Medienpädagogisches Manifest fordert bessere Medienbildung

23.03.2009:
In einem Medienpädagogischen Manifest fordern die zentralen medienpädagogische Einrichtungen die dauerhafte und nachhaltige Verankerung der Medienpädagogik in allen Bildungsbereichen. Das Manifest wurde am 21. März auf der Abschlussveranstaltung der internationalen Magdeburger Konferenz zum Thema "Computerspiele / Spieler / Spielkulturen" veröffentlicht. Unterzeichnet wurde es durch die Kommission Medienpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, die Fachgruppe Medienpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis sowie das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung.

Insbesondere wurde auf der Konferenz betont,
„dass der kompetente Umgang mit Computerspielen, aber auch mit Internet, Handy und anderen (digitalen) Medien zu den zentralen Bildungsaufgaben der heutigen Zeit gehört. Zwar wird in der öffentlichen Diskussion häufig beklagt, dass digitale Medien in den Schulen zu wenig für Bildungszwecke genutzt und der öffentliche Bildungsauftrag des Fernsehens immer mehr verloren geht. Doch trotz aller Klagen über ethisch fragwürdige Medienangebote und zunehmenden Datenmissbrauch geschieht faktisch viel zu wenig. Nach wie vor gibt es keine Mediengrundbildung in der Ausbildung pädagogischer Fachkräfte. Einzelne Modellprojekte und Förderungen sind wichtig, reichen aber nicht aus. Es ist ein krasser Missstand, dass es in der Breite gesehen keine nachhaltig verankerte Medienpädagogik gibt.“

Im Manifest fordern die Unterzeichner,
„eine medienpädagogische Grundbildung als verbindlichen Bestandteil der Ausbildung pädagogischer Fachkräfte, verstärkte Anstrengungen in den Einrichtungen der Elementarpädagogik, der Schule sowie in der Jugend-, Familien- und Elternbildung. Nachhaltig auszubauen ist die Medienpädagogik an den Hochschulen, um einer qualitativ hochwertigen Forschung und Reflexion über die Medien das notwendige Gewicht zu geben“


Das Manifest steht zumDownloadzur Verfügung.

Quelle:bildungsklick, 23.03.09

Gepostet von: mschmidt
Kategorie: Kurzmeldung

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