Praxistransfer konkret Ia: Lehren mit Avatar-basierten 3D-Szenarien – das Projekt MyScore

Im Online-Event wird Prof. Dr. Heribert Nacken (RWTH Aachen University) auf die Möglichkeiten eingehen, wie der Einsatz von Virtual Reality (VR) in der Lehre aktiv dazu beitragen kann, die Qualität der Lehre bzw. den Kompetenzerwerb zu verbessern. Als Hintergrund dient dabei ein aktuell vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit dem Akronym „MyScore", in dem die Ausbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren mit Hilfe von VR-Szenarien erweitert wird.
Prof. Dr. Heribert Nacken (RWTH Aachen University)

Im Projekt MyScore kommen Avatar-basierte Rollenspiele sowie virtuelle Mobilität für Studierende und Lehrende zum Einsatz. Das Ziel ist die erfahrungsbasierte Vermittlung von Future Skills bei der Ausbildung von Bau- und Umweltingenieurinnen und -ingenieuren. Während die Core Skills im Sinne der ingenieurwissenschaftlichen Fachinhalte bereits heute auf hohem Niveau – auch in VR – vermittelt werden, hat die Vermittlung der Future Skills – besonders in VR – noch großes Entwicklungspotential. Dies gilt sowohl für die digitalen wie auch die nicht-digitalen Schlüsselqualifikationen, die kürzlich in einem Diskussionspapier des Stifterverbands definiert wurden. Diese Kritik wird im Projekt durch die Entwicklung und den Einsatz virtueller immersiver Lehr-/Lernszenarien aktiv aufgegriffen.

Es sollen insbesondere drei Bereiche von Kompetenzen aus dem bislang unterrepräsentierten Bereich der Future Skills verstärkt in die Ausbildung eingehen:

(1) Digitale Skills: Digitale Interaktion, fachliche sowie überfachliche Kollaboration

(2) Hybride Skills: ethisches und sozial kompetentes Handeln im digitalen und analogen Raum

(3) Klassische Skills: Problemlösungs- und Kommunikationskompetenz und Adaptionsfähigkeit

Die nächste Generation der Studierenden in den Ingenieurswissenschaften soll nicht nur fachlich exzellent ausgebildet sein, sondern auch über die gesamte Bandbreite von digitalen und klassischen Kompetenzen verfügen, die notwendig sind, um die Aufgaben der Daseinsvorsorge für eine Gesellschaft unter wissenschaftlichen, ethischen und sozialen Aspekten auszuführen.

Im Rahmen des Online-Events sollen die Lehrinnovationen vorgestellt werden und die methodischen Zielsetzungen des Projektes in einer gemeinsamen Diskussion kritisch hinterfragt werden.
In der Folgeveranstaltung am 28. November 2019 besteht dann die Möglichkeit, selbst ein bereits bestehendes VR-Szenario auszuprobieren. Daran schließt sich eine Diskussion über mögliche Potentiale, Wirkgrößen und hemmenden Faktoren der vorgestellten Lehr-/Lernszenarien an.

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