ZFHE 15/2: Call for Papers zum Thema Forschendes Lernen

Für die neue Ausgabe 15/2 der Zeitschrift für Hochschulentwicklung (ZFHE), die im Juni 2020 erscheinen soll, werden noch Beiträge in deutscher oder englischer Sprache zum Thema „Forschendes Lernen im Spannungsfeld von Wissenschaftsorientierung und Berufsbezug“ gesucht. Sowohl empirische Beiträge als auch konzeptionelle Beiträge sind dabei erwünscht. Ausdrücklich eingeladen sind zudem Studien und Beiträge zu bisher wenig thematisierten Fragen und Zugängen wie etwa dem Forschenden Lernen im Dienst der Netzwerkbildung. Die Einreichungsfrist endet am 24. Januar 2020.

Die ZFHE ist ein referiertes Online-Journal für wissenschaftliche Beiträge mit praktischer Relevanz zu aktuellen Fragen der Hochschulentwicklung. Der Fokus liegt dabei auf den didaktischen, strukturellen und kulturellen Entwicklungen in Lehre und Studium. Dabei werden in besonderer Weise Themen aufgenommen, die als innovativ und hinsichtlich ihrer Gestaltungsoptionen noch als offen zu bezeichnen sind.

Zum Themenschwerpunkt

Wissenschaftswelt und Berufswelt unterscheiden sich in verschiedener Hinsicht. Insofern stellt sich die Frage, wie und was das Forschende Lernen mit seiner betonten Wissenschaftsorientierung zur Berufsrelevanz und Berufsorientierung überhaupt beitragen kann. In welchem Bezug stehen forschendes Tun und berufliche Praxis mit ihren je vielfältigen Dimensionen? Inwiefern unterscheiden sich Konzepte des Forschenden Lernens je nach ihrer Einbettung in Studiengänge mit unterschiedlicher Berufsausprägung? Wie kann Forschendes Lernen mit berufsorientierten Praktika während des Studiums verknüpft werden? Was unterscheidet das Forschende Lernen von verwandten, aber stärker berufsorientierten didaktischen Zugängen wie PBL in der Medizin oder case method in Jura und Managementlehre? Und in welchem Verhältnis steht das Forschende Lernen zu Ansätzen wie beispielsweise des Critical Thinking?

Die Bedeutung des Bezugs von Forschendem Lernen und Berufsorientierung ist eingebunden in Entwicklungen in der Berufswelt (Stichwort Akademisierung und Verwissenschaftlichung von beruflicher Arbeit). Entwicklungen zeigen sich aber auch innerhalb der Hochschulen. So kann bespielweise gefragt werden, welchen Beitrag das Forschende Lernen für die Qualifizierung und Arbeit von Hochschulprofessionellen im Third Space leistet, beispielsweise im Bereich Qualitätsmanagement. Oder auch für akademische Laufbahnen und insbesondere Laufbahnentscheidungen am Ende des Studiums.

Die ZFHE lädt ein, in Beiträgen solche Fragen zu erörtern. Erbeten sind einerseits empirische Beiträge (z. B. zu Fragen der Kompetenzerfassung, zu internationalen Unterschieden, zu Unterschieden nach Studien- bzw. Hochschultypen, zu unterschiedlichen didaktischen Zugängen), andererseits konzeptionelle Beiträge zum Forschenden Lernen in diesem Spannungsfeld von Forschungsorientierung und Berufsbezug. Ausdrücklich eingeladen sind zudem Studien und Beiträge zu bisher wenig thematisierten Fragen und Zugängen wie etwa dem Forschenden Lernen im Dienst der Netzwerkbildung.

Informationen zur Einreichung

Beiträge können in zwei unterschiedlichen Formaten in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden:

Wissenschaftliche Beiträge innerhalb des Schwerpunktthemas sollten folgende Kriterien erfüllen: Der Beitrag…

... bietet innovative Perspektiven, Argumente, Problemanalysen etc. auf das Schwerpunktthema;
... fokussiert wesentliche Aspekte des Schwerpunktthemas;
... ist theoretisch fundiert, d. h. er bietet eine deutliche Anbindung an den wissenschaftlichen Diskurs zu dem bearbeiteten Thema;
... bietet zumindest in Teilen einen Zugewinn an wissenschaftlichen Erkenntnissen;
... macht die Methodik der Erkenntnisgewinnung transparent;
... folgt konsistent einschlägigen Regeln der Zitation (APA-Stil, 6. Auflage);
... umfasst maximal 33.600 Zeichen (inkl. Leerzeichen sowie Deckblatt, Literatur- und Autorenangaben).

Werkstattberichte beziehen sich auf die instruktive Darstellung von Praxiserfahrungen, ‚Good Practice‘, Gestaltungskonzepten, Modellvorhaben etc. Werkstattberichte sollten folgende Kriterien erfüllen:

  • Potential zum Transfer auf andere Praxisbereiche;
  • Herausarbeitung generalisierbarer Aspekte und Faktoren im Sinne einer Theoriebildung;
  • Systematik und Transparenz der Darstellung (z. B. keine unverständlichen Hinweise auf Spezifika und Details in einem Praxisfeld);
  • konsistente Befolgung einschlägiger Regeln der Zitation (APA-Stil, 6. Auflage);
  • Umfang von maximal 21.600 Zeichen (inkl. Leerzeichen sowie Deckblatt, Literatur- und Autorenangaben).

Zeitplan

24. Januar 2020: Deadline zur Einreichung des vollständigen Beitrags
20. März 2020: Rückmeldung/Reviews: Wissenschaftliche Beiträge und Werkstattberichte werden in einem Double-blind-Verfahren beurteilt.
20. April 2020: Deadline Überarbeitung: Gegebenenfalls können Beiträge entsprechend Kritik und Empfehlungen aus den Reviews überarbeitet werden.
Juni 2020: Publikation: Im Juni 2020 werden die finalisierten Beiträge unter https://www.zfhe.at publiziert und auch als Printpublikation erhältlich sein.

Weitere Informationen

Anmelde- oder Einreichungsfrist

24.01.2020

Kategorisierung

Art des Termins

  • Call
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