Einführung des Learning Managementsystems ILIAS an der Universität der Bundeswehr München

Dr. Alexander Florian von der Universität der Bundeswehr München zeigt im Abschlussbericht des Projekts ILIAS@UniBwM, dass die Einführung eines LMS auch heute noch ein komplexer Prozess ist, in den selbst an einer kleinen Hochschule möglichst viele Personen einbezogen werden sollten.

Einen eindeutigen Ist-Zustand des Einsatzes von E-Learning an deutschen Hochschulen zu beschreiben, ist fast unmöglich. Zwar hat sich inzwischen an vielen Hochschulen in Deutschland als Standard zumindest ein Lernmanagementsystem (LMS) etabliert – jedoch nicht an allen. Gerade kleinere Hochschulen sehen ihre Stärke oft in der Präsenzlehre und einer hohen Betreuungsintensität.

So realisiert die Universität der Bundeswehr München (UniBwM), die in der Lehre auf die wissenschaftliche Ausbildung von Offizieren und Offiziersanwärtern ausgerichtet ist, für ihre ca. 3200 Studierenden ein Intensivstudium mit verkürzter Studiendauer. In ihrem Selbstverständnis als Campus- und Präsenzuniversität ist E-Learning eher ein Nebenaspekt. Zwar wurden für spezifische Zwecke bestimmte Tools eingesetzt – z.B. BSCW zur Datei-Ablage  –, ein universitätsweites LMS gab es aber lange nicht. Schließlich entstand aus einem interdisziplinären Kreis von E-Learning-Interessierten, der sich mit dem Ziel zusammenfand, ein LMS für die UniBwM zu erproben, das Projekt ILIAS@UniBwM, das von Juni 2010 bis Dezember 2011 lief.