ILIAS-Lerneinheiten für kontinuierliches Lernen im Bau- und Umweltingenieurwesen

Studierende bearbeiten parametrisierte und automatisch ausgewertete ILIAS-Tests im Selbststudium und in der Präsenzzeit und werden so in ihrem kontinuierlichen Lernen unterstützt.
Erstellt am 20.08.2019

Eckdaten

Kann Lösungsansätze für folgende Problemstellungen der Lehre bieten:

  • Hohe Komplexität der Lerninhalte
  • Heterogenes Vorwissen
  • Begrenzte Möglichkeiten zum individualisierten Lernen
  • Geringe Kompetenzorientierung in Prüfungs- und Bewertungsformen

Nutzt folgende Medieneigenschaften zur Unterstützung des Lernprozesses:

Interaktivität: 5 (trifft vollkommen zu)
Adaptivität: 1 (trifft überhaupt nicht zu)
Synchronizität: 1 (trifft überhaupt nicht zu)
Selbststeuerung: 4 (trifft eher zu)

Eignet sich für folgende Virtualisierungsgrade:

  • Anreicherung
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In Lehrveranstaltungen mit großen, heterogenen Gruppen wird die Betreuung der Studierenden für Lehrende oft zu einer Herausforderung. Gerade wenn es um das Einüben fachbezogener Rechenverfahren geht, ist es mitunter schwierig, kontinuierliches Lernen zu fördern und den Studierenden regelmäßig Feedback zu ihrem Lernstand zu geben.

Aus diesem Grund wurden in den Massivbau-Modulen des Studiengangs Bau- und Umweltingenieurwesen Tests mit parametrisierten Aufgaben im Lernmanagementsystem ILIAS erstellt. Diese werden zum einen im Selbststudium in Vorbereitung auf die nächste Präsenzphase  bearbeitet; hierbei gibt es zu jeder Aufgabe automatisiertes Feedback.

Zusätzlich werden die Ilias-Tests für formatives Assessment genutzt: In der Präsenzzeit steht ein vordefinierter Zeitraum für das Bearbeiten des Online-Tests zur Verfügung. Die Ergebnisse dieser Tests fließen in die Modulnote ein.

Bei ca. 150 Studierenden reichen die universitätseigenen Poolräume oft nicht aus. Daher erfolgt die Bearbeitung der Online-Tests nach dem Konzept „Bring your own device“. Studierende bearbeiten die Ilias-Tests auf ihren eigens mitgebrachten Laptops, Tablets und ggfls. auch auf Smartphones, wobei die Usability auf dem Smartphone bei einigen Fragetypen eingeschränkt ist. Bei unzureichender WLAN-Kapazität können die Aufgaben als Back-up-Lösung in ausgedruckter Form vorgehalten werden.

Um eine möglichst nachhaltige Fragensammlung zu generieren, wurden ILIAS-Fragenpools genutzt. Sie bieten den Vorteil, dass ein Team von Lehrenden auf die Fragen zugreifen und diese bearbeiten kann. Die verschiedenen Fragen eines Pools (numerische Fragen, Formelfragen und Drag- and Drop-Fragen etc.) lassen sich überdies verschiedenen Taxonomien, also zum Beispiel verschiedenen Schwierigkeitsgraden, zuordnen.

Medieneigenschaften zur Unterstützung des Lernprozesses

Interaktivität: 5 (trifft vollkommen zu)

Die Studierenden bearbeiten die einzelnen Aufgaben in den ILIAS-Tests und erhalten ein automatisiertes Feedback

Adaptivität: 1 (trifft überhaupt nicht zu)

Synchronizität: 1 (trifft überhaupt nicht zu)

Selbststeuerung: 4 (trifft eher zu)

Die Studierenden können die Online-Einheiten, die für das Selbststudium bestimmt sind, selbstgesteuert durchlaufen

Lösungsansätze für Problemstellungen der Lehre

Für die folgenden Problemstellungen kann das Praxisbeispiel Lösungsansätze bieten:

  • Hohe Komplexität der Lerninhalte:
    Das zeitintensive Üben und Rechnen kann in das Selbststudium verlagert werden, um in der Präsenzzeit Raum für Rückfragen und Diskussion zu schaffen.
  • Heterogenes Vorwissen:
    Online-Tests lassen sich in verschiedene Schwierigkeits-Level unterteilen. Sie unterstützen so das schrittweise Erlernen von Inhalten.
  • Begrenzte Möglichkeiten zum individualisierten Lernen:
    Die Studierenden können die Online-Einheiten in eigenem Tempo bearbeiten und die für sie noch schweren Themen vertiefen.
  • Geringe Kompetenzorientierung in Prüfungs- und Bewertungsformen:
    Die Anwendung von Bemessungs- und Rechenverfahren, die in der Klausur abgeprüft wird, kann in den Online-Einheiten mit automatisiertem Feedback kontinuierlich eingeübt werden.

Virtualisierungsgrad

Der Virtualisierungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen Präsenz- und virtuellen Phasen. Das Praxisbeispiel unterstützt die folgenden Virtualisierungsgrade:

  • Anreicherung

Ressourcen

Soft- und Hardware

  • Stud.IP
  • ILIAS

Kontakt

Sie möchten mehr über das Praxisbeispiel erfahren? Hier können Sie Kontakt zu den Autorinnen und Autoren aufnehmen:

Prof. Dr. Günter Rombach
Technische Universität Hamburg, Massivbau
Denickestr. 17
D - 21073 Hamburg
Mail: rombach@tuhh.de
Home: https://www.tuhh.de/mb/institut/mitarbeiterinnen/univ-prof-dr-ing-guenter-a-rombach-leitung.html

Dr. Björn Schütte
Technische Universität Hamburg, Massivbau
Denickestr. 17
D - 21073 Hamburg
Mail: bjoern.schuette@tuhh.de
Home: https://www.tuhh.de/mb/institut/mitarbeiterinnen/dr-ing-bjoern-schuette-oberingenieur.html

Sabine Schermeier
Technische Universität Hamburg, Mediendidaktik
Am Schwarzenberg-Campus 3 E
D - 21073 Hamburg
Mail: sabine.schermeier@tuhh.de
Home: https://www2.tuhh.de/zll/blog/team_member/sabine-schermeier/

Dr. Klaus Vosgerau
Technische Universität Hamburg, Lehrkoordination Dekanat B
Am Schwarzenberg-Campus 3 E
D - 21073 Hamburg
Mail: klaus.vosgerau@tuhh.de
Home: https://www2.tuhh.de/zll/blog/team_member/dr-klaus-vosgerau/

 

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