Glossar

Der Glossar von e-teaching.org enthält sprachliche Erklärungen zum Wortschatz der Website. Die enthaltenen Definitionen sollen das eindeutige Verständnis der verwendeten Begriffe ermöglichen.

35 Glossarbegriffe:

C-Programmiersprache

Einfache und relativ portable Programmiersprache, die nur 32 Schlüsselwörter umfasst und für das Betriebssystem Unix entworfen wurde. C eignet sich besonders zur Systemprogrammierung. Die grundlegenden Programme aller Unix-Systeme und die Kerne vieler Betriebssysteme sind in C programmiert. C++ ist aus C hervorgegangen und bietet die Möglichkeit der objektorientierten generischen Programmierung. Eine genormte Sammlung von C-Funktionen bietet die Standard C Library. C-Programme werden durch den sog. Linker, der verschiedene Programmmodule verbindet, aus dem Objektcode erzeugt. Objektcodedateien werden durch den C-Compiler aus Textdateien erzeugt.

Cache

Der Cache ist ein temporärer Zwischenspeicher für Daten und Befehle, auf die erst kürzlich zugegriffen wurde. Dieser Puffer soll Zugriffszeiten reduzieren und Kosten sparen, da bei einem Zugriff Informationen nicht erneut aus dem Netz geladen werden müssen, sondern noch auf dem Rechner zur Verfügung stehen. Ein Cache wird beispielsweise von Browsern und Proxyservern benutzt. Die Zeitspanne, für die ein gecachter Eintrag gültig ist, wird durch dessen TTL-Wert (TTL = Time To Live) bestimmt. Festgelegt wird der TTL-Wert durch die entsprechende Konfiguration in Browser und Server.

CAD/Computer-Aided Design

Mithilfe spezieller Programme lassen sich z.B. technische Zeichnungen oder sowohl 2-D- als auch 3-D-Modelle leichter und komfortabler anfertigen, als mit konventionellen Methoden (z.B. Zeichenbrettern). Dieses Vorgehen wird als Computer-Aided Design bezeichnet – rechnerunterstützte Konstruktion. Komplexere Programme liefern zudem Funktionen zur farblichen Visualisierung von Objekten und zur Animation bestimmter Vorgänge. Auf Basis der CAD-Modelle können verschiedene Tests und Simulationen zur Produktevaluierung und -optimierung stattfinden.

CGI/Common Gateway Interface

CGI ist im Bereich der Webserver die Abkürzung für "Common Gateway Interface". Damit wird ein Standard für den Datenaustausch zwischen Webservern und Browsern bezeichnet. Über das CGI können Programme oder Skripte im Web bereitgestellt werden, die von HTML-Dateien aus aufgerufen werden und die selbst HTML-Code erzeugen und an einen Webbrowser senden können. So können dynamische Seiten erzeugt werden, also Seiten, die erst durch die Interaktion mit dem Nutzer entstehen. Das CGI ermöglicht auch die Übermittlung von Daten (Einträge in Formulare). CGI-Skripte oder -Programme werden nicht nach dem Übertragen einer Webseite im Browser des Anwenders (wie bei JavaScript), sondern serverseitig ausgeführt.

Chat/Chatprogramm

Der Chat (Verb: chatten) ist eine textbasierte Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Nutzern in Echtzeit (synchrone Kommunikation). Viele Internetdienstleister und Netzwerke bieten die Möglichkeit zum Chat. Chat kann durch eine synchrone Audio- oder Videoübertragung ergänzt werden. Anwendungsprogramme für die Durchführung von Chats über das Internet sind zum Beispiel ICQ, Trillian und Windows Live Messenger.
Zu unterscheiden sind Internet Relay Chats (IRCs), die über einen Server zur Verfügung stehen, und Instant-Messenger-Systeme, die bei den Chatteilnehmern clientseitig installiert werden.
Weitere Informationen zu diesem Glossarbegriff finden Sie in den Rubriken Didaktisches Design und Medientechnik.

Chatiquette

Die Chatiquette ist eine Art Knigge für Chatteilnehmer und somit ein Teilaspekt der Netiquette – also der Regeln für das Verhalten im Internet allgemein. Sie beinhaltet Hinweise darüber, wie sich Nutzer im Chat verhalten bzw. nicht verhalten sollen, und was von anderen Chatteilnehmern erwartet werden kann, damit die virtuelle Kommunikation reibungslos und ohne Missverständnisse abläuft.

Client

Clients sind Arbeitsplatzrechner oder Programme, die Dienstleistungen von Servern in Anspruch nehmen. So können Rechner in Netzwerken gemeinsame Betriebsmittel oder Dienste mit anderen Arbeitsplatzrechnern teilen, zum Beispiel Netzwerkdrucker.

Client-Server

Das Client-Server-Prinzip baut auf der Vernetzung von Computern und einer Arbeits- und Rollenverteilung auf. Der Server stellt anderen Computern - den Clients -, die mit ihm durch ein Netzwerk oder eine Telefonleitung verbunden sind, seine Dienste zur Verfügung. Die Dienste können z.B. in der Bereitstellung von Datenbanken oder der Vermittlung von E-Mails bestehen. Typische Client-Server-Systeme sind Online-Dienste und das Internet. Technisches Bindeglied ist neben der Hardware (Leitungen, Router) ein gemeinsames Protokoll.

