|
|
|
 |
Aktuelle Studien rund ums Thema E-Learning (2010)
|
Wir haben für Sie aktuelle und interessante Studien zum Thema E-Learning in der Hochschule zusammengestellt. Die meisten stehen kostenlos im Internet zum Download zur Verfügung. Die Studien sind chronologisch sortiert.
|
|
|
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg.), (2010).
JIM 2010 - Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland
Das Internet gehört zum Alltag der meisten jungen Menschen. Neben vielen Chancen werden in der Öffentlichkeit aber auch die problematischen Aspekte diskutiert. Während allerdings in der öffentlichen Wahrnehmung mehr „Grooming“ und sexuelle Anmache in der Diskussion stehen, sind aus Sicht der Jugendlichen eher Abzocke und Datenmissbrauch/-manipulation sowie Viren das Problem. Auch Cybermobbing wird von Jugendlichen als Gefahr wahrgenommen. Immerhin kann jeder vierte Jugendliche berichten, dass in seinem Freundeskreis schon einmal jemand im Internet fertig gemacht wurde.
Aktuell verbringen Jugendliche durchschnittlich 138 Minuten pro Tag im Internet, überwiegend nutzen sie diese Zeit zur Kommunikation – meist in Communities und mit Instant Messenger.
Zwei Drittel der jugendlichen Onliner haben Fotos oder Filme von sich ins Netz gestellt, jeder Vierte hat dort seine Instant Messenger Kontaktdaten gepostet. Der Austausch über Bilder, Einträge, Kommentare und Statusmeldungen über soziale Netzwerke ist somit die am häufigsten verwendete Kommunikationsform im Internet.
Doch viele Jugendliche gehen das Thema inzwischen mit größerer Vorsicht an: Die Bereitschaft persönliche Daten im Internet zu verbreiten ist gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Zudem verwenden immer mehr Jugendliche sogenannte „Privacy-Optionen“.
Die JIM Studie 2010 stellt Ergebnisse aus Umfragen zu Gerätebesitz, Medien- und Freizeitaktivitäten und subjektiver Wichtigkeit der Medien unter Jugendlichen vor. Sie kann beim
Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (MPFS)
kostenlos als pdf heruntergeladen werden.
werden.
|
|
|
|
Johnson, L., Levine, A., Smith, R., & Stone, S. (2010).
The 2010 Horizon Report. Austin, Texas: The New Media Consortium.
Austin, Texas: The New Media Consortium. Zum 7. Mal in Folge hat die EDUCAUSE Learning Initiative (ELI) zusammen mit dem New Media Consortium (NMC) den jährlich erscheinenden Horizon Report veröffentlicht. Sowohl beim NMC als auch bei der ELI handelt es sich um einen Zusammenschluss von US-amerikanischen Instituten (vorwiegend Colleges und Universitäten), die sich mit dem Lernen befassen und sich der Exploration und dem Nutzen von Technologie und Medien in der Lehre verschrieben haben. Durch einen kontinuierlichen Dialog mit Experten auf dem Gebiet der Bildungstechnologien, sowie mit Hilfe von veröffentlichten und unveröffentlichten Artikeln zu dem Thema, erstellt das Gremium eine Liste von Medien- und Technologieentwicklungen, die das Lehren und Lernen an Hochschulen mit großer Wahrscheinlichkeit stark beeinflussen werden. Der Horizon Report stellt jedes Jahr sechs dieser Technologien untergliedert in die Zeithorizonte, die es bis zur Verankerung der Technologie in der Gesellschaft benötigen wird, vor: weniger als 1 Jahr, zwei bis drei Jahre und vier bis fünf Jahre.
Der diesjährige Horizon Report stellt folgende neuen Technologieentwicklungen als besonders wichtig heraus:
Im nächsten Jahr:
- Mobile Computing
- Open Content
In den nächsten zwei bis drei Jahren:
- Electronic Books
- Simple Augmented Reality
In den nächsten vier bis fünf Jahren:
- Gesture-based Computing
- Visual Data Analysis
Jeder Trend wird in einem Kurzportrait kompakt dargestellt und durch vielfältige weiterführende Hinweise ergänzt.
