Hochschulranking

Rankinglisten prägen das Bild der Hochschule in der interessierten Öffentlichkeit. Eine Hochschule muss Rankings beachten und gegebenen Falls dazu Stellung beziehen. In eigenen Veröffentlichungen können die Kriterien der Rankings sowie die Ergebnisse kritisch diskutiert werden. Bei einer schlechten Bewertung kann die Hochschule mit eigenen Evaluationsmaßnahmen das Ergebnis konkretisieren.

Im Folgenden geben wir Ihnen eine Zusammenfassung von durchgeführten Hochschul-Rankings, innerhalb derer das Angebot von Hochschulen im Allgemeinen und die Darstellung von Hochschulen im Web im Besonderen analysiert wurden. Bei den meisten der hier vorgestellten Rankings handelt es sich um einmalige Studien deren Ergebnisse wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

1. "CHE-Hochschul-Ranking"
2. "Uni-Web Studie"
3. "Verbundprojekt: Evaluierung von Internet-Auftritten"
4. "56. Internet-Branchenbericht"
5. "Web-Usability des Informations- und Interaktionsangebotes von Hochschulbibliotheken"
6. "Academic Ranking of World Universities"

1. "CHE-Hochschul-Ranking"

Allgemein: Das „Centrum für Hochschulentwicklung“ (CHE) veröffentlicht seit 1998 jährlich ein Hochschul-Ranking. Dieses Ranking wurde von 1999 bis 2004 in Kooperation mit dem Magazin STERN herausgebracht. Seit 2005 erscheint es erstmals in Kooperation mit der Wochenzeitung DIE ZEITBei dem CHE-Hochschul-Ranking handelt es sich einen mehrdimensionalen fachbezogenen Vergleich aller deutschen Hochschulen, bei dem mehr als 35 Fächer (je Fach bis zu 30 Indikatoren) untersucht werden. Das CHE-Hochschul-Ranking basiert auf verschiedenen Teiluntersuchungen, bei denen zum einen Fakten und zum anderen Einschätzungen von Dozierenden und Studierenden erhoben werden. Im Jahr 2005 beteiligten sich mehr als 210.000 Studierende und 21.000 ProfessorInnen.

Methodik: Zuerst werden Rahmendaten (Studierendenzahlen, Absolventenzahlen, personelle und finanzielle Ausstattung) zu den einzelnen Fachbereichen erhoben. Danach erfolgt eine Reihe von schriftlichen Befragungen von Studierenden und Dozierenden. Die Ergebnisse dieser Befragung werden durch weitere Daten aus den einzelnen Fachbereichen ergänzt, die u. a. durch die Analyse von Datenbanken und Publikationen erhoben werden.
Für weitere Informationen steht der Methodenkatalog online zur Verfügung unter: http://www.che.de/downloads/CHE_HochschulRanking_Methoden2005.pdf.
Die einzelnen Fragebögen sind unter http://www.che-ranking.de/fragebogen_hr.php frei zugänglich.
Die untersuchten Kriterien umfassen Ausstattung, Studium und Lehre, Arbeitsmarkt und Berufsbezug, Studienort und Hochschule, Forschung und Gesamturteil von Studierenden und Professoren. Als ein Indikator für das Kriterium „Studium und Lehre“ wurden die E-Learning-Aktivitäten der einzelnen Hochschulen untersucht. Diese wurden jedoch nur aus der Sicht der Studierenden erhoben, die Internetangebote, wie Literaturlisten, Probeklausuren, Vorlesungsskripte und Übungen bewerteten.
Daraus wurde ein Index aus mehreren Einzelurteilen gebildet.
Die entsprechenden Fragestellungen finden sich im Studierenden-Fragebogen: http://www.che.de/downloads/Studierendenbefragung_2005.pdf.

Verwertungsinteresse: Ziel dieser Rankings ist es, eine Entscheidungsgrundlage für Studienanfänger und Hochschulwechsler für die Studienwahl zu bieten.

Veröffentlichung der Ergebnisse: Die kompletten Ergebnisse können nach einer Registrierung über die Online Ausgabe des Rankings für die einzelnen Fächer separat abgefragt werden: http://www.das-ranking.de/che6/

 

2. „Uni-Web Studie“

Allgemein: Im Rahmen der „Uni-Web-Studie“ untersuchte das Team von Politik-digital, eine parteiunabhängige Informations- und Kommunikationsplattform, im Jahre 2001 einmalig die Webauftritte aller 17 Berliner Hochschulen.

Methodik: Die Websites der verschiedenen Hochschularten wurden in den 5 Kategorien Inhalt, Gestaltung, Navigation, Interaktivität und Technik untersucht, die jeweils unterschiedlich gewichtet waren. Der Schwerpunkt der Betrachtung lag auf der Zielgruppenorientierung der Inhalte (Finden Studierende was sie suchen? Gibt es Erstsemesterangebote? etc.).In Bezug auf die Interaktivität wurde untersucht, ob die Hochschulen Diskussionsforen, Chats, Newsgroups oder Suchfunktionen anbieten.

Verwertungsinteresse: Ziel dieser Studie war es, den Wettbewerb unter den Hochschulen zu beleben, sowie die Ergebnisse journalistisch auf der Website von Politik-digital zu präsentieren.

