Nachhaltigkeit: Die Gretchenfrage für E-Learning Projekte

Wie wird sichergestellt, dass die mit erheblichem finanziellen und zeitlichen Aufwand produzierten Lehrmaterialien nachhaltig eingesetzt werden können? Dies ist eine Frage, die sich jedes E-Learning Projekt gefallen lassen muss.
E-University

Was passiert, wenn Fördermittel auslaufen, Mitarbeiter wechseln, die Evaluation beendet ist und das Projekt auf genügend Konferenzen vorgestellt wurde? Profitieren Studierende weiterhin von den Multimedia-Entwicklungen oder sprudelt der Medienenthusiasmus nur solange, bis der Geldhahn zugedreht wird?

Auch wenn bei den Projektbeteiligten der gute Wille vorhanden ist: Die Nachhaltigkeit von Multimedia-Projekten innerhalb der Universität sicherzustellen oder gar einen Transfer innerhalb des Fachbereiches zu gewährleisten, gestaltet sich häufig schwierig. Gründe liegen unter anderem in der fehlenden Akzeptanz von Fremdentwicklungen, Ressourcenknappheit und technischen Schwierigkeiten wie die Inkompatibilität von Datenformaten und Plattformen.

Ein Patentrezept für die nachhaltige Nutzung von Multimedia-Entwicklungen gibt es sicherlich nicht, sehr wohl aber Faktoren, die hemmend oder begünstigend auf die Verbreitung von Projekten sowie deren Integration in den Lehralltag wirken.

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Letzte Änderung: 19.06.2015
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Institutionelle Faktoren

Institutionelle Faktoren, die für den Einsatz von E-Learning eine Rolle spielen, sind neben der curricularen Verankerung insbesondere auch angemessene Beratungs- und Supportmöglichkeiten. Ein weiterer Steuerungsmechanismus sind Anreizsysteme, die Dozierende begünstigen, die zukunftsweisende Lehrmethoden einsetzen.

Qualitätsentwicklung

Qualitätsentwicklung stellt einen wichtigen Faktor bei E-Learning Aktivitäten an Hochschulen dar. Es müssen sowohl die technischen Werkzeuge, die Lehrszenarien, die Didaktik wie auch die Organisation und Administration einer Qualitätsprüfung unterzogen werden.

Technische Faktoren

In Hinblick auf eine nachhaltige Integration Ihrer E-Learning-Aktivitäten empfiehlt es sich, bereits frühzeitig die spätere Weiterverwertung und Transferierbarkeit unter technischen Gesichtpunkten zu betrachten. Dies gilt sowohl für die Contententwicklung als auch für Herstellung didaktischer Software.

Metadaten & Standards

Vom Staubsaugerbeutel bis zum Kaffeefilter: Standards bestimmen unseren Alltag. Warum sollte den digitalen Medien das alte Problem der Standardisierung erspart bleiben? Zumal gilt: Standards sind benutzerfreundlich.Bei der institutions- und projektübergreifenden Nutzung von Online-Lernmodulen spielen standardisierte Beschreibungen eine wichtige Rolle. Nur auf der Basis einer allgemeingültigen Spezifikation sind die Weiterverwendbarkeit und der Austausch von Lernmaterialien gesichert. Zudem können standardisierte Beschreibungen auch ein Moment der Qualitätssicherung darstellen.

Plattformunabhängigkeit

Plattformunabhängigkeit ist die Eigenschaft eines Programms, mit verschiedenen Hard- und Software-Konstellationen kompatibel zu sein. Seien dies unterschiedliche Betriebssysteme wie Windows, Unix oder Mac OS oder Rechnerarchitekturen wie Macintosh oder PC.Dabei lässt sich der Grad der Plattformunabhängigkeit an der Quellcode-Portabilität messen, d.h. wie groß der Aufwand ist, ein Programm auf anderen Plattformen lauffähig zu machen. Ist dazu kein Aufwand nötig, so ist eine hundertprozentige Plattformunabhängigkeit gegeben.

Datenhaltung

Eine Trennung von Inhalt und Layout bietet viele Vorteile: Inhalte sind mehrfach aus derselben Datenquelle heraus verwendbar und archvierbar, Sie können medienspezifische Ausgaben Ihrer Inhalte generieren und die Texte maschinell weiterverarbeiten, z.B. durch Lesegeräte sehbehinderter Teilnehmer.