„Strategisches Management“ für Bachelorstudierende der Betriebswirtschaftslehre und des Wirtschaftsingenieurwesens

Das Institut für Technologie und Innovationsmanagement (TIM) der RWTH Aachen University bietet mit dem Kurs „Strategisches Management“ eine Lehrveranstaltung an, die das Flipped-Classroom-Konzept verfolgt. Ziel ist die Vermittlung von Strategieinhalten und Soft Skills mittels praxisnahen, interaktiven & individuellen Lern- und Lehrinhalten.
Erstellt am 20.09.2022

Eckdaten

Kann Lösungsansätze für folgende Problemstellungen der Lehre bieten:

  • Geringe Selbstregulationsfähigkeit der Studierenden
  • Begrenzte Möglichkeiten zum individualisierten Lernen
  • Geringer Transfer in die Praxis
  • Geringe Kompetenzorientierung in Prüfungs- und Bewertungsformen

Nutzt folgende Medieneigenschaften zur Unterstützung des Lernprozesses:

Interaktivität: 5 (trifft vollkommen zu)
Adaptivität: 1 (trifft überhaupt nicht zu)
Synchronizität: 4 (trifft eher zu)
Selbststeuerung: 5 (trifft vollkommen zu)

Eignet sich für folgende Virtualisierungsgrade:

  • Integration

Mit der Großveranstaltung sollen die Studierenden eine forschungs- und praxisorientierte Einführung in den Prozess, den Inhalt und den Kontext des strategischen Managements erhalten. Die Lehrveranstaltung umfasst sieben Module (inkl. Kick-Off-Veranstaltung).

Das Veranstaltungskonzept basiert auf dem Flipped-Classroom-Modell, das bedeutet, dass die Studierenden sich die Lerninhalte vorab mit Hilfe von Videos selbst aneignen. Die Vorlesungsinhalte werden multilingual (Deutsch und Englisch) mit zusätzlichen Untertiteln und Vorlesungstranskripten angeboten. Auch der Moodle-Lernraum ist multilingual aufgebaut. Dadurch kann eine weitestgehend barrierefreie Lehre angeboten werden, so dass sich auch internationale Studierende die Lerninhalte aneignen und die Klausur mitschreiben können.

Die Lernphasen des Kurses: 1. Informieren, 2. Diskutieren, 3. Anwenden
Lern- und Lehrkonzept der Veranstaltung (Quelle: TIM Institut)

Das erlernte Wissen können die Studierenden mittels Übungsaufgaben in Dynexite überprüfen. Ferner haben Studierende die Möglichkeit, die erlernten Inhalte in interaktiven Veranstaltungen durch Bearbeitung von Fallstudien und durch Vorträge von Gastdozierenden zu vertiefen. Zusätzlich können Studierende im Rahmen der Strategie Challenge in Gruppen einen Notenbonus (Screencast) erarbeiten. Ziel dieser Challenge ist es, eine Strategie 2030 für ein E-Mobilitätsunternehmen zu entwickeln.

Im Rahmen von zielgerichteten Übungen werden Studierenden nötige Soft Skills (etwa Präsentationsfähigkeiten, Feedback einholen und Feedback geben) über die Veranstaltung hinaus vermittelt. Insbesondere die Kombination der verschiedenen Medien (Lernvideos, Moodle als Austauschplattform, Zoom als Vorlesungsplattform, Mentimeter als Interaktionstool, Dynexite zur Klausurvorbereitung) ist weiterzuempfehlen. Studierende können unabhängig der lokalen Verankerung an der Veranstaltung teilnehmen und sich in einem individuellen Tempo über verschiedene Kanäle die Inhalte aneignen. Das gesetzte Lehrkonzept liefert dafür die nötige Flexibilität und Variabilität. Die Planung und Konzeption der Inhalte vorab ist sehr zeitintensiv.

Medieneigenschaften zur Unterstützung des Lernprozesses

Interaktivität: 5 (trifft vollkommen zu)

Im Rahmen der Veranstaltung werden verschiedene digitale Medien eingesetzt. Etwa kommen interaktive Mentimeterumfragen (z. B. WordCloud, Open Ended Questions, 2x2 Grid - Einordnung von verschiedenen Determinanten und Marken) zum Einsatz. Darüber hinaus können Studierende über die FAQ-Funktion in Zoom individuelle und anonyme Fragen stellen. Über die Moodle Plattform werden zudem Übungsaufgaben in Dynexite bereitgestellt.

