Neue Studie: MMB-Trendmonitor 2014

02.12.2014: Das Institut für Medien und Kompetenzforschung MMB hat E-Learning-Expertinnen und -Experten um ihre Prognose zu künftigen Szenarien des digitalen Lernens gebeten. Die Ergebnisse der Expertenbefragung wurden nun veröffentlicht. 73 Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben an der Online-Befragung teilgenommen.
Quelle: mmb

Als gleichbleibend hoch wird im diesjährigen Trendmonitor die Bedeutung von Blended Learning als „wichtigste Lernform” eingeschätzt, gefolgt von virtuellen Klassenräumen und Mobile Learning bzw. Apps. Die Bedeutung von „Web Based Trainings” liegt wie in der Vergangenheit auf Rang vier. Netzwerke und Communities gewinnen im Vergleich zum Vorjahr ein paar Prozentpunkte hinzu, Wikis werden wie im Vorjahr von 40% der Expert/innen als wichtig angesehen. Den größten Bedeutungszuwachs verzeichnen in diesem Jahr „Serious Games” (plus 16 Prozentpunkte). Diesen wird von 41 Prozent der Expertinnen und Experten eine große Bedeutung beigemessen.

Als wichtigstes Geschäftsfeld werden Blended Learning und Mobile Learning angesehen. Was die Zielgruppen angeht, sehen die Experten für die Hochschulen und Schulen ein geringes Marktpotenzial für die E-Learning-Dienstleister. Die wichtigste Zielgruppe für die kommenden drei Jahre bilden weiterhin Großunternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten. Die Einschätzung scheint sich an der Zahlungskraft auszurichten.

Die Statements zu Open Educational Resources (OER) beleuchten einen Zielkonflikt: OER werden von 70% der Befragten als Chance für private und öffentliche Bildungseinrichtungen angesehen, allerdings werden sie von über 50% der Experten auch als Gefahren für Verlage und Autoren angesehen.

Beim Thema MOOCs schätzen die Experten MOOCs mit curricularen Inhalten und dem Ziel der Zertifizierung als wichtiger ein als MOOCs, die ihren Schwerpunkt in der Vernetzung und Eigenaktivität der Lerner sehen. Die Bedeutung des Adaptiven Lernens wurde erstmals im MMB Learning Delphi abgefragt.  Die Experten wurden gefragt, wie sie sich „Adaptive Learning” konkret vorstellen. Als besonders wichtig und positiv wird bewertet, wenn die Lerner selbst in den Prozess der Anpassung der Lerninhalte und des Lernprozesses einbezogen werden.

Als wichtigstes E-Learning-Event wird von den Experten wie in den Vorjahren die Karlsruher „LEARNTEC“ angesehen. Erstmals auf dem 2. Rang rangiert die Berliner „ONLINE EDUCA”, gefolgt von den Veranstaltungen „Zukunft Personal” und „didacta“.

Die Studie steht online zum Download zur Verfügung.

Hier finden Sie weitere  Hinweise auf aktuelle Studien im Bereich E-Learning und E-Teaching: http://www.e-teaching.org/materialien/studien/index_html

Gepostet von: mschmidt
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