wird ein abwechslungsreiches Programm mit Good Practices, innovativen Lehr-/Lern-Konzepten und verschiedenen Keynotes.

Die Abschlusstagung des Verbundprojektes #Digitalkompetenz.nrw widmet sich Bedarfen und der Förderung digitaler Kompetenzen sowie den Möglichkeiten von Online-Self-Assessments an Hochschulen. Die Tagung an der RWTH Aachen am 18. und 19. November bietet eine Plattform, um sich über methodische Umsetzung in Lehre, Lernen und Prüfen, (empirische) Forschung und offene Fragen auszutauschen.

Die zweite NeL AI-Week, die in Kooperation des Netzwerk Landeseinrichtungen für digitale Hochschullehre (NeL) mit der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL) online durchgeführt wird, lädt vom 23. bis 26. November zum Erfahrungsaustausch ein. Mit der NeL AI-Week 2026 möchte das NeL einen anwendungsorientierten Blick auf die Herausforderungen und Potenziale des KI-Einsatzes in der Hochschullehre werfen. Einen thematischen Schwerpunkt setzt die Online-Veranstaltung „Souveräne KI-Infrastrukturen an Hochschulen: Praxisbeispiele, Unterstützungsstrategien, förderpolitische Fragen“ am 25. November.

Workshops und Schulungen

Bei dem twillo Online-Workshop „OER in der Lehrgestaltung. Grundlagen und praktische Anwendungsfälle“ am 4. November vermitteln die Referentinnen Britta Beutnagel und Sabine Stummeyer (beide Technische Informationsbibliothek TIB) anwendungsorientierte Informationen für die Nutzung und Erstellung offener Bildungsressourcen (OER). Den Kern des Workshops bildet die praktische Gestaltung offener Lehr-/Lernszenarien.

Der Online-Vortrag „Künstliche Intelligenz und offene Bildung: Orientierung im OER-&-KI-Dickicht“ findet am 12. November im Rahmen des Open Science Novembers der Ruhr Universität Bochum (RUB) statt und bietet einen Überblick über aktuelle Entwicklungen mit einem Schwerpunkt auf Community, Open Educational Practices und Kulturwandel. Referent Daniel Diekmann legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Frage, wie KI offene Bildungspraktiken und die Kultur des Teilens und gemeinsamen Entwickelns von Wissen verändern kann.

Die interaktive Online-Veranstaltung „Die unteilbare Präsentation: Ein digitaler OER-Escape-Fall“ findet am 18. November, ebenfalls im Rahmen des Open Science Novembers der RUB statt. Teilnehmende lösen in kleinen Gruppen gemeinsam einen OER-Escape-Fall. Auf der Suche nach Lösungen erfahren die Teilnehmenden unter anderem, wie sie geeignete offene Materialien auf ORCA.nrw und in anderen geeigneten Quellen finden und wo sie Orientierung bei Fragen rund um Creative-Commons-Lizenzen und die Nachnutzung von Lehrmaterialien erhalten.

Bild im Blog und auf Social Media: Polina / Pexels.

Gepostet von: cdemircan
Kategorie: Veranstaltungshinweis