Backup-Software

Zur Erstellung von Datensicherungen können Sie entweder auf in das Betriebssystem integrierte Backup-Programme oder auf spezielle kostenlose oder kommerzielle Software zurückgreifen.

Bevor Sie mit der Datensicherung beginnen und sich für einen der im Abschnitt Speichermedien  beschriebenen Datenträger entscheiden, sollten Sie über die Art der Datensicherung und ihren Zweck nachdenken. Wollen Sie eine zeitaufwändige Volldatensicherung vornehmen, also sämtliche sicherungswürdigen Dateien zu einem bestimmten Zeitpunkt abspeichern, oder geht es Ihnen nur um eine schnelle Sicherung der wichtigsten Dateien an denen Sie gerade arbeiten, eine so genannte inkrementelle Sicherung? Sollen die Dateien – beispielsweise Forschungsdaten aus einem Experiment – dauerhaft gesichert werden und auch noch in 50 Jahren zur Verfügung stehen? Oder wird eine Sicherheitskopie der Arbeitsversion des Berichtes benötigt, die in zwei Wochen durch die neueste Version ersetzt werden kann? Wie häufig sollen Ihre Dateien gesichert werden? Nach der Art der Sicherung und dem damit zusammenhängenden Speicherumfang richtet sich die Auswahl des geeigneten Speichermediums.

In Unternehmen ist es üblich eine Datensicherungsstrategie festzulegen, die den Zeitpunkt, die Art der Sicherung, die Aufbewahrung usw. genau regelt. Eine solche Strategie kann auch im universitären Arbeitsalltag oder im privaten Bereich sinnvoll sein. Ein Überblick über Datensicherungsstrategien wird bei Wikipedia gegeben.

Denken Sie immer daran: Die schlechteste aller Datensicherungsstrategien ist diejenige, es nicht zu tun.

Hilfreiche und verständliche Informationen zur Datensicherung finden Sie auch auf den Seiten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).


TIPP : Eine erste einfache Maßnahme zur Datensicherung kann für Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeiter das Kopieren aller wichtigen Daten auf ein Netzlaufwerk sein. Die so auf einem Server des Hochschulrechenzentrums gespeicherten Daten werden beim routinemäßigen Serverbackup gesichert. Informieren Sie sich beim Rechenzentrum über das genaue Vorgehen, wie oft solche Serversicherungen durchgeführt werden und welche weiteren Maßnahmen zur Datensicherung empfohlen werden.


Im Folgenden erhalten Sie eine knappe Übersicht über verschiedene Datensicherungslösungen der gängigen Betriebssysteme.

Windows-Lösungen

In den Windows- Betriebssystemen ist ein Sicherungsprogramm integriert, mit dem Sie vollständige und differenzielle bzw. inkrementelle Datensicherungen durchführen können.

  • In Windows 98 finden Sie es unter
    PROGRAMME ->ZUBEHÖR ->SYSTEMPROGRAMME ->BACKUP
  • In Windows XP finden Sie es unter
    START ->ALLE PROGRAMME ->ZUBEHÖR ->SYSTEMPROGRAMME ->SICHERUNG
  • In Windows Vista finden Sie es unter
    STARTMENÜ ->ZUBEHÖR ->SYSTEMPROGRAMME ->SICHERUNGSSTATUS UND –KONFIGURATION

Abbildung: Das Sicherungsprogramm des
Betriebssystems Windows XP

 

Einen Überblick zur Verwendung der Programme bietet das BSI.

Darüber hinaus ist eine große Anzahl an Software für die Steuerung und Organisation von Datensicherungen auf dem Markt erhältlich. Für Privatanwender kostenlose Backup-Programme für Windows-Plattformen sind z. B. Z-DBackup oder Traybackup. Verbreitete kommerzielle Datensicherungsprogramme, die zudem über Datenwiederherstellungsfunktionen verfügen, sind Acronis True Image (ca. 50 €) und Norton Ghost (ca. 70 €).


Macintosh-Lösungen

Für Mac-Systeme gibt es z. B. die kostenlosen Programme Carbon Copy Cloner oder Silverkeeper, die ein bootfähiges (vollständiges oder inkrementelles) Backup auf externe Laufwerke steuern. Ab Version 10.5.x (Mac OS X Leopard) ist die so genannte Time Machine im Lieferumfang des Betriebssystems enthalten und kann zu automatisierten Datensicherungen auf externe Medien herangezogen werden. Abonnenten des gebührenpflichtigen (99 € / Jahr) .Mac -Online-Dienstes von Apple können alternativ "Apple Backup" verwenden, um Sicherungen entweder online im .Mac -Account oder auf beliebigen (externen) Datenträgern abzulegen.


Linux-Lösungen

Unter unixoiden, quelloffenen Betriebssystemen wie z. B. Linux sind die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Datensicherung kaum mehr zu zählen. Von über die Kommandozeile steuerbaren Programmen wie dd, rsync oder tar bis hin zu komfortablen, meistens auf den kommandozeilenbasierten Programmen aufbauenden und mit grafischer Benutzeroberfläche ausgestatteten Lösungen ist alles erhältlich. Beispiele für derartige Software mit grafischer Benutzeroberfläche sind SBackup für Linux-Distributionen mit Gnome-Oberfläche und KDar für Linux-Distributionen mit KDE-Oberfläche.


Abbildung: Die Benutzeroberfläche des Programms
SBackup auf einer Ubuntu-Linux-Distribution mit
Gnome-Desktop-Umgebung.


Weitere Informationen

Letzte Änderung: 05.04.2016
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