Antike Städte. Digitale Lernumgebung zum kulturellen Erbe

Für Studierende der Altertumswissenschaft aus sechs europäischen Hochschulen wird ein internationales, digitales Lernmodul gemäß dem Inverted Classroom Model erstellt. In zwei Sommerschulen erstellen Studierende einen mehrsprachigen MOOC zum Thema antike Städte.

Eckdaten

Kann Lösungsansätze für folgende Problemstellungen der Lehre bieten:

  • Geringe Lernmotivation
  • Passivität der Studierenden
  • Heterogenes Vorwissen
  • Begrenzte Möglichkeiten zum individualisierten Lernen

Eignet sich für folgende Virtualisierungsgrade:

  • Virtualisierung

Nutzt folgende Medieneigenschaften zur Unterstützung des Lernprozesses:

Interaktivität: 5 (trifft vollkommen zu)
Adaptivität: 3 (trifft zu)
Synchronizität: 3 (trifft zu)
Selbststeuerung: 5 (trifft vollkommen zu)

Die Strategische Partnerschaft "Antike Städte. Digitale Lernumgebung zum kulturellen Erbe (Ancient Cities. Creating a Digital Learning Environment on Cultural Heritage)" (Kofinanziert durch das Programm ERASMUS+ der Europäischen Union) führt als internationales Lehrprojekt sechs europäische Universitäten zusammen, um ein innovatives, paneuropäisches digitales Lernmodul für den Einsatz an Hochschulen sowie einen an ein breites Publikum gerichteten mehrsprachigen MOOC (deutsch, englisch, französisch) zum Thema Antike Stadt zu erstellen. Das Projekt veranschaulicht, wie auch kleinere Fächer in den Geisteswissenschaften ihre jeweiligen Lehrumgebungen im digitalen Zeitalter in einer gesamteuropäischen Zusammenarbeit gestalten und verbessern können.

Die strategische Partnerschaft verfolgt dabei vorrangig zwei Ziele:

  1. Um Studierende der Altertumswissenschaften auch ohne physische Mobilität die Möglichkeit zu bieten, in einen internationalen Lehrkontext eingebunden zu sein, wird ein mehrsprachiges, paneuropäisches Lernmodul zum Thema Antike Stadt erstellt und in die Curricula der Partnerhochschulen integriert. Das digitale Lernmodul wendet die didaktische Methode des inverted classroom an und kombiniert Phasen des Selbstlernens mit Online-Seminaren, die von einem Tutor/Dozenten durchgeführt werden. Während des Online-Seminars arbeiten die Studierenden unter Anleitung in kleinen Gruppen an Projekten, präsentieren ihre Ergebnisse online und diskutieren sie mit den Kommiliton*innen. Im Rahmen von zwei Sommerschulen werden Studierende in die Entwicklung des digitalen Moduls und der Lehrvideos des MOOC eingebunden.
  2. Der MOOC und die dafür erstellten Lehrvideos richten sich an eine breite, außeruniversitäre Öffentlichkeit. Der frei zugängliche, mehrsprachige Kurs soll das Wissen zur Archäologie antiker Städte und das Bewusstsein über deren Bedeutung als wichtiger Bestandteil des gemeinsamen europäischen Kulturerbes verbessern.

Medieneigenschaften zur Unterstützung des Lernprozesses

Interaktivität: 5 (trifft vollkommen zu)

Interaktivität wird ermöglicht durch Tests, Aufgaben mit Peer-Feedback und digitale Rollenspiele

Adaptivität: 3 (trifft zu)

Adaptivität durch die Anpassung an die sprachlichen Voraussetzungen der Lernenden (deutsch, englisch, französisch)

Synchronizität: 3 (trifft zu)

Chats mit Lernenden und Lehrenden sowie Projektarbeit in Gruppen

Selbststeuerung: 5 (trifft vollkommen zu)

Individuelle Lernziele können festgelegt werden, unterschiedliche Schwierigkeitsstufen bei Tests und Aufgaben sowie Aufgaben unterschiedlicher Komplexität und unterschiedlichen Abstraktionsgrads, Hinweise zum vertieften Lesen auf unterschiedlichen Niveaustufen

Lösungsansätze für Problemstellungen der Lehre

Für die folgenden Problemstellungen kann das Praxisbeispiel Lösungsansätze bieten:

  • Geringe Lernmotivation:
    Vielfältiges Angebot an Übungen, Selbsttests, digitalen Materialien in unterschiedlichen Sprachen (MOOC)
  • Passivität der Studierenden:
    Projektarbeit in internationalen Teams (digitales Lernmodul)
  • Heterogenes Vorwissen:
    gestufte Tests und Aufgaben (MOOC)
  • Begrenzte Möglichkeiten zum individualisierten Lernen:
    Umfangreiche digital vorliegende Materialien ermöglichen ein individualisiertes Lernen unabhängig von Lernort, Lernzeit und Lernumfang (MOOC und digitales Lernmodul)

Virtualisierungsgrad

Der Virtualisierungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen Präsenz- und virtuellen Phasen. Das Praxisbeispiel unterstützt die folgenden Virtualisierungsgrade:

  • Virtualisierung

Ressourcen

Weitere Informationen zum Praxisbeispiel

Kontakt

Sie möchten mehr über das Praxisbeispiel erfahren? Hier können Sie Kontakt zu den Autorinnen und Autoren aufnehmen:

Prof. Dr. Stefan Feuser
Christian-Albrechts-Platz 4
D - 24118 Kiel
Mail: feuser[at]klassarch.uni-kiel.de
Home: http://www.klassarch.uni-kiel.de/de/personen/prof.-dr.-stefan-feuser