Formen

Im allgemeinen werden zwei Arten von Visualisierungen unterschieden: Statische Abbildungen und dynamische Visualisierungen. Im folgenden werden die Besonderheiten beider Visualisierungsformen erläutert und Hinweise zu Einsatz und Gestaltung gegeben.


Statische Visualisierungen

Zur Gruppe der statischen Visualisierungsformen (Bilder) gehören alle Abbildungen, die keine Art der Bewegung, Animation oder Interaktion enthalten. Unterschieden werden realistische Bilder von abstrakten Darstellungen.

Gilbert & Schleuder (1990) verglichen schwarzweiße und farbige Werbungen und fanden heraus, dass die farbigen Anzeigen leichter erinnert und mit größerer Geschwindigkeit verarbeitet wurden. Bilder, die Emotionen ansprechen und assoziationsreich sind, verstärken die Einprägsamkeit (Kroeber-Riel, 1996). Andererseits bergen detailreiche Bilder die Gefahr, dass die lernzielrelevanten Bildinformationen übersehen werden.

Dynamische Visualisierungen

Dynamischer Visualisierungen in Form von Videos oder Animationen eignen sich insbesondere um Bewegungen, Bewegungsbahnen, Veränderungen und zeitliche Abläufe darzustellen. Ein Sonderform der dynamischen Visualisierungen bilden interaktive Visualisierungen (Simulationen).

Einige Wissensarten scheinen für eine Vermittlung durch audiovisuelle Medien besonders geeignet zu sein, andere dagegen weniger (Reiser & Gagné, 1983):

  • Kognitiver Bereich: Eine dynamische Darbietung von Anschauungsmaterial kann Zusammenhänge vermitteln und die Fähigkeit zur Interpretation, Einordnung und Schlussfolgerung einüben.
  • Psychomotorischer Bereich: Dynamische Visualisierungen können zur Vermittlung motorischer Fertigkeiten eingesetzt werden, z.B. um Ereignisfolgen oder Arbeitsverfahren zu verdeutlichen.
  • Affektiver Bereich: Insbesondere die realistische Darstellung per Video kann die Wertmaßstäben oder Meinungen der Studierenden beeinflussen.

Alle Arten der Visualisierung dienen der Transformation von Informationen in eine sinnvolle und benutzbare visuelle Darstellung, die es den Betrachtenden erlaubt, die Ausgangsinformation zu erschließen. In den Vertiefungen finden Sie weitere Informationen zur Gestaltung und Aufbereitung der jeweiligen Visualisierungstypen.

 

Letzte Änderung: 31.03.2016

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