Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, 2006

m Auftrag des österreichischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat das Institut für Hochschulforschung (HoF) der Universität Halle-Wittenberg aktuelle Trends in der Hochschulbildung untersucht.

Titel: Die Trends der Hochschulbildung und ihre Konsequenzen. Wissenschaftlicher Bericht für das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Republik Österreich.

Autor(en): Pasternack, P., et al.

Ort: Wien

Erscheinungsjahr: 2006

Pasternack, P., et al. (2006): Die Trends der Hochschulbildung und ihre Konsequenzen. Wissenschaftlicher Bericht für das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Republik Österreich.: Wien

URL: http://www.hof.uni-halle.de/web/dateien/Die-Trends-der-Hochschulbildung.pdf

Die im Wandel begriffenen Rahmenbedingungen der Hochschulen resultieren in einer Veränderung ihrer Bildungsangebote. Ziel der Studie ist es, den aktuellen Stand der Hochschulbildung zu erheben und Trendentwicklungen zu prognostizieren. Das Autorenteam benennt notwendige Änderungen im universitären Management und bei der Kompetenzentwicklung der Lehrenden und formuliert umfangreiche Handlungsempfehlungen.

Die Studie geht dabei insbesondere vier Fragestellungen nach:

  1. Welche strukturellen Trends auf europäischer und insbesondere österreichischer Ebene resultieren aus den veränderten Rahmenbedingungen?
  2. Welche Kenntnisse und Kompetenzen werden aus gesellschaftlicher Perspektive von der Hochschulbildung erwartet?
  3. Welche unterschiedlichen Ansprüche stellen Studierende an Hochschulbildung?
  4. Welche Methoden wenden europäische und insbesondere österreichische Hochschulen an, um sowohl die veränderten strukturellen als auch die gesellschaftlichen und studentischen Anforderungen zu erfüllen?

Diese Fragen haben die Autoren mit einem Methodenmix untersucht: Neben Literatur- und Dokumentenanalysen, Internetrecherchen und Sekundäranalysen quantitativer Datenerhebungen wurden Experteninterviews und ein Expertenworkshop durchgeführt.

Die Ergebnisse sind nicht nur für österreichische Hochschulen von Interesse. Die Fallbeispiele und Empfehlungen zu diversen Feldern der Hochschulentwicklung wie Qualitätssicherung, innovative Lehr- und Lernformen, Erreichung neuer Zielgruppen, Berufsorientierung und Internationalisierung machen den Bericht zu einer anregenden Lektüre, die ein breites Überblickswissen vermittelt.

E-Learning wird von den Autoren als wichtiger Baustein einer innovativen Hochschuldidaktik gesehen, wenngleich sich auch euphorische Prognosen als zu optimistisch erwiesen haben. Als Examples of Good Practice werden die Projekte FELIX (Furtwangen E-Learning and Information eXchange) sowie Campus-online education Stuttgart vorgestellt.

Als Handlungsfelder im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien werden unter anderem virtuelle akademische Weiterbildungsmöglichkeiten, der Ausbau von Supportstrukturen, die Qualifizierung insbesondere von neuberufenen Lehrenden sowie die hochschul- und länderübergreifende Netzwerkbildung gefordert.