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Studien » Studien 2008

Aktuelle Studien rund ums Thema E-Learning (2008)

Wir haben für Sie aktuelle und interessante Studien zum Thema E-Learning in der Hochschule zusammengestellt. Die meisten stehen kostenlos im Internet zum Download zur Verfügung. Die Studien sind chronologisch sortiert.



Bargel, T., Müßig-Trapp, P., Willige, J. (2008)
Studienqualitätsmonitor 2007 - Studienqualität und Studiengebühren.

Anfang 2008 wurde der Studienqualitätsmonitor 2007 von HIS (Hochschul-Informations-System GmbH) und der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz fertiggestellt und veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine repräsentative Umfrage von knapp 22.000 Studierenden an 150 Hochschulen mit einem thematischen Schwerpunkt auf Studienqualität und Studiengebühren. Diese Befragung soll in Zukunft jährlich offen legen, wie sich die Studienbedingungen in Deutschland verändern. Besondere Berücksichtigung sollen dabei die bevorstehenden oder bereits stattgefundenen Angleichungen im Rahmen des Bologna-Prozess mit der Umstellung auf Bachelor und Master oder der besagten Einführung der Studiengebühren.

Interessant im Hinblick auf E-Learning an der Hochschule ist, dass mehr als 2/3 aller Studierenden Onlineangebote zur Unterstützung des Selbststudiums als sehr wichtig einschätzen. Dagegen sehen sich ca. 27 % der Befragten nicht in der Lage das Onlienangebot zu beurteilen, in den meisten Fällen wohl, weil keines vorhanden oder zu wenig beworben ist. Hier wäre es demnach besonders wünschenswert, das Angebot zu erweitern und weiter zu entwickeln.

Weitere Ergebnisse der Befragung zeigen, dass Studierende die organisatorischen Rahmenbedingungen eher schlecht beurteilen. Mit der fachlichen Qualität der Lehre sind Sie hingegen zufriedener, diese wird, bis auf die didaktische Lehrqualität, gut bewertet. Im Vergleich der Hochschularten schneidet die Fachhochschule, was beispielsweise die Betreuung, die Ausstattung, den Praxisbezug oder aber die Überfüllung von Lehrveranstaltungen angeht, in der Bewertung meist besser ab als die Universität. Außerdem gibt es ein Gefälle von Universitäten im Osten zu Unis im Westen: an Ost-Unis sind die Studierenden zufriedener. In Bezug auf die Studiengebühren zeigt sich, dass 2/3 der Studierenden die Gebühren ablehnen und nur wenige sich positive Effekte davon versprechen. Außerdem beklagen die Studierenden, dass sie wenig Einfluss auf die Mittelvergabe haben und bemängeln die fehlende Transparenz in Bezug auf die tatsächliche Verwendung der Gelder. Ein Vergleich zwischen Universitäten mit Studiengebühren und gebührenfreien Hochschulen zeigt, dass die Ausbildungsbedingungen an nicht-gebührenpflichtigen Lerninstitutionen leicht besser bewertet werden, was die Verantwortlichen der Studie auf die gestiegenen Erwartungen und die kritischere Einstellung der bereits zahlenden Studierenden zurückführen.

Download: http://www.his.de/sqm


Fischer,Lars; Minks, Karl-Heinz (2008):
Acht Jahre nach Bologna – Professoren ziehen eine Bilanz. Ergebnisse einer Befragung von Hochschullehrern des Maschinenbaus und der Elektrotechnik. HIS: Forum Hochschule 3/2008.

Mittels Online-Befragung wurden 850 Professorinnen und Professoren der Fachbereiche Maschinenbau und Elektrotechnik zum Stand der Entwicklung der Bachelorstudiengänge an Fachhochschulen und Universitäten interviewt.
E-Learning, so die Studie, ist innerhalb der Ingenieurswissenschaften ein selten genutztes Instrument zur Wissensvermittlung. 40% der Lehrenden sehen sogar von einem methodischen Einsatz dieser neuen Lehr- und Lernform ab, während hingegen 14% sie häufig einsetzen.
Allgemein sprachen sich die Teilnehmenden sich für eine Verbesserung der Lehrqualität aus und wünschen sich dafür mehr personelle und materielle Unterstützung. Ebenso sollen Wirtschaftsvertreter verstärkt bei der curricularen Gestaltung helfen und die Beschäftigungsfelder der Bachelorabsolventen in Unternehmen weiter klären.

Download: http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-200803.pdf

Iiyoshi & Kumar (2008): Opening Up Education
Toru Iiyoshi & M.S. Vijay Kumar (Hrsg.): Opening Up Education. The Collective Advancement of Education through Open Technology, Open Content, and Open Knowledge. MIT Press 2008.