Der Horizon Report 2010 steht auf englisch als PDF auf der Webseite des ELI zum Download zur Verfügung:
http://www.educause.edu/ELI/2010HorizonReport/195400
In Zusammenarbeit mit dem Multimedia Kontor Hamburg haben das New Media Consortium und die EDUCAUSE Learning Initiative auch für 2010 eine deutsche Version des Horizon Report veröffentlicht. Er kann hier abgerufen werden:
http://www.mmkh.de/upload/dokumente/2010-Horizon-Report-de.pdf
|
|
|
|
Spath, Dieter (Hrsg.) und Günther, Jochen (2010).
Wissensmanagement 2.0. Erfolgsfaktoren für das Wissensmanagement mit Social Software. Fraunhofer Verlag.
Im Frühjahr 2010 veröffentlichte das Fraunhofer Institut eine Studie zum Thema „Wissensmanagement 2.0. Erfolgsfaktoren für das Wissensmanagement mit Social Software“.
Die eigentliche Online-Umfrage, auf der die empirischen Ergebnisse beruhen, fand allerdings bereits im Sommer 2008 statt.
In der ersten Hälfte der Publikationen werden die Erfolgsfaktoren von Social Software anhand von Bezügen auf aktuelle Literatur herausgearbeitet. Für die Beschreibung und Analyse von Einflussfaktoren auf das Wissensmanagement in Organisationen werden die drei Beschreibungsebenen „Unternehmen“, „Gruppen“ und „Mitarbeiter“ als sinnvoll erachtet.
Eine zentrale Herausforderung beim Einsatz von Social Software sind die fehlenden Anreize für die Mitarbeiter, das eigene Wissen öffentlich zu machen. Barrieren und Hindernisse zeigen sich hier in drei Bereichen: In den sozial-strukturellen Konstellationen (Persönlichkeit des Mitarbeiters und sozialer Arbeitsumgebung), der Organisation und Kultur des Unternehmens und der verwendeten Technik. Die Studie konzentriert sich ausschließlich auf die sozialen Faktoren, die für den erfolgreichen Einsatz von Social Software in Organisationen notwendig sind. Auf die Technik wird nicht eingegangen.
Anhand der Befragung werden die zuvor dargestellten Erfolgsfaktoren überprüft. Befragt wurden insgesamt 97 TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Unternehmenskontexten zu ihren Erfahrungen mit Web 2.0 Werkzeugen für das Wissensmanagement.
Einige Ergebnisse: Am meisten verbreitet sind in den befragten Unternehmen Wikis (in 53% vorhanden) und Social Networks (in 51% vorhanden). Am häufigsten werden die Tools für die interne Kommunikation (75%), die Projektarbeit (72%) und die Wissenssicherung (66%) genutzt.
Als wichtigste Faktoren bei der Einführung von Social Software Anwendungen werden sowohl von Unternehmensseite als auch von den Befragten Multiplikatoren (79%) und Ansprechpartner (62%) angesehen. Auf Organisationsebene erscheint laut Studie eine offene Unternehmenskultur im Sinne einer hohen Einbeziehung und starkem Zusammenhalt maßgeblich für den Erfolg eines webbasierten Wissensmanagements. Im Unternehmen sollten Rahmenbedingungen vorhanden sein, die ein „offenes, gleichberechtigtes und hierarchiefreies Diskutieren innerhalb einer Gruppe positiv beeinflussen“ (S: 78). Bereits bestehende Communities of Practice bilden den idealen Nährboden für die Einführung von Social Software. Die Studie ergibt auch, dass die Bereitschaft sowie die Nutzung von Social Software umso erfolgreicher ist, umso größer die Identifikation mit dem Unternehmen ist (S. 84). Für den Hochschulsektor eine schwierige Voraussetzung. Identifizieren sich viele zwar mit ihrem Fachbereich, jedoch nicht mit der Hochschule – zumeist einem Arbeitgeber auf Zeit. Für den Einsatz von Web 2.0-Technologien an Hochschulen stellt sich bei diesen Ergebnissen außerdem die Frage, wie und wo sich eine offene, gleichberechtigte und hierarchiefreie Lehr-Lernkultur ausbilden lässt.
Eingearbeitet in die Studie sind – leider nur wenige – kurze Praxisbeispiele, in denen Mitarbeiter von ihren Erfahrungen mit dem Einsatz von z.B. einem Wiki in einer Organisation berichten.
Die Studie kann beim
Fraunhofer Institut bestellt
werden.
|
Letzte Änderung:
14.02.2011
|
|
|
|