Diskussion im Seminar

Die Diskussion ist eine wesentliche didaktische Komponente in der Lehrkonzeption des Seminars. Die Studierenden lernen, ihre Ergebnisse einer größeren Gruppe von Personen zu präsentieren, Standpunkte zu vertreten, zu argumentieren und Argumente abzuwägen.

Die aktive Auseinandersetzung mit den Seminarthemen unterstützt die kognitiven Prozesse der Informationsverarbeitung, die Verinnerlichung der Inhalte sowie deren Bewertung und Einordnung in individuelle Wissensbestände. Neben fachbezogenem Wissen erwerben die Studierenden kommunikative Kompetenzen, die als so genannte Soft Skills berufsrelevante Qualifikationen darstellen.

Die Diskussion im Rahmen einer traditionellen Präsenzveranstaltung ist sicherlich eine gute Lösung. Wenn Sie digitale Medien für die Diskussion im Seminar einsetzen möchten, beachten Sie, dass diese Entscheidung durch die zeitliche und/oder räumliche Trennung der Beteiligten begründet sein sollte und keinen Selbstzweck darstellt.

Als virtuelle Plattform zur Diskussion der Lehrinhalte kommen Newsgroup, Forum oder Chat in Frage. Nähere Informationen zu diesen Werkzeugen finden Sie im Bereich Kommunikation und Kooperation der Rubrik Medientechnik.

Auch in Online-Diskussionen sind - vergleichbar mit Präsenzveranstaltungen - spezielle Regeln zu beachten, um die Diskussion in Schwung zu bringen und am Leben zu erhalten. So müssen gegebenenfalls vom Dozierenden erste Fragen gestellt werden, um die Diskussion zu initiieren. Provokative Zuspitzungen oder direkte Aufforderungen können passive Studierende zu einer Teilnahme motivieren. Zusammenfassende Statements strukturieren die Diskussion. Neben dieser direkten Übertragung von Regeln aus Präsenzsituationen kommen weitere Anforderungen für virtuelle Umgebungen hinzu. Die Gesamtheit der hier umrissenen Anforderungen zur Betreuung einer Online-Diskussion wird unter dem Begriff E-Moderation zusammengefasst.

Vertiefte Informationen zum Thema E-Moderation finden Sie in diesem Artikel.

Letzte Änderung: 27.05.2015

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