Im Sokratischen Dialog mit KI

20.12.2023: In diesem Beitrag stellt Katharina Opper (FernUniversität in Hagen) einen Ansatz zur Neuinterpretation der sokratischen Gesprächsmethode mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) vor. Um Studierende zur Auseinandersetzung mit scheinbar selbstverständlichen Begriffen anzuregen, befasst sie sich im Rahmen ihrer Masterarbeit mit der Entwicklung und Erprobung eines Prompts, durch den generative KI-Modelle die Rolle eines sokratischen Gesprächsleiters übernehmen und gezielte Fragen stellen, statt Antworten zu liefern. Ein wesentlicher Vorteil dieser Herangehensweise ist, dass die Eigenleistung der Studierenden im Vordergrund steht.

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Katharina Opper (FernUniversität in Hagen)

Die auf den griechischen Philosophen Sokrates zurückgehende sokratische Gesprächsmethode kann auch heutigen Lernende noch helfen, sogenannte „Windeier“ zu entlarven, also Begriffe, die im Alltag oft unhinterfragt verwendet werden - etwa Freiheit oder Wahrheit. Generative KI-Modelle ermöglichen eine Neuinterpretation der sokratischen Methode im digitalen Zeitalter.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit befasst sich Katharina Opper, Studentin an der FernUniversität in Hagen, mit der Entwicklung und Erprobung eines Prompts, mithilfe dessen generative KI-Modelle gezielte Fragen stellen, statt Antworten zu liefern. Auf diese Weise wird ein Raum geschaffen, in dem Studierende ihre Gedanken im Prozess des Schreibens ordnen und zu einer begründeten Haltung gelangen können. Anders als in den meisten anderen Ansätzen gibt KI hier also keine Antworten, sondern regt die Lernenden durch wegweisende Fragen an, selbständig ihre eigenen Antworten zu entwickeln.

In dem hier vorgestellten e-teaching.org-Artikel „Im Sokratischen Dialog mit KI“ erläutert Katharina Opper zunächst kurz die Prinzipien der klassischen sokratischen Gesprächsmethode und ihre Neuinterpretation der sokratischen Methode im Zeitalter von generativen KI-Modellen. Der Schwerpunkt des Beitrags liegt auf der Darstellung der Entwicklung eines geeigneten Prompts inklusive eines beispielhaften Gesprächsverlaufs sowie auf der Vorstellung einer ersten didaktischen Umsetzung bzw. Durchführung der Methode mit Studierenden.

Beitragende

Als Bildungswissenschaftlerin und E-Learning-Entwicklerin ziehe ich Synergien aus der Schnittstelle von Wirtschaft und Wissenschaft. Mein Interesse gilt besonders den Potenzialen und Anforderungen, die digitale Innovationen, wie generative KI, für die
mediendidaktische Gestaltung mitbringen.

Weitere Informationen

Dieser Erfahrungsbericht ist Teil des Themenspecials KI in der Hochschulpraxis.