Organisation

Die Programmsteuerung, das Monitoring und die Evaluation der Einzelprojekte und die Erarbeitung einer Multimedia-Strategie für den Hochschulebereich wurden vom Land einem externen Programmbeirat unter Vorsitz von Prof. Müller-Böling (Centrum für Hochschulentwicklung – CHE) übertragen.
In der ersten Phase (1998-2001) begleitete das am damaligen Deutschen Institut für Fernstudienforschung (DIFF) angesiedelte Projekt KMMT (Kompetenzzentrum für Multimedia und Telematik) das Förderprogramm.
Von 2001-2003 fungierte das am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation angesiedelte Begleitprojekt ViKI (Virtuelles Kooperations- und Informationsnetzwerk zum Medieneinsatz in der Hochschullehre) als Kompetenzplattform. Diese Kompetenzeinrichtung sollte ein Expertennetzwerk zum Thema „Virtualisierung der Lehre“ knüpfen, die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den verschiedenen Projekten bündeln und über ein Wissensportal allgemein zugänglich zu machen.

Die in der ersten Phase der VHBW (1998-2003) postulierten Ziele lassen sich in drei Bereiche gliedern:

I. Bildungspolitisches Ziel:

    • Nutzung des Potentials der neuen Medien durch die Hochschulen, um ihre nationale und internationale Konkurrenzfähigkeit zu erhalten und um eine qualitative und quantitative Erweiterung des Studienangebots einzelner Hochschulen durch Verbundbildung zu erreichen.

    II: Pädagogisches Ziel:

    • Unterstützung des selbstgesteuerten Lernens der Studierenden
    • Erhöhung des Lernerfolgs, des Interesses und der Motivation
    • Verminderung der Zeit- und Ortsunabhängigkeit des Studiums
    • Steigerung der Qualität und der Effizienz von Lehre, Studium und wissenschaftlicher Weiterbildung durch den Einsatz Neuer Medien

      III. Strukturelles Ziel:

        • Produktion und Distribution multimedialer und netzgestützter Lehr- und Lernmaterialien bzw. -programme
        • Entwicklung von Geschäftsmodellen/ Einnahmenerzielung
        • Optimierung des Ressourceneinsatzes 
        • Optimierung der Strukturen an Hochschulen durch Organisationsentwicklung, Personalentwicklung und Ausbau der Infrastruktur

        Ab 2008 wurde die VHBW im Rahmen eines Projekts des MWK Baden-Württemberg mit e-teaching.org weiter geführt. Im Rahmen des Projekts wurde ein neues Portal aufgebaut, mit dem Ziel, Transparenz über die E-Learning-Aktivitäten zu schaffen sowie das Communitybuilding unter den Akteuren weitergehend zu fördern. Auch die Trägerhochschulen steuerten Inhalte zum Portal bei.

        Finanzrahmen
        Die Förderung aus Landesmitteln betrug in der ersten Phase 25 Mio. Euro, inklusive der 2,5 Mio. Euro aus der Initiative „Multimediagestütze Studiengänge“, die in gleicher Höhe von der Telekom gegenfinanziert wurde und mit der fünf Projekte gefördert wurden. In den letzten drei der fünf Jahre der ersten Phase mussten die Verbundsprojekte eine Gegenfinanzierung in der Höhe von 15% der jeweiligen Fördersumme erbringen. Ab 2008 wurde die VHBW vom MWK Baden-Württemberg finanziert.

        Personalausstattung
        Das Portal wurde vom e-teaching.org Redaktionsteam betreut; dieses besteht besteht aus dem wissenschaftlichen Leiter, sowie einem vierköpfigen Projektteam.

        Zuständigkeitsbereich
        Die virtuelle Hochschule Baden-Württemberg war eine zentrale Plattform für alle über 70 Hochschulen in Baden-Württemberg.


        Letzte Änderung: 05.10.2016
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