Im September 2006 fand der Open Education Summit der Carnegie Foundation for Advancement of Teaching in Standford, Kalifornien statt. Nun wurde ein E-Book mit den Ergebnissen veröffentlich. Das E-Book „Opening Up Education“ enthält 30 Artikel von Expertinnen und Experten aus dem Bereich Open Education - Entwicklern, Hochschulpraktikern und Wissenschaftlern. Es gliedert sich in drei Inhaltsbereiche: - Open Educational Technology - Open Educational Content - Open Educational Knowledge Die Beiträge setzen sich u.a. mit der Frage auseinander, wie freie Werkzeuge, Ressourcen und frei zugängliches Wissen Bildung verbessern kann. Die Autoren formulieren konkrete Hinweise und Empfehlungen, um den Aufbau von Lernumgebungen, die auf der Idee freier Lernressourcen aufsetzen, zu fördern. Ein weiteres Thema stellt der Wandel dar, der mit der Öffnung von Lernressourcen einhergeht bzw. einhergehen muss: Sowohl was die Bildungsorganisationen, insbesondere die Rahmenbedingungen für die Lehre, als auch die Rolle der Lehrenden und Lerner angeht. Im Rahmen der Publikation werden drei Dimensionen genannt, die für die nachhaltige Umsetzung der so genannten "Open Education" als entscheidend angesehen werden: Technische Integration, Synthese und Synergie, d.h. Kooperation und Verknüpfung bestehender Initiativen und Programme sowie Steuerung („Governance“). Betont wird außerdem die Bedeutung der gemeinschaftlichen Verwaltung ("Collectivity") für das Open Education Projek. Nur wenn es gelingt, die freien Ressourcen intelligent zu verwalten, wird sich auch deren Wiederverwendung durchsetzen. Weitere Voraussetzung ist, dass das Teilen und Bereitstellen von Ressourcen an Attraktivität gewinnt und sich eine Kultur etabliert, die dieses fördert. Nicht zuletzt gewährt das Buch Einblicke in verschiedene OER Initiativen und Projekte wie iLab, MERLOT, OpenCourseWare und Connexions.

Download: http://mitpress.mit.edu/catalog/item/default.asp?ttype=2 & tid=11309  



JISC (2008)
Great Expectations of ICT. How Higher Education Institutions are measuring up. Research Study Conducted for the Joint Information Systems Committee (JISC). Juni 2008.

JISC (Joint Information Systems Committee), die E-Learning Organisation für Forschung und Entwicklung zum Einsatz von Medien in Hochschulen (UK) erhebt in einer Studie, welche Erwartungen Studierende zu Anfang eines Studiums an den Medieneinsatz an ihrer Hochschule mitbringen. Die Studie macht vor allem deutlich, wann den Studierenden der Einsatz bestimmter Werkzeuge nicht angenehm ist. Beispielsweise zeigt sich, dass Studierende den Einsatz von Social Networks wie Facebook im Rahmen von Seminaren nicht besonders schätzen. Ebenso sind viele unerfahren, was die Nutzung und Erstellung von Podcasts und Wikis angeht und fühlen sich dementsprechend unsicher. Auch bei der Abgabe von Studienarbeiten über das Internet besteht noch Unsicherheit. Trotz fehlender Vorerfahrungen haben Studiernde dagegen scheinbar keine Probleme im Umgang mit dem Lernmanagementsystem WebCT oder bei der Adressierung von Online Tutoren über das Web.

Eine Kurzfassung der Ergebnisse findet man hier.
http://www.jisc.ac.uk/Home/publications/publications/greatexpectationsbp.aspx

Der ganze Report steht hier zur Verfügung:
http://www.jisc.ac.uk/publications/publications/greatexpectations


JISC Studie: Serious Virtual Worlds (2008)