Adaptivität: 1 (trifft überhaupt nicht zu)

Synchronizität: 4 (trifft eher zu)

Im Rahmen der Live-Session können Studierenden mit den Lehrenden etwa über die FAQ-Funktion interagieren. Die wöchentliche Freischaltung der Lerninhalte ermöglicht zudem einen synchronen Lernprozess. Die Inhalte werden vorab für die Studierenden freigeschaltet. Am Ende der Woche werden die erlernten Inhalte in den jeweiligen Live-Sessions vertieft.

Selbststeuerung: 5 (trifft vollkommen zu)

Durch das Flipped-Classroom-Modell können Studierende sich die Inhalte individuell und selbstgesteuert im eigenen Tempo aneignen (z. B. Lehrvideos, Übungsaufgaben). Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit vorab (vor jeder Live-Session) individuelle Fragen im Moodle-Lernraum zu stellen. Im Rahmen der Strategie Challenge können die Studierenden außerdem eigenständige Recherchen tätigen, um die gestellte Strategie-Challenge-Aufgabe zu erfüllen. Der lose Zeitplan ermöglicht es, sich eigenverantwortlich in den Gruppen zu organisieren.

Lösungsansätze für Problemstellungen der Lehre

Für die folgenden Problemstellungen kann das Praxisbeispiel Lösungsansätze bieten:

  • Geringe Selbstregulationsfähigkeit der Studierenden:
    Die Lerninhalte werden im regelmäßigen Wochenturnus freigeschaltet, sodass die Vorlesungsinhalte wöchentlich bearbeitet werden können. Wöchentlich versendete anleitende E-Mails helfen außerdem bei der Regulierung der zu bearbeitenden Inhalte.
  • Begrenzte Möglichkeiten zum individualisierten Lernen:
    Die Studierenden können sich die Vorlesungsinhalte (Lernvideos für jedes Modul) selbstständig und im eigenen Lerntempo erarbeiten. Die Lernvideos werden dabei multilingual (in deutscher und englischer Sprache) sowie mit Videotranskripten und Untertiteln bereitgestellt, um ein barrierefreies Lernen zu ermöglichen.
  • Geringer Transfer in die Praxis:
    Anhand eines eingehenden Praxisbeispiels (in diesem Fall „Tesla“) erarbeiten sich die Studierenden die Theorien. Eingeladene Gastdozierende unterstützen darüber hinaus die Einordnung der Vorlesungsinhalte in die Praxis. Eine weitere Möglichkeit des Praxistransfers bietet die Aufgabe der Strategie Challenge. Hier können die Lernenden einen Notenbonus erlangen, in dem sie z. B. die Strategie 2030 für ein Elektromobilitätsunternehmen entwickeln. Weitere Übungen dienen der Hilfestellung und Erarbeitung von Soft Skills (z. B. Präsentationsfähigkeiten).
  • Geringe Kompetenzorientierung in Prüfungs- und Bewertungsformen:
    Ein transparentes Bewertungsschemata hilft bei der Orientierung der zu prüfenden Kompetenzen. In der Klausur kommen außerdem verschiedene Aufgabenformate (Anwendung und Abfragen von Vorlesungsinhalten) zum Einsatz. Anhand von Übungsaufgaben sowie einer angebotenen Probeklausur können Studierende ihr eigenes Wissen überprüfen.

Virtualisierungsgrad

Der Virtualisierungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen Präsenz- und virtuellen Phasen. Das Praxisbeispiel unterstützt die folgenden Virtualisierungsgrade:

  • Integration

Ressourcen

Soft- und Hardware

  • Moodle-Plattform, Youtube, Zoom (Live-Sessions), Dynexite

Open Educational Resources

Kontakt

Sie möchten mehr über das Praxisbeispiel erfahren? Hier können Sie Kontakt zu den Autorinnen und Autoren aufnehmen:

Prof. Oliver Salge, PhD
RWTH Aachen University
Institut für Technologie- und Innovationsmanagement (TIM)
Kackertstraße 7
52072 Aachen
Mail: salge@time.rwth-aachen.de

Mareen Meyer
RWTH Aachen University
Institut für Technologie- und Innovationsmanagement (TIM)
Kackertstraße 7
52072 Aachen
Mail: meyer@time.rwth-aachen.de

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