Digitale Didaktik im Lehramtsstudium: Lehre gestalten, Kompetenz entwickeln, Transfer fördern. Das Modellprojekt [D-3]

Das Projekt [D-3] Deutsch Didaktik Digital an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unterstützt seit 2018 Lehrende und Studierende der Deutschdidaktik und Germanistik bei der Realisation digitalen Lehrens und Lernens. Im Artikel von Sarah Stumpf und Prof. Dr. Matthias Ballod und in einem Video werden die theoretischen Konzepte und die praktischen Anwendungsbereiche des Projekts vorgestellt.

Im Projekt [D-3] Deutsch Didaktik Digital wird das Thema Digitalisierung im Kontext universitärer Lehrkräftebildung umfassend betrachtet und als wichtiger Hebel einer strategischen und operationalen Organisationsentwicklung aufgefasst. Digitalisierung wird nicht als Selbstzweck, sondern vor allem als eine Schablone für die nötige Weiterentwicklung von Lehr- und Forschungspraxis verstanden.

Der Artikel von Prof. Dr. Matthias Ballod und Sarah Stumpf zeigt anhand des theoretischen wie methodischen Kerns sowie Ergebnissen aus der Projektpraxis die Gestaltungsmöglichkeiten einer digitalen Didaktik im Lehramtsstudium auf. Die Autoren stellen ein im Projektverlauf entwickeltes [D-3] Kompetenzmodell für die Lehrkräftebildung vor. Außerdem schildern sie, mit welchen Angeboten sie Dozierende und Studierende im Lehramt sowohl auf der Wissens- als auch auf der Anwendungsebene unterstützen und in ihrer Reflexionsfähigkeit fördern. Studierende werden beispielsweise anhand der auf e-teaching.org bereits vorgestellten Get in Touch! [D-3] Workshopreihe zu digitalen Whiteboards im Unterricht auf die digitale Lehrpraxis vorbereitet. Der Erfahrungsbericht zeigt auf, dass die zugrundeliegenden Konzepte des Modellprojekts auch auf andere Fächer übertragen werden können.

Der Videobeitrag liefert einen Einblick in die Zusammenarbeit mit Lehrenden und Studierenden sowie die Arbeit von [D-3] in der Praxis. Eine studentische Hilfskraft und eine Dozentin berichten über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit [D-3]. Abschließend nimmt Prof. Dr. Matthias Ballod, der wissenschaftliche Leiter des Projekts, in einem Interview Stellung zu den entwickelten Lehr-Lernkonzepten und welche Auswirkungen des Projekts erwartet werden.

Über die Autoren

Prof. Dr. Matthias Ballod ist seit 2011 Universitätsprofessor für Sprach-, Literatur- und Informationsdidaktik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er hat in der Linguistik zu automatisierten Verfahren der Textanalyse promoviert und in der Didaktik zu „Wissenstransfer und Wissenstransformation“ habilitiert. Sein Forschungs- u. Arbeitsschwerpunkt ist die Wissenskommunikation. Dieses Feld umfasst die funktionale Integration digitaler Medien in Lehr-Lernkontexte von Schule und Universität ebenso wie organisationales und individuelles Wissensmanagement oder die Prozessoptimierung interner Unternehmenskommunikation und den interkulturellen Wissenstransfer.

Sarah Stumpf verantwortete im Projekt [D-3] Deutsch Didaktik Digital seit 2018 den Bereich Methodenentwicklung und war u.a. für die Konzeption eines Kompetenzmodells für das Lehren und Lernen unter Bedingungen der Digitalität zuständig. Seit April 2020 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Lehrer*innenbildung an der Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg und im Projekt Digital kompetent im Lehramt (DikoLa) tätig. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der linguistischen Pragmatik und Sprachdidaktik.

Projektteam

Prof. Dr. Matthias Ballod – Wissenschaftliche Leitung Homepage
René Barth – Evaluation Homepage
Dr. Gunhild Berg – Projektleitung Homepage
Benjamin Eugster – Projektleitung Homepage
Bernhard Franke – technische Realisation Homepage
Marie Güntzel – Curriculumsentwicklung Homepage
Dirk Kuntze - Medientechnik Homepage
Sarah Stumpf – Methodenentwicklung Homepage

Die beiden Autoren danken allen herzlich, die aktiv und mit hohem Engagement diesen Beitag unterstützt und ermöglicht haben. Neben dem gesamten [D-3]-Team gilt unser Dank Bernhard Franke für die Gestaltung des Satzes und Hannah Schwaß für die Finalisierung der Grafik sowie Dirk Kuntze und Sebastian Schubert für die Video-(Post)-Produktion. Gunhild Berg, René Barth und Marie Güntzel danken wir für das Planen und Durchführen der Interviews und schließlich Maxi Kupetz und Hannah Schwaß für ihre Interviewbereitschaft.

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