Das "Joint Information Systems Committee " wagt sich mit der aktuellen Studie wieder einmal an ein Thema, zu dem es noch kaum Literatur und Forschungsergebnisse gibt, das aber in zunehmendem Maße an Bedeutung gewinnt: Virtuelle Welten. Um die 80 Anwendungen gibt es inzwischen. Die Studie gibt einen guten Einstieg ins Thema und stellt ein Schema zur Kategorisierung der verschiedenen virtuellen Welten vor. Unterschieden werden:
  • Role-Play worlds: Hier dominiert das Rollenspiel wie z.B. in World of Warcraft
  • Social Worlds: hier steht der Austausch und das Community-Building im Zentrum
  • Working Worlds: Hier geht es um die Unterstützung von Geschäftsprozessen, wie z.B. das Video-Conferencing in Project Wonderland
  • Training Worlds: Hier kann man üben und sich weiter qualifizieren
  • Mirror Worlds: Hier wird Realität abgebildet, wie z.B. in Google Earth 
Virtuelle Welten bieten neue Möglichkeiten der synchronen Zusammenarbeit von (Lern-)gruppen z.B. im Rahmen von Fernstudienangeboten. Interessant an Virtuellen Welten ist insbesondere, dass hier verschiedene Medien wie Chat, Video, Audio, E-Mail auf einmal genutzt werden können - auch wenn es mit der Integration manchmal noch hapert. Ebenso bietet eine Virtuelle Welt neue Möglichkeiten komplizierte Sachverhalte anschaulich zu machen. Allerdings, das macht die Studie auch deutlich, besteht noch ein dringender Bedarf, Rahmenkonzepte zu entwickeln, wie Lerner in Virtuellen Welten sinnvoll unterstützt werden können.

In 5 Fallstudien werden verschiedene Virtuelle Welten näher beleuchtet und deren Einsatzmöglichkeiten in der Praxis beschrieben. Ziel der Studie ist es Lehrenden eine Hilfestellung im Umgang und eventuell bei der Auswahl einer Virtuellen Welt für den eigenen Lehr-/Lernkontext zu helfen.

Die Studie "Serious Virtual Worlds" (erschienen 3. November 2008) steht bei JISC zum Download zur Verfügung.



Delyth Chambers & Alan Paull (2008): Landscape Study of Student Lifecycel Relationship Management. JISC. August 2008.


Die britische E-Learning-Organisation JISC hat 2008 eine Studie zum Thema Student Lifecycel Relationship Management durchgeführt, die Erfahrungen verschiedener Hochschulen im englischsprachigen Raum in diesem Bereich auswertet. Durchgeführt wurden Fallstudien zu denen MitarbeiterInnen aus 40 Hochschuleinrichtungen befragt wurden. Erhoben wurde, welche Prozesse durch welche Systeme im Moment unterstützt werden sowie was beim Student Lifecycel Management allgemein beachtet werden sollte. Unter dem Begriff Student Lifecycel Management fasst man Verwaltungs- und Dienstleistungssysteme und -prozesse der Hochschulen, die zum Ziel haben, den Studienprozess optimal zu unterstützen - beginnend von der ersten Kontaktaufnahme der potenziellen Studienanwärter, über die tatsächliche Bewerbung bis hin zum Abschluss des Studiengangs und der nachträglichen Betreuung der Alumnis. Als wichtige Prozesse im Student Lifecycel, die mittels Informationstechnologien unterstützt werden können, gelten: 

  • Informationsprozess vor der Bewerbung („Pre-Application)
  • Bewerbungsprozess
  • Informationsprozess nach der Bewerbung (Assessment, Auswahl, erste Rückmeldung)
  • Registrierung /Einschreibung
  • Einführung in die Hochschule
  • Unterstützung des Lehr-Lernprozesses
  • Sozialer Support
  •  Karriere- und Berufsförderung
  • Studienabschluss
  • Alumnibetreuung
  • Marketing


Die Studie steht online zum Download zur Verfügung:
http://www.jisc.ac.uk/publications/publications/studentrelationshipmanagement.aspx  

Kleimann, Bernd, Özkilic, Murat & Göcks, Marc (2008): Studieren im Web 2.0. Studienbezogene Web- und E-Learning-Dienste. HIS: Projektbericht November 2008.

Studieren im Web 2.0 Neue Studie der Hochschul-Informations System GmbH und des Multimedia Kontors Hamburg Die repräsentative Studie der Hochschul-Informations System GmbH und des Multimedia Kontors Hamburg wertet eine Befragung von über 4 000 Studierenden im Herbst 2007 aus. Abgefragt wurde, wie Studierende den Einsatz von E-Learning in der Hochschullehre einschätzen und welchen Einfluss Web 2.0-Werkzeuge auf die Lehr- und Lernformen der Hochschule haben. In der Studie zeigt sich, dass das Internet zum Alltagswerkzeug von Studierenden geworden ist. 73 % bewegen sich täglich 1-3 Stunden aktiv im Internet. Besonders beliebt ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia, Netzwerke wie StudiVZ und MySpace sowie Programme die Instant Messaging und Chat unterstützen. Second Life scheint dagegen bei Studierenden keine große Rolle zu spielen - 79% gaben an die Virtuelle Welt noch nie besucht zu haben. Was die Nutzung von Medien der Hochschule betrifft, zeigt ein Vergleich mit einer im Jahr 2004 durchgeführten Studie („E-Learning aus Sicht der Studierenden“, HISBUS-Kurzbereicht Nr. 10), dass sich diese in den letzten Jahren gesteigert hat. Konkret wurde angegeben, dass inzwischen 93 Prozent (2004: 68 %) lehrveranstaltunsgbegleitende digitale Materialien der eigenen Hochschule und 22 % (2004: 16%) interaktive Lernformen der eigenen Hochschule nutzen. Auf die Frage, welche anderen Online-Angebote von Hochschulen Studierende sonst noch besonders schätzen, wurden an erster Stelle die Online-Studieninformationen der Hochschule und Fachbereiche sowie Selbstbedienungsfunktionen (wie Lehrveranstaltungs- und Prüfungsanmeldung, Notenabfrage usw.) genannt. Als nicht besonders hoch wurde dagegen die Nützlichkeit von Online-Beratungsformen (via Chat oder Diskussionsforum) eingeschätzt.