Veröffentlichung der Ergebnisse: Der Text ist online verfügbar: http://www.politik-digital.de/text/edemocracy/netzkampagnen/unitest.shtml

 

3. "Verbundprojekt: Evaluierung von Internet-Auftritten"

Allgemein: Die "Online-Umfrage zur Evaluation der Hochschulen im Internet" wurde vom 25. April bis 4. Juni 2001 vom Arbeitskreis „Hochschul-PR-Evaluierung“ der Arbeitsgemeinschaft der Hochschulpressestellen in Auftrag gegeben und in Kooperation mit der Göfak, einer Medienforschungs GmbH in Potsdam, durchgeführt.

Methodik: Bundesweit nahmen 19 Hochschulen an dieser Studie teil. Die Stichprobe umfasste 5440 Nutzerinnen und Nutzer der WWW-Angebote der jeweiligen Hochschulen. Mit Hilfe eines Online Fragebogens wurden Nutzerprofil, Nutzerverhalten, Bewertung des WWW-Angebots und Benutzerwünsche erhoben.

Verwertungsinteresse: Ziel dieser Umfrage war es die Zielgruppen und die Serviceorientierung der evaluierten Angebote aufzudecken.

Veröffentlichung der Ergebnisse: Die Ergebnisse finden Sie auf der folgenden Seite: http://www.uni-kassel.de/presse/IQ_HKom/materialien/Erfurt-20-09-01.pdf

 

4. „56. Internet-Branchenbericht“

Allgemein: Anknüpfend an eine Studie von 1998, veröffentlichte die Dortmunder Marketingagentur ProfNET 2001 einen Internet Branchenbericht zu Webpräsenzen aller 285 Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland.

Methodik: Die Analyse der Websites umfasste 135 Kriterien in den Untersuchungsdimensionen: Inhalt, Interaktivität, Handling und Layout. Die Untersuchung wurde mit Hilfe eines automatisierten Verfahrens (Profnet Internet-Screening) durchgeführt.

Verwertungsinteresse: Die Marketingagentur verfolgt primär kommerzielle Ziele. Im Anschluss an die Studien wurde ein kostenpflichtiger Check-up der eigenen Webpräsenz angeboten. http://www.profnet.de/dokumente/2003/bestell_hs.pdf

Veröffentlichung der Ergebnisse: Das Ranking wurde auf der Webseite von ProfNet veröffentlicht: http://www.profnet.de/dokumente/2003/Ranking_56.pdf.

 

5. „Web-Usability des Informations- und Interaktionsangebotes von Hochschulbibliotheken“

Allgemein: Die Universität Gießen führte am 1.1.2004 eine 24-monatige Usability-Studie zum Informations- und Interaktionsangebot der Hochschulbibliothek Gießen durch. Hier sollten anhand von Benutzerstudien detaillierte empirische Daten über Benutzeraktivitäten, -strategien und -probleme zu erfasst werden.

Methodik: Der Unterschied des hier gewählten Analysenansatzes gegenüber gängigen Usability-Studien liegt in der (hyper)texttheoretischen Fundierung, die eine differenzierte Betrachtung der Struktur des Angebots, sowie seiner textlichen und sprachlichen Realisierung ermöglicht. Die Benutzeraktivitäten wurden mit unterschiedlichen Verfahren erhoben: qualitativ (Lautes Denken, Interviews, Fokus-Gruppe), quantitativ (Protokolle, Logfiles, Fragebögen), reaktiv (Blickbewegungen, Bildschirmaktivitäten) und non-reaktiv (Produktanalyse).

Verwertungsinteresse: Ziele dieser Studie waren die Entwicklung einer Usability-Problemtypologie, die Erstellung eines Empfehlungskatalogs für die Gestaltung von benutzerfreundlichen Online-Angeboten sowie eines methodischen Leitfadens zur Durchführung von Usability-Tests in wissenschaftlichen Bibliotheken.

Veröffentlichung der Ergebnisse: Die Folien des Vortrags sind online veröffentlicht: http://www.uni-giessen.de/usability/downloads/kieldbv.pdf

 

6. "Academic Ranking of World Universities (ARWU)"

Allgemein: Das Center for World-Class Universities (CWCU) der Graduate School of Education (früher: Institute of Higher Education) an der Shanghaier Jiao Tong Universität führt seit 2003 weltweite Rankings für Universitäten durch. Die Lehr- und Forschungsqualität der einzelnen Universitäten wurde dazu anhand von verschiedenen Indikatoren untersucht.

Methodik: Solche Indikatoren sind beispielsweise die Anzahl der Nobel- oder Fields-Medaillen-PreisträgerInnen unter Alumni und Lehrpersonal, vielzitierte Forschende, veröffentlichte wissenschaftliche Artikel in den Fachzeitschriften „Nature“ oder „Science“, Artikel, die in den großen Zitationsdatenbanken indiziert sind und auch die allgemeine Arbeitsleistung der Angehörigen eines Universitäts-Instituts. Die Indikatoren wurden wiederum prozentual gewichtet, um so eine Rangliste zu erstellen.

Verwertungsinteresse: Der ursrpüngliche Zweck des Rankings war, in Bezug auf Lehr- und Forschungsaspekte den Unterschied zwischen chinesischen und Weltklasse-Universitäten herauszufinden. Aufgrund des großen internationalen Interesses wird das Akademische Ranking nun jährlich durchgeführt und im Internet veröffentlicht.

Veröffentlichung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Untersuchung finden sich auf der Seite: http://www.shanghairanking.com/

Letzte Änderung: 08.04.2015

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