Clipart

Cliparts sind im Internet zum Download zur Verfügung stehende Bilder und Grafiken, die in die eigenen Seiten integriert werden können. In der Regel sind sie ohne Berücksichtigung von Urheberrechten verwendbar. Cliparts gibt es im Vektorformat (als EPS-, WMF- und PICT-Dateien) oder im Bitmapformat (als TIFF-, JPEG- und GIF-Dateien).

CMS/Content Management System

CMS ist die Bezeichnung für Online-Redaktionssysteme auf der Basis von Datenbanken. Sie dienen zur Dokumentenverwaltung von Anwendungen, zum Beispiel von Webseiten. Charakteristisch ist die Trennung von Inhalt und Struktur. Content-Management-Systeme stehen oft als Open-Source-Programme zur Verfügung.
Weitere Informationen zu diesem Glossarbegriff finden Sie in unserem Portal.

CMYK

Die Abkürzung CMYK steht für die englische Bezeichnung der vier Druckfarben Cyan (Türkisblau), Magenta (Purpurrot), Yellow (Gelb) und Key (Schwarz). Drucker und Bildschirme unterscheiden sich grundsätzlich in der Art ihrer Farbdarstellung. Auf Bildschirmen wird von einem schwarzen Schirm ausgegangen, auf dem durch Aktivieren der Elektronenstrahlen rote, blaue und grüne Punkte zum Leuchten gebracht werden. Die Farbdarstellung des Druckers ist dagegen auf weißes Papier ausgerichtet und legt die Farben durch Kombination von Punktrastern in unterschiedlicher Dichte übereinander und stellt damit eine breite Farbpalette dar. Jede Farbe beeinflusst dabei eine Komponente des RGB-Farbmodells. Rot aktiviert z.B. den roten Elektronenstrahl auf dem Bildschirm und deaktiviert Cyan im Drucker. Bei der Druckvorbereitung muss also ein Farbbild vom computerinternen RGB-Farbsystem in das CMYK-Farbsystem umgerechnet werden.
Wie qualitativ gut die "Druckerumrechnung" wird, ist von Drucker und Papier abhängig. Hochwertige Bildbearbeitungsprogramme erlauben es, Zeichnungen sofort im CMYK-Format anzulegen, sodass der Benutzer die Grafik so sieht, wie sie später auch gedruckt werden kann. Die Grafiken können dann direkt als TIFF- oder JPEG-Datei im CMYK-Farbformat gespeichert werden.

Codec

Codec ist eine Abkürzung der englischen Begriffe für Kompression und Decodierung. Damit wird ein Verfahren bezeichnet, das eine Audio-, Video- oder Bilddatei nach einem bestimmten Algorithmus komprimiert und decodiert. Um eine komprimierte Datei zu öffnen, muss zur Decodierung der gleiche Codec wie zur Kompression verwendet werden. Ein Beispiel für einen Kompressionsstandard ist MPEG.

Community

(Auch: Online-Community, Virtual-Community); Gemeinschaft, die - in der Hauptsache oder ausschließlich - online interagiert. Die Gruppenbildung erfolgt über ein gemeinsames Arbeits- oder Forschungsziel oder ein anderes gemeinsames Interesse, etwa der Pflege und Weiterentwicklung von Freeware.
Auch das Portal e-teaching.org besitzt einen Community-Bereich.

Compiler

Ein Compiler ist eine Software zur Übersetzung des Quellcodes einer Programmiersprache in einen für den Computer und dessen Betriebssystem ausführbaren Maschinencode.
Im Falle der Programmiersprache Java wird der Quellcode in einen Bytecode übersetzt, der dann von einem Java-Interpreter ausgeführt wird. Interpreter sind mit Compilern verwandt. Sog. Transcompiler (kurz auch: Transpiler) können den Code der Ausgangssprache in äquivalenten Code einer anderen Sprache umwandeln. Kompilierte Programme durchlaufen zur Optimierung von Geschwindigkeit und Dateigröße verschiedene Phasen. Ein Linker führt nach der Kompilierung die einzelnen Dateien zu einem Programm zusammen. Die Übersetzung durch einen Compiler findet vor Ablauf des Programms statt. Just-In-Time-Compiler stellen eine Sonderform dar, bei denen das Programm erst zur Laufzeit übersetzt wird. Der übersetzte Code wird zwischengespeichert, sodass im Gegensatz zu Interpretern Programmteile nur einmal übersetzt werden müssen.

Computer-Based Training (CBT)

Als CBT werden computerunterstützte multimediale Lernprogramme bezeichnet, die umfangreiche, hypermedial strukturierte Lernmaterialen enthalten. Ein CBT ist inhaltlich abgeschlossen und der Zugriff auf Inhalte erfolgt in der Regel internetunabhängig. Dies ist vor allem dann günstig, wenn eine Internetverbindung nicht konstant vorhanden ist (z.B. in Entwicklungsländern) oder aus rechtlichen Gründen nicht ermöglicht werden kann oder soll (z.B. Jugendschutz in Grundschulen). CBT wird vorwiegend zum Erlernen von Computeranwendungen oder Sprachen, in Kinderlernprogrammen sowie in der betrieblichen Weiterbildung eingesetzt.

Im Gegenzug zum CBT wird Web-Based Training (WBT) über das Internet zur Verfügung gestellt.

In der Portalrubrik Medientechnik finden Sie weiterführende Informationen zur Aufbereitung von CBT und WBT.

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