Die Studie steht zum freien Download zur Verfügung: https://hisbus.his.de/hisbus/docs/hisbus21.pdf

Kleimann, Bernd (2008): Kapazitätseffekte von E-Learning an deutschen Hochschulen. Konzeptionelle Überlegungen – Szenarien –Modellrechnungen. HIS: Forum Hochschule 6 | 2008.

Können digitale Medien die Ausbildungskapazität von Lehreinheiten erweitern? Genauer: Welche Auswirkungen auf die Zahl der Studienanfänger und Studienplätze ergeben sich, wenn durch den Einsatz von E-Learning Personal- und damit Lehrkapazität frei wird?

Der Frage auf den Grund geht eine neue Studie der HIS GmbH. Im Zentrum steht die hypothetisch-modellhafte Betrachtung potenzieller kapazitätserweiternder Effekte von E-Learning. In Betracht genommen wird eine (fiktive) Lehreinheit, genauer ein Informatik-Fachbereich einer Universität mit zwei Studiengängen (Bachelor und Master). Der kapazitätserweiternde Effekt wird anhand von acht unterschiedlichen Szenarien mit jeweils unteschiedlichen Anteilen an Präsenzlehre und Online-Selbststudium untersucht.

Die meisten Hochschulen trauen E-Learning bisher keine kapazitätserweiternde Wirkung zu. Auch die Studie stellt nicht in Frage, dass E-Learning erst einmal mehr Personal erfordert. Allerdings weist sie auch auf die große Varianz des Personalmehrbedarfs hin. Dieser ist u.a. abhängig vom jeweils umgesetzten Lehr-/Lernszenario. Die lehrveranstaltungsbegleitende Bereitstellung von Folien, Skripten und kleinen interaktiven Übungen in einem Lernmanagementsystem erfordert natürlich einen viel geringeren Aufwand als die Entwicklung eines multimedial angereicherten, didaktisch wie technisch hochwertig umgesetzten Studiengangs, dessen Realisierung ein ganzes Team von Fachkräften verlangt. In der Studie bleiben bewusst Szenarien mit stark kapazitätsbindenden Effekten (also E-Learning Großprojekte) ausgeblendet. Vielmehr konzentriert sie sich auf Szenarien, bei denen eine Kapazitätserweiterung durch den Einsatz von Medien möglich erscheint.

Die kapazitätserweiternde Wirkung hängt weiterhin stark von der Vorerfahrungen der Nutzer ab. Auch in der Studie wird nicht angezweifelt, dass die erstmalige Nutzung komplexer Softwaretools durch Computer-Laien keine Zeitersparnis bedeuten kann.

Daher werden folgende Voraussetzungen in der Studie zu Grunde gelegt, damit kapazitätserweiternde Effekte überhaupt möglich erscheinen: - Wenige multimediale Elemente der zu erstellenden Materialien, - eine bestehende Software- und Hardwareinfrastruktur für E-Learning, - Verfügbarkeit nutzerfreundlicher Autorensoftware - hohes softwaretechnisches Know-how der Lehrenden.

Die Ergebnisse der Studie auf einen Nenner zu bringen ist ziemlich schwer. Vielmehr zeigt sie, dass die Kapazitätseffekte in hohem Maße von der spezifischen Merkmalskonfiguration eines jeden Szenarios wie didaktisch-technisches Setting, Gruppengrößen, Anrechnungsfaktor, zeitliche Verteilung des Mehraufwands für die Medienproduktion etc. abhängig sind. Bei der Betrachtung der Ergebnisse wird deutlich, dass nennenswerte kapazitätserweiternde Effekte bei Szenarien zu verzeichnen sind, die eine „kritische Masse an E-Learning“ (d.h. einen hohen Proporz an ersetzter Kontaktzeit in möglichst vielen Veranstaltungen) aufweisen. Erst dann werden die Kapazitätszuwächse nicht mehr durch den erhöhten Personalaufwand für die Erstellung von Online-Materialien und –Lernumgebungen aufgezehrt.

