Gilch, Beise, Krempkow, Müller, Stratmann & Wannemacher (2019)

Die Schwerpunktstudie „Digitalisierung der Hochschulen" erfasst erstmals mit einer Vollerhebung den Stand der Digitalisierung der Hochschulen in Deutschland. Dabei stellt sie den Prozess der Digitalisierung an den Hochschulen unter Berücksichtigung der drei Dimensionen Forschung, Studium und Lehre sowie Verwaltung deutschlandweit dar, unterzieht diesen einer Analyse und ordnet ihn international ein.

Titel: Digitalisierung der Hochschulen. Ergebnisse einer Schwerpunktstudie für die Expertenkommission Forschung und Innovation

Autor(en): Gilch, H., Beise, A. S., Krempkow, R., Müller, M., Stratmann, F. & Wannemacher, K.

Ort: Berlin: Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)

Erscheinungsjahr: 2019

Gilch, H., Beise, A. S., Krempkow, R., Müller, M., Stratmann, F. & Wannemacher, K. (2019): Digitalisierung der Hochschulen. Ergebnisse einer Schwerpunktstudie für die Expertenkommission Forschung und Innovation: Berlin: Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)

URL: https://www.e-fi.de/fileadmin/Innovationsstudien_2019/StuDIS_14_2019.pdf

Obwohl in Deutschland bereits einige Studie zu Einzelbereichen wie der digitalen Forschung, Bildung, Verwaltung sowie der digitalen Infrastruktur durchgeführt wurden, lag ein einheitlicher Informationsstand im Sinne von übergreifenden Studien zur Digitalisierung der Hochschulen bislang nicht vor. Diese Lücke möchte nun die Schwerpunktstudie „Digitalisierung der Hochschulen“, die das HIS-Institut für Hochschulentwicklung (HIS-HE) im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) durchgeführt hat, füllen.

Das Ziel der Studie ist, den Prozess der Digitalisierung an Hochschulen unter Berücksichtigung der Dimensionen Forschung, Lehre, Verwaltung und Infrastruktur deutschlandweit zu analysieren. Anhand dieser Dimensionen werden die Schwerpunktthemen Stellenwert, Strategien und Ziele der Digitalisierung, die Verankerung in der IT-Governance, Stand und Rahmenbedingungen der Digitalisierung, die Bereiche digitale Infrastruktur, digitale Forschung, digitalisiertes Lehren und Lernen sowie digitale Verwaltung und Herausforderungen und Handlungsempfehlungen an die Politik analysiert.

Methodisch wurde eine teilstandardisierte Vollerhebung unter deutschen Hochschulleitungen durchgeführt. Diese quantitative Erhebung, an der 30,1 % der deutschen Hochschulen teilnahmen wurde durch qualitative Elemente wie die Erhebung von insgesamt zehn Fallbeispielen an ausgewählten Hochschulen mit Hilfe von leitfadengestützten Interviews und Fokusgruppengesprächen, sowie projektbegleitende Workshops mit zehn Fachexpert/innen für die Digitalisierung der Hochschulen ergänzt.

Zu den Resultaten der Erhebung zählt u. a., dass der Stellenwert der Digitalisierung an Hochschulen in Deutschland generell hoch eingeschätzt wird. In Bezug auf die eigene Hochschule beurteilen 82,6% der Teilnehmenden die Bedeutung der Digitalisierung auf einer fünfstufigen Skala als hoch oder sehr hoch. Im Hinblick auf einzelne Bereiche schreiben Hochschulleitungen der Digitalisierung von Lehren und Lernen (75,7%) und der Digitalisierung der Verwaltung (71,9%) die größte Bedeutung zu. Den Stand der Digitalisierung der eigenen Hochschule bewerten die Hochschulleitungen dagegen deutlich zurückhaltender. Einen hohen oder sehr hohen Stand der Digitalisierung attestieren sie den Bereichen Forschung (34,3%) und Lehren und Lernen (29,3%) an der eigenen Hochschule.

 

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