Glossar

Der Glossar von e-teaching.org enthält sprachliche Erklärungen zum Wortschatz der Website. Die enthaltenen Definitionen sollen das eindeutige Verständnis der verwendeten Begriffe ermöglichen.

67 Glossarbegriffe:

Scaffolding

Der Begriff Scaffolding bezeichnet Anreize oder Hilfen, die Studierenden bei der Erfüllung einer Aufgabe gegeben werden und an das jeweilige Niveau der Lernenden angepasst sind.

Schemasprache

Eine Schemasprache erlaubt es, eine Grammatik (ein Schema) für XML -Dokumente zu beschreiben. Entspricht ein XML-Dokument dem festgelegten Schema, ist es valide. Verbreitete Schemasprachen sind DTD, XML-Schema, RelaxNG und Schematron.

Schematron

Schematron ist ein Schemasprache, die einen deutlich anderen Weg verfolgt als DTD, XSD und RelaxNG. Während diese Sprachen ein Regelwerk definieren, das präzise alle validen Dokumente beschreibt, geht Schematron zunächst davon aus, dass alle wohlgeformten XML -Dokumente auch valide sind. Durch die Regeln, die in Schematron definiert werden, wird die Menge der validen Dokumente dann schrittweise eingegrenzt.

Schnittstelle

(Engl.: Interface); eine Übertragungs- und Verbindungsstelle zwischen zwei Systemen. Unterschieden wird zwischen Mensch-Maschine- und Maschine-Maschine-Schnittstellen. Mensch-Maschine-Schnittstellen für die Eingabe sind Eingabegeräte wie Tastatur, Maus oder Joystick sowie Ausgabegeräte wie Bildschirm, Plotter, Drucker oder Lautsprecher. Über die Maschine-Maschine-Schnittstelle erfolgt der Austausch von Daten und Steuerungsinformationen der Hard- und Software-Komponenten untereinander sowie mit Peripheriegeräten (wie Drucker, Maus oder Modem). Als (Benutzer-)Schnittstelle wird etwa ein Web-Formular oder eine Eingabemaske bezeichnet, über die Daten in eine Datenbank eingegeben werden können. Unter API (Application Programming Interface) versteht man eine Anwendungs-Programmier-Schnittstelle, die ein Betriebssystem, eine Benutzeroberfläche oder eine komplexe Anwendung in einer einheitlichen Softwareumgebung zur Verfügung stellt.

SCORM/Shareable Content Object Reference Model

SCORM ist ein Standard von ADL (Advanced Distributed Learning), einer Initiative des amerikanischen Verteidigungsministeriums und des Ministeriums für Forschung und Technologie. Ziel des Standards ist es, elektronische Lerninhalte wieder verwendbar, kompatibel mit verschiedenen Lernumgebungen, dauerhaft (und unabhängig von Betriebssystemen) nutzbar und jederzeit zugänglich zu machen.

Screen-Capturing

Screen-Capturing bezeichnet die Kopie bzw. das Abspeichern von Bildschirminhalten. Kopiert, gespeichert, weiterverarbeitet und weiterverbreitet werden können verschiedene Daten, die der Bildschirm anzeigen kann. Die Aufnahmen können in einer Datei abgespeichert oder auf einem Drucker oder einer Webseite ausgegeben werden. Der Nutzer bestimmt dabei den Ausschnitt, der kopiert werden soll.

Screencast

Ein Screencast ist eine digitale Präsentation, die meistens dem Zweck dient, Bedienungs-, Installations- oder sonstige Arbeitsschritte einer Software web-, video- und häufig auch audiobasiert zu demonstrieren. Wie auch generell bei einem Webcast, besteht normalerweise die Möglichkeit, die Aufzeichnung des Screencasts nachträglich jederzeit erneut betrachten zu können.
Die auf e-teaching.org regelmäßig durchgeführten Online-Schulungen sind Beispiele für Screencasts, deren Aufzeichnung Sie jederzeit (noch einmal) betrachten können.

Screenreader

Softwareprodukte, die Bildschirminhalte erfassen und diese mit Hilfe von Sprachausgabe, Braillezeichen oder Zeichenvergrößerung blinden und sehbehinderten Personen zur Verfügung stellen.

Screenshot

Ein Screenshot ist eine Momentaufnahme des aktuellen Bildschirminhalts oder aktiven Fensters. Ein Screenshot kann in die Zwischenablage kopiert und in eine Datei gespeichert oder ausgedruckt werden. Dies geschieht durch die Tastenkombinationen "Alt" (oder "AltGr") und "Druck" (oder "Print"). Die Ansicht befindet sich dann im Zwischenspeicher und kann in einem geeigneten Programm (etwa in Word oder in einem Bildbearbeitungsprogramm) beispielsweise durch die Tastenkombination "Strg" und "v" eingefügt werden.

Scribble

(Dt.: Schnell hingekritzelte Information); wird auch als "zeichnerischer Rohentwurf" bezeichnet. Mit einem Scribble wird erstmals eine Idee visuell in Skizzenform dargestellt. Ein Scibble kann auch als "Ideenskizze" oder "beispielhafte Zeichnung" benannt werden und dient als Grundlage für die Umsetzung einer Gestaltung.

