Lesetipp: E-Learning im Magazin der Uni Potsdam

17.10.2014: Media.UP, Box.UP, Mobile.UP: die aktuelle Ausgabe des Hochschulmagazins der Uni Potsdam „Portal” bietet interessante Einblicke in die vielseitigen E-Learning-Aktivitäten der Hochschule.
Quelle: Uni-Potsdam.de

Die Uni Potsdam hat zum Thema E-Learning viel zu berichten: die neun Seiten im aktuellen Hochschulmagazin liefern einen guten Überblick der aktuellen E-Learning-Angebote und bieten spannende Einblicke in verschiedene Projekte.

Vorgestellt wird u.a. das Projekt „Medienbildung in der LehrerInnenbildung”. Für das Projekt wurden etwa 1000 Geräte bestellt. Dabei wurde insbesondere auf die spezifischen Kulturen der Fachbereiche Rücksicht genommen. So gibt es Mikrocontroller für die Informatik, Active Desktops für die Mathematik, Smartphones für die Physik und Kameras für die Sprachwissenschaften. Dass „virtuelle Mobilität” funktionieren kann zeigt das grenzüberschreitende Seminarprojekt „Student Assessment and Grading”, an dem im Sommersemester 2014 im Rahmen ihrer Lehramtsausbildung amerikanische und deutsche Studierende gemeinsam teilnahmen. Gezeigt wird auch welche Vorteile E-Learning bei der Vorbereitung auf die Laborpraktika im Fach Ernährungswissenschaft bietet.

Aber auch Barrierefreiheit im E-Learning ist ein wichtiges Thema an der Hochschule: Die Inhaberin des Lehrstuhls für Lehrstuhl für Komplexe Multimediale Anwendungsarchitekturen Ulrike Lucke, die zugleich Chief Information Officer der Hochschule ist, arbeitet mit ihrem Team gleich an mehreren entsprechenden Forschungsprojekten.

Studierenden und Lehrenden stehen an der Hochschule eine Vielzahl von Anwendungen zur Verfügung, die in der Publikation kurz vorgestellt werden. So gibt es ein Personal Learning Environment, die Medienplattform Media.UP zur Veröffentlichung von an der Universität Potsdam entstandenen Audio- und Videoproduktionen oder Box.UP, einen sicheren Online-Speicherplatz auf den Servern der Universität. Die wichtigsten Informationen für den Uni-Alltag wie das Vorlesungsverzeichnis, den Speisenplan oder die Öffnungszeiten der Bibliotheken finden Studierende seit 2011 auf der App Mobile.UP. Hier sind eigene Ideen bei der Weiterentwicklung durchaus erwünscht: Mobile.UP ist ein Open Source-Projekt. Der Quellcode ist über GitHub öffentlich zugänglich und kann weiter entwickelt werden.

Um den Austausch mit anderen Hochschulen, Schulen, Forschungseinrichtungen und Verbänden ist zu fördern, lädt die Uni Potsdam jährlich zum E-Learning-Symposium. Das nächste findet am 14. November 2014 unter dem Motto „Mobil und Vernetzt – Studieren im Digitalen Zeitalter” statt.

Aber natürlich läuft auch an der Uni Potsdam nicht alles glatt, das macht das Interview mit Jörg Hafer, Leiter der seit 2004 bestehenden AG eLEARNiNG deutlich. So treffe man an Hochschulen wie in der Gesellschaft auf „Onliner und Nonliner” und müsse beiden gerecht werden. Ähnlich sieht es in den Fachbereichen aus: Ein Bestandsaufnahme der Uni Potsdam ergab, dass E-Learning in den Fach- und Studienbereichen sehr ungleich verteilt ist. Ein weiteres Thema, wo noch Unklarheit besteht, ist die Deputatsregelung. Das soll in nächster Zeit verstärkt angegangen werden.

Alle Artikel finden Sie im Magazin, das online abrufbar ist.

Gepostet von: mschmidt
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