Glossar

Der Glossar von e-teaching.org enthält sprachliche Erklärungen zum Wortschatz der Website. Die enthaltenen Definitionen sollen das eindeutige Verständnis der verwendeten Begriffe ermöglichen.

26 Glossarbegriffe:

Vektorgrafik

Eine Vektorgrafik ist aus Linien, Kurven und Flächen aufgebaut, die im Gegensatz zu Pixelgrafiken (Bitmap -Grafiken) nicht punktweise dargestellt, sondern mit sogenannten Vektoren mathematisch genau beschrieben werden. Vektorgrafiken lassen sich ohne Qualitätsverlust stufenlos vergrößern und verkleinern. Programme, die mit Vektorgrafiken arbeiten, sind Illustrationsprogramme wie CorelDraw und Adobe Illustrator, sowie CAD-Programme wie AutoCAD, CATIA und ProEngineer.

Velocity

Velocity ist eine auf Java basierende Template Engine, die u. a. zur Generierung von Java-Quelltext und zur Trennung desselben vom Layout in der Web-Programmierung eingesetzt werden kann. Dabei werden in der HTML -Datei Referenzen eingefügt (im Gegensatz zur direkten Einbettung des Java-Quelltextes wie z. B. bei Java Server Pages), die beim Aufruf der Seite automatisch ausgewertet werden. Der entsprechende Quelltext wird dynamisch eingebunden. Dieser Ansatz wird als "Model View Controller" (MVC) bezeichnet. Velocity war Teilprojekt des "Apache Jakarta Project", welches diverse, auf Java basierende Open Source -Lösungen anbietet.
Siehe auch: http://velocity.apache.org/.

Verhältnisskalen

Verhältnisskalen sind ein Skalenniveau in der Statistik. Sie liegen auf einem noch höheren Messniveau als Intervallskalen. Verhältnisskalen (auch: Ratioskalen) besitzen zusätzlich zur Gleichabständigkeit der Intervallmesspunkte auch noch einen natürlichen Nullpunkt. Dies ist etwa bei Messungen von Entfernungen, des Lebensalters, der Lernzeit oder dem Einkommen nötig.

Vertex

Mit Vertex wird in der Computergrafik ein Eckpunkt eines geometrischen Primitivs (z. B. eines Dreiecks) bezeichnet. Eigenschaften eines Vertex sind z. B. Position, Farbe und Textur -Koordinaten.

Verwaltungssystem

Einrichtungen wie die Fernuniversität Hagen, die eine Vielzahl von Online-Veranstaltungen anbieten, setzen zunehmend digitale Verwaltungssysteme ein. Es handelt sich dabei um datenbankgestützte Anwendungen, die den Studierenden online anzeigen, welche Kurse sie zur Zeit belegen, welche Veranstaltungen daran anknüpfen oder ergänzend besucht werden können. Ferner zeigt das System den individuellen Lernfortschritt in der jeweiligen Veranstaltung an. Den Lehrenden ermöglicht es die Verwaltung von Veranstaltungen und Teilnehmern.

VG/Verwertungsgesellschaft

Geistige und künstlerische Leistungen wie Bücher, Filme oder auch Datenbanken sind durch das Urheberrecht geschützt. Es gibt viele Bereiche, in denen es dem einzelnen Urheber allein schon zeitlich unmöglich ist, seine Rechte individuell zu verfolgen. In diesen Fällen kann er einen Wahrnehmungsvertrag mit einer Verwertungsgesellschaft (VG) abschließen, die ihn dann kollektiv vertritt. In der Regel erhält er aus den Einnahmen nach einem Verteilungsplan eine Vergütung. Das bekannteste Beispiel in Deutschland ist die GEMA. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte vertritt die Ansprüche von Musikschaffenden. Insgesamt gibt es elf große Verwertungsgesellschaften. Sie nehmen die Interessen der Urheber auch im Zusammenhang mit digitalen Medien wahr.
Die Vertiefung Verwertungsgesellschaften vermittelt Ihnen Anhaltspunkte, von welchen Regelungen der VGs Ihr Projekt profitieren oder betroffen sein kann.

VGA-Kabel

VGA (Video Graphics Array) ist ein Grafikkarten-Standard für IBM-kompatible PCs. Die Stecker an den VGA-kompatiblen Monitor-Kabeln besitzen 15 Pins (Stifte). Die Kabel werden benötigt, um die Grafikkarte mit dem Monitor beziehungsweise Projektor zu verbinden.

Video Disc

siehe DVD

Video-Podcast/Videocast/Vodcast

Ein Video-Podcast (häufig auch als Videocast oder Vodcast bezeichnet) enthält statt des auditiven Inhalts eines klassischen Audio- Podcasts ein Video, also bewegte Bilder und Ton. Dies können z. B. Vorlesungsmitschnitte oder speziell aufgenommene Lehrfilme sein. Die Video-Dateien werden vorzugsweise im MP4 -Format erstellt und den Nutzern per RSS - Feed zur Verfügung gestellt. Video-Podcasts können außerdem um zusätzliche digitale Informationsmaterialien oder interaktive Steuerelemente (z. B. Sprungmarken) erweitert werden (Enhanced-Podcast).
Ausführliche Informationen zum Einsatz von Video-Podcasts im Rahmen von Vorlesungen bietet Ihnen die Rubrik Lehrszenarien.
Allgemeine Informationen zum Thema Podcasts erhalten Sie in den Portal-Bereichen Didaktisches Design und Medientechnik.