SDK/Software Development Kit

Ein SDK (Software Development Kit) ist eine Sammlung von Programmfragmenten, Dokumentationen und Fehlersuchroutinen, auf deren Basis weitere Programme entwickelt werden können. Beispiele für derartige Werkzeugsätze sind das Java Development Kit der Firma Sun Microsystems oder Adobes Flex.

Secure Shell/SSH

Secure Shell ist ein Programm, das es Nutzern erlaubt, sich über ein Netzwerk in einen anderen Computer einzuloggen. Es können dabei Befehle in dem entfernten Computer ausgeführt und Dateien von einem auf den anderen Computer übertragen werden. Durch eine genaue Authentifizierung schützt SSH den Computer vor unautorisierten Zugriffen und garantiert damit eine abgesicherte Kommunikation über unsichere Netzwerke.

Semantic Web

Das Semantic Web ist die Vision des W3C für die Zukunft des Internets. Das bestehende Internet soll durch unterschiedliche technische und kulturelle Praktiken bereichert und damit seiner Aufgabe als zentrales Wissens- und Kommunikationsmedium besser gerecht werden. Verbessert werden soll v. a. die maschinelle Verarbeitung von Dokumenten und Daten im Internet, was das präzise und einfache Auffinden von Informationen erleichtert. Dafür ist es in erster Linie notwendig, die Bedeutung einzelner Dokumente besser als bisher in maschinenlesbarer Form anzubieten. Dies soll u. a. durch die Bereitstellung eines Systems zur Auszeichnung von Ressourcen und Ontologien erreicht werden. RDF, RDFS und OWL sind die Standards, die das W3C in zu diesem Zweck entwickelt hat. Ob sowohl die technischen als auch die inhaltlichen Aspekte des Semantic Web zu dem gewünschten Ergebnis führen, ist derzeit noch kaum abzuschätzen.
Zu diesem Glossarbegriff finden Sie auch den Artikel "Modelle für den Einsatz von Semantic Web in der Lehre" in unserem Portal.

Serielle Datenübertragung

Bei der seriellen Datenübertragung werden Informationen Bit -weise hintereinander übermittelt. Dies geschieht über verschiedene Standards, die die dafür notwendige Hardware (Kabel) beschreiben. RS 232 bezeichnet die standardisierte serielle Schnittstelle. Über serielle Schnittstellen können Peripheriegeräte (etwa Drucker oder Scanner) angeschlossen werden. Die seriellen Schnittstellen befinden sich auf der Geräte-Rückseite. Die Stecker, sogenannte COM-Ports, sind genormt. Normstecker für die serielle Schnittstelle am PC ist der 9- oder 25-polige SUB-D-Stecker. Im Gegensatz zur seriellen Datenübertragung erfolgt die parallele Datenübertragung gleichzeitig über verschiedene Leitungen. Der USB soll die herkömmlichen seriellen und parallelen Schnittstellen ablösen.

Serife

Als Serife wird ein Abschlussstrich, Bogen oder eine Verdickung bei einem Druckzeichen (etwa Buchstaben) bezeichnet. Es gibt serifenlose Schriftarten (etwa Arial), die auf Bildschirmen gut gelesen werden können, und serifenbetonte Schriftarten (etwa Times), die beispielsweise von den meisten Tageszeitungen verwendet werden.

Server

Ein Server ist ein Programm, das anderen Computern (Clients) Dienste über Netzwerke zur Verfügung stellt. Häufig wird jedoch auch der Computer, auf dem der Server installiert ist, (der Host), selbst als Server bezeichnet. Die Dienste können etwa in der Bereitstellung von Datenbanken oder der Vermittlung von E-Mails bestehen. Typische Client-Server-Systeme sind Online-Dienste und das Internet.
Siehe auch: Webserver.

Servlet

Ein Servlet ist ein Programm auf der Server -Seite, vergleichbar mit Applets (Java -Programmen auf der Client -Seite im Browser). Webseiten sind oft abhängig von Benutzereingaben, durch die sich die Daten auf den Seiten ändern können. Um die Informationen aktuell zu halten, die vom Server an den Client weitergegeben werden, wurden Schnittstellen definiert. Die bekannteste ist das Common Gateway Interface (CGI). Alternativ können Servlets verwendet werden. Der Webserver deligiert Anfragen der Clients an ein Servlet, das die Antwort an den Client erzeugt. Typische Aufgaben für Servlets sind die Kontrolle von Uploads und Downloads, die Sicherheitsüberprüfung und Protokollierung. Der Vorteil ist, dass Anfragen erst im Moment der Anfrage (dynamisch) generiert werden und nicht statisch bereits verfügbar sind, wie etwa bei HTML -Seiten. Java-Servlets können daher auf einem Server mit viel Datenverkehr schneller ausgeführt werden als CGI-Anwendungen.

Session

(Auch: Visit, Besuch oder Sitzung); ein zusammenhängender Besuch einer Webseite. Die Anzahl der Sessions gibt Auskunft über die Anzahl der Besucher eines Internetangebotes. Per Konvention gilt eine Session als beendet, wenn 30 Minuten lang keine Aktion erfolgt.

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