Zwar lässt sich auf Basis der Studie leider keine einfache Faustregel für den Personal- und Medieneinsatz ableiten, jedoch zeigt sie, welche Einsatzmöglichkeiten für E-Learning denkbar sind und bietet damit eine Entscheidungshilfe bei Überlegungen für oder gegen den E-Learning Einsatz.

Download: http://www.his.de/publikation/forum/index_html?reihe_nr=F6/2008

 
Schulmeister, Rolf (2008): Gibt es eine „Net Generation“? Hamburg.

Der Aufsatz des Hamburger Professors Rolf Schulmeister wird durch die Frage motiviert, ob es tatsächlich eine einheitliche, durch Computer- und Internetnutzung maßgeblich geprägte Generation gibt, was er selbst anzweifelt.
„Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass es eine Art einheitlicher Generation gäbe, nachdem ich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder über die Diversität der Studierenden geforscht hatte, nahm ich mir vor, diese Netzgeneration gründlicher zu untersuchen, die als Argument für die Einführung einer neuen Lehrmethode herhalten sollte.“, so der Autor in seinem Vorwort.
Schulmeister analysiert in seiner über einhundertseitigen Arbeit mehr als 45 empirische Studien zu Mediennutzung und Mediennutzungsmotiven von Kindern und Jugendlichen und gelangt damit zu einer differenzierten Beschreibung von Mediengebrauch, Nutzungsfrequenz und Kompetenzen.
Zu betonen ist, dass er diese Arbeit selbst als vorläufig bezeichnet. Anregungen und Kommentare seiner Leserinnen und Leser möchte er in einer späteren Version aufnehmen.

Die Untersuchung Rolf Schulmeisters finden Sie als freien Download unter http://www.izhd.uni-hamburg.de/pdfs/Schulmeister_Netzgeneration.pdf

The New Media Consortium & EDUCAUSE Learning Initiative (2008)
The Horizon Report. 2008 Edition.

Der „Horizon Report“ des New Media Consortium und der EDUCAUSE Learning Initiative stellt auch dieses Jahr wieder sogenannte "Trends" aus sechs technischen Bereichen vor, die nach Ansicht der Verfasser im Zeitrahmen von einem bis zu fünf Jahren die Lehre und das Lernen stark beeinflussen werden.
Nach ausführlicher qualitativer Recherche, sowohl in Blogs und auf Webseiten, als auch in Forschungsberichten und Artikeln, wurden aus mehr als 80 verschiedenen technischen Neuerungen die folgenden sechs als interessant und zukunftsweisend ausgewählt:

  •  Grassroots Video und Collaboration Webs

  • Mobile Broadband und Data Mashups

  • Collective Intelligence und Social Operating Systems

Im Bericht wird jedes dieser ausgewählten Themen auf zwei bis drei Seiten beschrieben, abgeschätzt, in welchen Bereichen der Lehre der Einsatz sinnvoll erscheint und mit Beispielen aus der Praxis angereichert.

Download: http://www.educause.edu/ir/library/pdf/CSD5320.pdf

  
The Theory and Practice of Online Learning (2008)
Über 450 Seiten Lesestoff aus den Federn der Athabasca Universität, Kanada

Bereits 2004 wurde eine Publikation unter demselben Titel von der Athabasca Universiät (Kanada) herausgegeben. Die neue Ausgabe (Herausgeber Terry Anderson) stellt eine überarbeitete Version dar, die um einige Kapitel erweitert wurde. Sie möchte einen Überblick der aktuellen Entwicklungen und Praktiken im Bereich digitale Lehre geben.

Die Athabasca Universität zählt zu den führenden (Fern-)Hochschulen im Bereich Forschung und Entwicklung digitaler Lernmedien. In der genannten Publikation stellen Lehrende und Mitarbeiter der Hochschule ihre Erfahrungen und Expertisen mit unterschiedlichsten Lehr-/Lerntechnologien dar. Die Publikation gliedert sich in vier Kapitel, die die Bereiche Theorie, Entwicklung und Implementation beleuchten.

Die Studie steht im Netz zum Download zur Verfügung. Das E-Book lässt sich kapitelweise oder als Gesamtpaket herunterladen: http://cde.athabascau.ca/online_book/


Letzte Änderung: 13.09.2011


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