Videoblog/Vlog

Ein Videoblog (umgangssprachlich auch "Vlog" genannt, von: V(ideo-Web)log; davon abgeleitet auch die Bezeichnungen "Vlogger" für jemanden, der ein Videoblog betreibt und "Vlogging" für die Tätigkeit an sich) bezeichnet ein Weblog, dessen periodisch erscheinende Beiträge überwiegend aus Videomaterial bestehen.

Videokonferenz

Eine Videokonferenz ist eine Besprechung mehrerer Personen an unterschiedlichen Orten, die per Videokamera oder Webcam und Datenleitungen mit hoher Bandbreite, beispielsweise über das Internet, übertragen wird, wobei sich alle Teilnehmer über Monitor sowie Sprach-Ein- und Ausgabegeräte sehen und hören können.
Mehr dazu unter Medientechnik.

Videokonferenz-System

Ein Videokonferenz-System (Groupware) ist eine Technik, mit der Lernende und Lehrende in Echtzeit über Bild und Ton miteinander kommunizieren können. Die Kommunikation erfordert bei den Teilnehmern die Installation von Mikrofonen, Kamera (Webcam), einer Software sowie eine Verbindung zum Internet. Man unterscheidet zwischen PC-gestützter Videokonferenz und Gruppensystemen. Ein Gruppensystem ermöglicht es, dass viele Personen an verschiedenen Orten teilnehmen können (Multipointkonferenz). Videokonferenz-Systeme ermöglichen oft auch die gemeinsame Arbeit an Dokumenten oder die gemeinsame Nutzung von Anwendungen (Application Sharing). Die mögliche Qualität der empfangenen Audio- und Videodaten hängt stark von der Übertragungsrate (Bandbreite) der Internetverbindung ab.

Viewer

Viewer ist die Bezeichnung für ein Programm, dass der Anzeige von Text-, Grafik- oder Videodateien dient. Je nach Programm wird ein bestimmter Viewer benötigt, um die im Programm erstellten Dateien für andere lesbar und abspielbar zu machen. Ein reiner Viewer erlaubt nur die Ansicht und nicht die Bearbeitung einer Datei.

Virtual Private Network/VPN

Ein VPN dient dem Zweck der sicheren, isolierten Übertragung vertraulicher Daten über ein öffentliches, unsicheres Netz, wie z. B. dem Internet. Dafür wird die über das unsichere Netz stattfindende Verbindung zwischen den beiden Teilnehmern (z. B. Einzelrechner, Heim- oder Firmennetz) verschlüsselt. Weit verbreitete Techniken zur Erstellung solcher gesicherter "Tunnel" sind z. B. IPsec oder SSL/TLS.

Virtuelle Maschine

Mit einer virtuellen Maschine (engl: virtual machine) wird mit Hilfe von Software ein Computer simuliert. Im Unterschied zu einem physischen Computer besteht die virtuelle Maschine nicht aus Hardware sondern aus Software. Da sich Hardware-Ressourcen wie Festplatte, Arbeitsspeicher oder Rechenleistung eines physischen Computers aufteilen lassen, können mit dieser Methode auf einem Computer mehrere virtuelle Maschinen betrieben werden.

Virtuelle Realität

Als virtuelle Realitäten werden durch Computertechnologie simulierte Modelle der Wirklichkeit bezeichnet, die im Gegensatz zu traditionellen künstlichen Wirklichkeiten (z.B. Film) interaktiv sind. Der Benutzer kann in den Programmablauf eingreifen und diesen verändern. Virtuelle Realität wird in zahlreichen Anwendungen in Industrie und Technik eingesetzt, etwa bei Flugsimulatoren, der computergestützten Architektur oder bei der Simulation von chemischen Reaktionen.
Weitere Informationen zu diesem Glossarbegriff sowie den Artikel "Virtuelle Realität und E-Learning" finden Sie in unserem Portal.

Virtuelles Klassenzimmer

Ein virtuelles Klassenzimmer bezeichnet Lehrszenarien, in denen das Internet als Kommunikationsmedium für räumlich getrennte Lehrende und Lernende genutzt wird. Durch den Einsatz von Lernplattformen, Webcams, VoIP oder gar Whiteboards kann sowohl eine Sicht-, Hör- und Sprechverbindung der Beteiligten als auch ein gemeinsames und gleichzeitiges Bearbeiten von Dokumenten ermöglicht werden.

Virtuelles Labor

Unter dem Stichwort "Virtuelles Labor" wird einerseits die Steuerung realer Labore, die mit Robotern, Laborgeräten und Werkzeugmaschinen ausgestattet sind, über Telecontrol oder das Internet verstanden. Andererseits kann es sich auch um einen vollständig virtuellen Versuch (Simulation) handeln. Über das Internet werden Bedienelemente auf dem Client-Rechner betätigt und Befehle an den Server ausgegeben. Dieser kommuniziert über eine Schnittstelle mit den an ihn angeschlossenen Geräten, und gibt auf der anderen Seite Daten an das Internet weiter. Die Rückmeldung an den Client erfolgt über Kameras, die Video- Streams zur Verfügung stellen, über die Auswertung von Variablen (bei Java-RMI) und über die Rückgabe neuer HTML -Seiten.
Weitere Informationen zu diesem Glossarbegriff gibt es in unserem Portal.

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